Federers «ultimative Challenge», freie Bahn für Wawrinka?

Die Schweizer erwarten in den Indian-Wells-Achtelfinals gegenteilige Ausgangslagen: Während sich Roger Federer und Rafael Nadal zum 36. Mal duellieren, trifft Stan Wawrinka erstmals auf Yoshihito Nishioka.

Es ist der Achtelfinal, den die Tennisfans seit der Auslosung herbeigesehnt haben: Roger Federer und Rafael Nadal duellieren sich zum 36. Mal. Sechs Wochen nach dem Australian-Open-Final und Federers 18. Grand-Slam-Triumph wird ihre Rivalität um ein Kapitel reicher.

  • Erstmals seit dem ersten Aufeinandertreffen in Miami 2004 stehen sich der Baselbieter und der Spanier bei einem Turnier so früh gegenüber.
  • Von den 35 bisherigen Duellen zwischen Federer und Nadal waren 31 Halbfinals oder Finals.
  • In der kalifornischen Oase trafen die beiden schon zweimal aufeinander: Federer gewann den Halbfinal 2012, während Nadal im Jahr darauf den Viertelfinal für sich entschied.
Federer und Nadal.

Bildlegende: Lange Gesichter vs. geballte Faust Federer ärgerte sich beim 1. Aufeinandertreffen 2004 mit Nadal. Keystone/Archiv

«Es bleibt die ultimative Herausforderung für mich, gegen Nadal zu spielen», blickt Federer voraus. Das Tableauviertel in Indian Wells ist mit Federer, Nadal und Novak Djokovic hochkarätig besetzt. «Ich denke, dass es für alle ein unglücklicher Teil des Tableaus ist. Das Einzige, das wir tun können, um das zu vermeiden, ist höher klassiert zu sein», weiss Nadal.

Wawrinka blendet Draw aus

Anders präsentiert sich die Situation bei Stan Wawrinka. Nach dem Aus von Andy Murray ist der Lausanner der einzige Top-7-Spieler in der oberen Tableauhälfte (im Viertelfinal wartet Monfils oder Thiem). Doch davon will Wawrinka wenig wissen. «Für mich ändert das nicht viel. Es ist nicht so, dass ich an 1000er-Turnieren oft im Halbfinal oder Final stand», sagt er selbstkritisch. Deshalb müsse er sich auf jeden Match fokussieren.

Zumindest sein Achtelfinal-Gegner Yoshihito Nishioka (ATP 70) dürfte Wawrinka in der derzeitigen Verfassung kaum weh tun können.

  • Wawrinkas Aufschlag ist äusserst sicher: Der Schweizer wurde in den ersten beiden Spielen nie gebreakt.
  • Nishioka rutschte als Lucky Loser ins Haupttableau nach. Es ist erst seine 2. Hauptfeld-Teilnahme an einem ATP-1000-Turnier (nach Miami 2016).
  • Der 1,70 m grosse Japaner wehrte in der Runde zuvor gegen Tomas Berdych einen Matchball ab und zeigte eine fabelhafte Aufholjagd.
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Zum Eintauchen: Die Highlights des Australian-Open-Finals

7:21 min, vom 29.1.2017

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachrichten, 15.3.2017, 04:00 Uhr