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ATP-Tour Isner stoppt Federer

Roger Federer ist am ATP-1000-Turnier in Paris-Bercy im Achtelfinal auf der Strecke geblieben. Obschon sich der Baselbieter gegen John Isner (ATP 13) zurückkämpfte, unterlag er mit 6:7, 6:3, 6:7.

Legende: Video Zusammenfassung Federer-Isner abspielen. Laufzeit 01:01 Minuten.
Aus sportlive vom 05.11.2015.

Roger Federer vollzog über Nacht die Wende vom Schnell- zum Langsamstarter. So benötigte er am Tag nach seinem Blitzsieg (6:1, 6:1 gegen Andreas Iseppi) bei seiner zweiten Aufgabe gegen John Isner Anlaufzeit. Und zusätzlich die Hilfe des Turnierarztes: Nach dem verlorenen ersten Satz musste der Weltranglistenzweite, der in dieser Phase körperlich nicht fit gewirkt hatte, wegen einer leichten Armverletzung entzündungshemmende Tabletten schlucken.

Auszuscheiden, ohne gebreakt zu werden, ist bitter. Aber gegen John kann dir das passieren.
Autor: Roger Federer

Begünstigt durch deren Wirkung, konnte Federer mit nun druckvollerem Spiel zur Aufholjagd ansetzen und dem 2,08-Meter-Mann im 4. Anlauf erstmals den Aufschlag abnehmen. Der 34-Jährige verteidigte sein Break und schaffte mit 6:3 den Satzausgleich.

Erst zurückgeschlagen, dann nachgedoppelt

Zuvor hatte sich Isner im 1. Umgang nicht bedrängen lassen. Zum 7. Mal ging ein Satz zwischen den beiden ins Tiebreak. Der Amerikaner gewann die ersten zwei Kurzentscheidungen (vor 8 bzw. 5 Jahren), ehe Federer diese Statistik mit vier gewonnenen Tiebreaks in Folge drehte. Isner schlug nun zurück und sicherte sich Durchgang 1 mit 7:3 – so klar wie nie.

John Isner wirft den Ball zum Aufschlag auf.
Legende: Ein Aufschlagsgigant John Isner bestätigte seinen Ruf einmal mehr. Keystone

Und der 30-jährige Aufschlagspezialist (27 Asse) doppelte nach, weil er im richtigen Moment einen Zacken zulegen konnte. Wenig überraschend spitzte sich auch im 3. Satz die Entscheidung bis ins Tiebreak zu.

Isner erarbeitete sich eine komfortable 6:2-Führung und verwertete seinen 4. Matchball mit einem Servicewinner zum 7:5. Nach 136 Minuten war ihm der erst 2. Sieg im 7. Duell mit Federer gewiss – dies obwohl er insgesamt 6 Chancen auf einen Servicedurchbruch verstreichen lassen musste. Entsprechend fand der Schweizer hinterher: «Auszuscheiden, ohne gebreakt zu werden, ist bitter. Aber gegen John kann dir das passieren.»

Von Platz 2 zurück auf 3

Für den Baselbieter wirkt sich dieser Rückschlag auch im ATP-Ranking aus. Er wird nach dem Achtelfinal-Aus nächste Woche nur noch an Position 3 geführt.

Immerhin gab er bei der Pressekonferenz noch Entwarnung. Die Armblessur sei nichts ernsthaftes und dürfte am Saisonfinale in London keine Rolle mehr spielen.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 05.11.2015 18:45 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Erika Leupi, Thalwil
    Oh so schade, aber dieser Isner mit seinem Wahnsinnsservice, schwierig zu knacken. Schade, nun ist er wieder Nr. 3. Go Roger go in London
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  • Kommentar von Claude Tenreb, Zürich
    Lieber zwischendurch eine Pause einlegen und dafür bei den wirklich wichtigen Turnieren wie den ATP-Finals und den Grand Slams angreifen. Sicherlich müsste einiges mehr zusammen passen als früher, damit RF noch ein Grand Slam gewinnt. Aber auch der Djoker kann mal auf einen Underdog treffen, der ihn frühzeitig aus dem Turnier wirft. Vielleicht wäre es besser, RF trifft bereits im Viertelfinal auf den Djoker. Also ein paar Ränge verlieren wäre nicht sonderlich schlimm ;-).
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  • Kommentar von H. Atkinson, Rheinfelden
    Schade das Roger ausgeschieden ist. Aber John Isner ist,wenn er so stark ist wie heute, sehr schwer bei zu kommen. Roger hat jetzt genug Zeit sich zu erholen, damit er wieder fit ist für London. Und für das Turnier, dem letzten d.J., muss er fit sein. Kopf hoch.
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