Federer: «Meine Duelle mit Nadal haben die Fans berührt»

Rafael Nadals Monte-Carlo-Triumph überrascht Roger Federer nicht. Im Interview sprach er zudem über Olympia und Coach Ivan Ljubicic.

Nadal gratuliert Federer zum Sieg

Bildlegende: Das bisher letzte Aufeinandertreffen Roger Federer gewann 2015 den Final von Basel in 3 Sätzen. EQ Images

Roger Federer hat der Gazzetta dello Sport Fragen zu seinen grössten Gegnern, künftigen Herausforderungen und seinem neuen Coach Ivan Lubicic beantwortet.

«  Nadals Rückkehr an die Spitze hat vielleicht euch Journalisten überrascht - uns Spieler sicher nicht. »

Obwohl Rafael Nadal mittlerweile länger braucht, um sich von Verletzungen zu erholen, zählt er für Federer noch immer zu den drei besten Spielern der Welt. Der Schweizer gibt zu, in seiner Karriere auch stark von seinem Dauerrivalen profitiert zu haben: «Als Linkshänder hat er mich gezwungen, neue Lösungen zu finden.»

«  Die Rivalität mit Nadal hat die Fans stärker berührt. »

Auch Federer ist klar, dass Djokovic seit längerem der grosse Dominator ist. Dennoch glaubt er, dass seine Duelle mit Nadal bei den Zuschauern grössere Emotionen ausgelöst haben: «Wir hatten oft gleichzeitig unsere besten Momente, und er hat mir auch einige der schmerzhaftesten Niederlagen zugefügt.»

«  Olympia oder Grand Slam? Diese Frage kann ich nicht beantworten. »

Ob er lieber Olympia oder einen weiteren Grand Slam gewinnen würde, darauf weiss Federer keine Antwort. «Die Grand Slams sind unser Tagesgeschäft, und der Sieg in Roland Garros 2009 war mein emotionalster überhaupt», beschreibt er die 4 monumentalen Turniere des Tennissports. Aber natürlich würde er sich auch nicht gegen einen Sieg in Rio 2016 wehren: «Wir werden sehen, was passiert.»

«  Ljubicic kennt viele meiner Gegner aus eigener Erfahrung. »

Während Stefan Edberg sich mit allen Aspekten von Federers Spiel auseinandersetzte, profitiert der Baselbieter beim neuen Coach Ivan Ljubicic von ganz konkreten Hinweisen. «Seine Kenntnisse der neuen Spielergeneration sind profunder, da er gegen viele noch selber gespielt hat», meint er und fügt hinzu: «Eigentlich hat Ivan seine Tennisausrüstung noch nicht wirklich in die Ecke gestellt.»

Sendebezug: sportpanorama, SRF zwei, 17.4.2016, 18:15 Uhr