Federer spielt stark - und verliert

Roger Federer ist trotz starker Leistung im Viertelfinal des ATP-1000-Turniers von Cincinnati ausgeschieden. Der Schweizer unterlag dem Spanier Rafael Nadal nach 2:13 Stunden mit 7:5, 4:6, 3:6.

Es gab wenig auszusetzen an Roger Federers Leistung gegen Rafael Nadal: Der Schweizer powerte, preschte ans Netz, variierte sein Spiel - nur ein, zwei Momente der Unkonzentriertheit standen einem Sieg im Weg.

7:5, 4:6, 3:6 hiess es nach einem über weite Strecken begeisternden Spiel. Es war Federers 3. Niederlage in diesem Jahr gegen Nadal an einem ATP-1000-Turnier (nach Indian Wells und Rom).

Sieg war möglich

Im 2. Satz lag bei 3:3, 0:30 aus Nadals Sicht für Federer das Break, das möglicherweise die Partie entschieden hätte, in Griffnähe. Der Mallorquiner bestätigte aber, dass er unter Druck besonders stark ist. Den Satz sicherte sich Nadal mit einer präzisen Longline-Vorhand.

«Ich hatte meine Chancen, im Gegensatz zu Nadal konnte ich sie aber nicht nutzen. Vielleicht hat das Selbstvertrauen den Unterschied gemacht», analysierte Federer.

Keine Probleme mit dem Rücken

Bei 0:1 im 3. Satz führten ein Passierball, ein Rückhandfehler Federers und ein Rahmenball zum vorentscheidenden 0:40. Danach brachte Nadal das Match nach Hause.

Trotz der Niederlage kann Federer für die US Open die Gewissheit mitnehmen, dass im Vergleich mit den Besten wenig fehlt. Besonders erfreulich war für den 32-Jährigen, dass ihm sein Rücken keine Sorgen mehr bereitete: «Ich hatte in den drei Partien hier keine Probleme. Das gibt mir wichtige Informationen im Hinblick auf die US Open.»

Federer: «Weiter hart arbeiten»

Auch mit seinem Spiel war Federer zehn Tage vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres über weite Strecken zufrieden: «Ich habe mich während des Turniers steigern können. Das Ziel ist es, noch konstanter zu werden und die Fehlerquote zu minimieren. Ich muss weiter hart arbeiten.»

Berdych und Del Potro ziehen vorbei

Im Ranking wird Federer, der 2012 in Cincinnati gewonnen hatte, weiter abrutschen. Er fällt hinter Tomas Berdych und Juan Martin Del Potro auf Platz 7 zurück, weil ihm nach dem Viertelfinal-Out 820 Punkte aus der Wertung fallen.

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