Federer mit geübtem Kurzzeitgedächtnis in Richtung Sandsaison

«Ich werde nicht lange auf dieses Match zurückschauen», resümierte Federer seine Finalniederlage gegen Novak Djokovic in Indian Wells. Um die Kürze des Verarbeitungsprozesses zu unterstreichen, fügte er hinzu: «In etwa 25 Minuten wird das vergessen sein.»

Federer zeigt mit den Fingern eine Millimeterentscheidung an.

Bildlegende: Erfahren Federer weiss, dass im Spitzentennis oft Details ausschlaggebend sind. EQ Images

Das Geheimnis der Langlebigkeit des Baselbieters liegt nicht zuletzt auch in seiner Fähigkeit, Niederlagen schnell zu verdauen: «Wenn ich hier rausgehe, werde ich mir sagen: ‚Es war ein gutes Turnier.‘» Mentale Stärke war gegen seinen ewigen Kontrahenten aus Serbien zuvor bereits auf dem Court gefordert gewesen.

100% aller Punkte nach eigenem erstem Service, 0 Breakchancen zugelassen – Novak Djokovic legte im Startsatz eine Dominanz an den Tag, welche die meisten Gegner früh zermürbt hätte. Roger Federer jedoch liess sich nicht beeindrucken und hielt an seiner Strategie fest, durch ein offensives Vorgehen die Ballwechsel möglichst kurz zu halten.

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Tennis: Final Indian Wells, Djokovic - Federer

4:55 min, vom 23.3.2015

Beherzter Kampf und nüchternes Fazit

Zähigkeit und Widerstandskraft hielten den Baselbieter auch im Spiel, als er im 2. Satz zurücklag und erst im 6. Anlauf zum 4:4 ausgleichen konnte. So war es schliesslich Djokovic, der trotz Überlegenheit in allen Match-Statistiken zu Beginn des 3. Satzes wutentbrannt sein Spielgerät zertrümmerte. Erneut war Federer im 6. Versuch ein Break gelungen – diesmal zum 2:2.

Dass der Serbe dennoch verdient als Sieger vom Platz ging, war aber auch Federer nicht entgangen: «Er fand am Schluss einen zusätzlichen Gang. Kontrollierte Aggression von der Grundlinie aus erwies sich schlussendlich als Schlüssel zum Erfolg.» Wer unmittelbar nach Spielende so ehrlich und präzis analysiert, dem kauft man es ab, dass er nicht lange an Niederlagen zu kauen hat.

Weiterhin voller Spielfreude

Frei von Ballast nimmt Federer also die nächste Herausforderung in Angriff. Die Sandplatzsaison beabsichtigt der 33-Jährige mit drei Wochen intensivem Training in der Schweiz vorzubereiten, ehe er in Monte Carlo erstmals in diesem Jahr auf der roten Unterlage antritt. An mentaler Stärke wird es Federer erneut nicht fehlen: «Ich freue mich auf die Sand- und Rasensaison. Das wird insgesamt eine tolle Sache.»

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Déjà-vu für Federer bei Final-Niederlage in Indian Wells

1:40 min, aus sportlounge vom 23.3.2015

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 22.03.2015, 21:15 Uhr

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