Federer weiter – diesmal mit Anlaufschwierigkeiten

In Basel ist Roger Federer in der 2. Runde deutlich mehr abverlangt worden als noch am Vortag. Nach einem 3:6, 6:3 und 6:4 gegen Denis Istomin (ATP 55) steht der Lokalmatador bei seinem Heimturnier aber in den Viertelfinals.

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Zusammenfassung Federer - Istomin

2:12 min, vom 23.10.2014

Sowohl Federer wie auch Istomin erwartete eine ganz andere Erfahrung als noch bei ihren ersten Auftritten in der St. Jakobshalle. Denn die 1. Runde hatten beide mit minimalem Kraftaufwand hinter sich gebracht. Der Baselbieter brillierte mit einem Blitzsieg innert 46 Minuten, bei dem er nur 3 Games abgab. Istomin kam sogar mit einem 6:1, 6:1 weiter.

Denis Istomin ballt seine rechte Faust.

Bildlegende: Ein zäher Widersacher Denis Istomin machte es dem Favoriten nicht einfach. Keystone

Die folgende Partie sollte kein Selbstläufer mehr werden, ging stattdessen über die volle Distanz und 108 Minuten. Die rund 9000 Zuschauer goutierten die Spannung – und natürlich den Ausgang: Gegen den gleichen Gegner wie im Jahr 2013 stiess Federer in Basel zum bereits 9. Mal in Folge unter die letzten 8 vor. Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, bekannte der 33-Jährige anschliessend. «Ich bekundete Mühe, ins Spiel zu finden.»

Zum Steigerungslauf angesetzt

Die Neuauflage des Achtelfinal-Duells entwickelte sich nämlich identisch wie im Vorjahr. Federer musste wie damals den Start-Satz abgeben. Der Usbeke schaffte das entscheidende Break zum 4:2. Die Weltnummer 2 hatte zwar gleich im nächsten Game ebenfalls eine Chance, um seinem Gegner den Aufschlag abzunehmen, liess diese aber ungenutzt. Vor allem mit seiner gewohnt starken Waffe, der Vorhand, streute Federer zu oft Fehler ein oder konnte nicht ausreichend Druck ausüben.

Zum Glück – für den Lokalmatador – setzten sich die Duplizitäten fort. Der fünffache Basel-Sieger reagierte dank einem Steigerungslauf auf den Rückstand. Gerade einmal zwei Punkte musste Federer im 2. Umgang bei eigenem Service dem Aussenseiter zugestehen. Und im 6. Game konnte er sein Gegenüber dazu zwingen, erstmals den Aufschlag abzugeben.

«In diesem Moment hatte ich das Gefühl, die Oberhand zu haben», sagte Federer hinterher. Prompt konnte er dank einer kämpferischen Leistung im Entscheidungs-Satz früh mit Break zum 2:1 vorlegen – benötigte dafür aber 8 (!) Anläufe. Istomin blieb in der Folge hartnäckig, erarbeitete sich noch einmal einen Breakball, konnte das Ausscheiden aber erneut nicht vermeiden.

Ein Wiedersehen mit Dimitrov

Auch bei der nächsten Affiche geht es nun mit Parallelen zum Vorjahr weiter. Federer wird am Freitagabend im letzten Einzel-Match des Tages auf Grigor Dimitrov treffen. Den an Nummer 5 gesetzten Bulgaren (ATP 11) bezwang er schon 2013 im Basel-Viertelfinal beim bislang einzigen Vergleich mit 6:3, 7:6. Hinter Dimitrov liegt eine lockere 2. Runde mit einem 6:2, 6:2 gegen Vasek Pospisil in etwas mehr als einer Stunde.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 23.10.14 18:40 Uhr

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Federer im Platzinterview

4:46 min, vom 23.10.2014

Livestream-Hinweis

Livestream-Hinweis

Verfolgen Sie am Freitag, am grossen Viertelfinal-Tag in Basel, die ersten beiden Partien ab 14:00 Uhr im Livestream. Auf SRF zwei beginnt die Übertragung um 17:55 Uhr.