Zum Inhalt springen

ATP-Tour Federer siegt nach 5 abgewehrten Matchbällen

Roger Federer hat beim ATP-1000-Turnier von Schanghai auf dramatische Weise die Achtelfinals erreicht. Der Schweizer musste gegen den Argentinier Leonardo Mayer (ATP 25) 5 Matchbälle abwehren, ehe er mit 7:5, 3:6, 7:6 doch noch gewinnen konnte.

Legende: Video Spielbericht Federer-Mayer abspielen. Laufzeit 5:05 Minuten.
Aus sportaktuell vom 08.10.2014.

Viele Fehler prägten die Partie zwischen Federer und Mayer über weite Strecken. Erst gegen Schluss wurde das Spiel hochklassig - und enorm spannend.

Schon in Satz 1 in Rücklage

Federer erwischte gegen den aufsässigen Argentinier einen mässigen Start und lag früh mit Break zurück. Beim Stand von 3:5 bewies der Schweizer einmal mehr seine Klasse in entscheidenden Phasen, gewann 4 Games in Serie und damit den ersten Satz.

Gleich zu Beginn des 2. Durchgangs musste sich Federer indes erneut den Aufschlag abnehmen lassen. Diesmal fand der Schweizer nicht mehr zurück in den Satz. Im Gegenteil: Mit seinem insgesamt dritten Break zum 6:3 holte sich Mayer den Durchgang.

5 abgewehrte Matchbälle

Das Spiel wurde auch im 3. Satz nicht besser, weiter prägten zahlreiche Fehler beider Spieler das Geschehen. Immerhin wurde es spannend. Beim Stand von 4:5 lag Federer bei eigenem Aufschlag 15:40 zurück - zwei Matchbälle für Mayer. Der Schweizer konnte beide abwehren, den ersten mit Hilfe der Netzkante.

Im entscheidenden Tie-Break führte Mayer erst 2:0, dann 5:2 und hatte bei 6:4 weitere zwei Matchbälle. Federer konnte aber auch in dieser Situation den Kopf aus der Schlinge ziehen, gewann beim Stand von 6:7 drei Punkte in Folge und damit das Spiel.

«Hatte viel Glück»

«Heute hatte ich unglaublich viel Glück», war sich Federer bewusst. «Leonardo tut mir ein wenig leid, er hätte den Sieg verdient gehabt.» Mit dem eigenen Spiel war er nur bedingt zufrieden. «Manchmal machte es den Anschein, als wollte ich den Allzeit-Rekord für verschlagene Volleys brechen.»

Die lange Pause habe vielleicht einen Effekt gehabt. Zudem sei er in den vergangenen Tagen etwas erkältet gewesen. Es sei aber schon wieder besser. Und: «Ich werde mit jedem Match, den ich spiele, besser werden», versprach er.

Nun wieder Nummer 2

Dank dieses Erfolgs und der Niederlage von Rafael Nadal gegen Feliciano Lopez wird Federer am Montag in der Weltrangliste wieder auf Platz 2 vorstossen. Gegner im Achtelfinal ist am Donnerstag (ca. 14 Uhr) der Spanier Roberto Bautista Agut (ATP 18), den der Schweizer im bisher einzigen Duell vor fünf Wochen am US Open sicher in drei Sätzen bezwang.

Sendebezug: Radio SRF 3, News, 08.10.14, 19:00 Uhr

30 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Amateur, Aarau
    Das war wieder so ein Match, bei dem ich im 3. Satz dachte: Rogers Gegner spielt übers Ganze gesehen besser, aber da Roger nicht verlieren will, wird er es wohl irgendwie schaffen. Da spielten zwei grossartige Sportler mit Herzblut und vollem Einsatz und haben unsere Nerven zum Flattern gebracht. Ich hätte Mayer den Sieg gegönnt und mich einfach gefreut über den fitten, spielfreudigen Roger. - Es gibt Leute, die finden Tennis langweilig; sie schauen wohl die falschen Matches.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von H. Lins, Konstanz
    Roger hat verdient gewonnen, er hat mehr Punkte als Mayer erzielt (125/247). Das macht einen wahren Champion aus: Spiele herumzureissen, bei denen der Gegner lange Zeit der bessere Spieler ist; und die wichtigen Punkte machen, auch und vor allem unter Bedrängnis. Der Ausfall von Rafa betont die derzeitige Ausnahmestellung von Nole, der im Finale von Peking Historisches verpasst hat. Leider treffen Federer und Djokovic bereits im Halbfinale aufeinander, das wäre eigentlich das logische Finale!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von daniel, st.gallen
    ich bin 37 jahre alt. ich hoffe sehr das ich meinen verdienten ruhestand in 27 jahren geniessen kann. wen aber roger federer weite hin solch nervenstrapazierende spiele spielt, sehe ich schwarz, - fuer meinen verdienten ruhestand. da sieht man auch wie stark federer mental ist. als er am schluss die arme hochgerissen hatte, eifach koestlich. freue mich schon auf das naechst spiel :-) !!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen