Federer: Mehr Stabilität - grösserer Kraftaufwand

Roger Federer tritt beim ATP-500-Turnier in Hamburg erstmals mit einem neuen Racket mit grösserem Schlägerkopf an. SRF-Tennisexperte Heinz Günthardt erläutert die Konsequenzen, die der Wechsel mit sich bringt.

Roger Federer noch mit dem alten Modell bei den French Open.

Bildlegende: Schlägerwechsel Roger Federer noch mit dem alten Modell bei den French Open. EQ Images

Das neue Racket von Roger Federer weist eine Fläche von 98 Quadrat-Zoll auf und ist damit um 8 Quadrat-Zoll grösser als sein bisheriges Modell. Für Heinz Günthardt sorgt der Wechsel für entscheidende Vorteile: «Ein grösserer Schlägerkopf ist stabiler, zudem ist die Fläche des idealen Treffpunktes grösser.»

Die Nachteile sieht Günthardt im Handling: «Durch die grössere Stabilität braucht es mehr Kraftaufwand und der Schlägerkopf ist schwieriger zu manipulieren.»

«Zusätzliche Turniere machen Sinn»

Dass Federers Massnahme unmittelbar mit der Enttäuschung von Wimbledon zusammenhängt, ist für Günthardt unwahrscheinlich. Vielmehr gehe es für den Weltranglisten-5. einfach darum, sein Spiel zu optimieren.

Die Umstellung auf das neue Modell benötige aber Zeit, sagt Günthardt. «Es braucht eine Anpassung. Deshalb macht es Sinn, dass Federer jetzt noch zusätzliche Turniere spielt, um sich besser an den Schläger zu gewöhnen.»