Nach 2 abgewehrten Matchbällen: Wawrinka schafft die Revanche

Nach dreieinhalb Wochen Pause und dem Achtelfinal-Aus in Melbourne ist Stan Wawrinka mit einem harzigen 3-Satz-Sieg auf die ATP-Tour zurückgekehrt. In Marseille rückte der Romand gegen Sergej Stachowski auch die Tennis-Hierarchie zurecht.

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Wawrinka schlägt in Marseille Sergej Stachowski

0:16 min, vom 17.2.2016

  • 97:92 Punkte zeugen von einem zähen Duell
  • Wawrinka musste 2 Matchbälle abwehren, ehe er der Partie mit dem 2. Matchball selbst ein Ende setzte

Gleicher Ort, gleicher Gegner: Vor einem Jahr bezog Stan Wawrinka in der Stadt am Golfe du Lion seine bislang einzige Niederlage gegen Sergej Stachowski. Mit einem 6:4, 3:6, 6:4 hinderte der Ukrainer den Waadtländer damals am Halbfinal-Einzug.

Sergej Stachowski spielt eine doppelhöndige Rückhand.

Bildlegende: Sergej Stachowski Der Ukrainer hielt erfolgreich dagegen. Imago

Diese Pleite ist nun ausgemerzt. Beim erneuten Rendezvous setzte sich die Weltnummer 4 gegen den um 77 Plätze schlechter klassierten Stachowski nach wiederum umkämpftem Schlagabtausch mit 6:4, 4:6 und 7:6 (10:8) durch.

Sich dagegen gestemmt

Wawrinka wirkte phasenweise sehr abgebrüht und sorgte dank dieser Qualität für die Differenz. So lag er im 1. Umgang beim Stand von 3:3 und eigenem Aufschlag 0:40 zurück, ehe er sich mit 5 Punkten in Folge aus der Umklammerung des Gegners löste. Seine erst 2. Breakchance nutzte er prompt zum Satzgewinn.

«  So zu gewinnen ist natürlich ideal fürs Selbstvertrauen. »

Stan Wawrinka

Nach dem Satzausgleich drohte dem 30-Jährigen die Partie zu entgleiten, umso mehr da er zu Beginn des 3. Durchgangs seinen Aufschlag zum 1:2 abgeben musste. Doch der 2-fache Grand-Slam-Champion schaffte postwendend das Rebreak.

Ein dramatisches Tiebreak

Das Match fand sein Ende in einem aufwühlenden Tiebreak. Dieses war für Wawrinka, wie die gesamte Partie, ein Auf und Ab. Nach einer 4:1-Führung des Schweizers kam Stachowski zurück und erspielte sich 2 Matchbälle. Doch der Schweizer hielt dagegen und setzte mit einem Rückhandwinner den Schlusspunkt. «Es war nicht einfach. Aber so zu gewinnen ist natürlich ideal fürs Selbstvertrauen», sagte der Waadtländer hinterher.

Nächster Gegner – ein Lokalmatador

Wawrinkas Viertelfinal-Gegner wird erst am Donnerstagnachmittag ermittelt. Mit Sicherheit trifft der Romand auf einen Einheimischen. Zur Auswahl stehen Benôit Paire (ATP 22) oder Überraschungsmann Vincent Millot (ATP 196).

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 17.02.2016 18:45 Uhr