Nadal ist zurück auf dem Sandthron – nun lockt der Weltthron

Rafael Nadal ist auf Sand wieder das Mass aller Dinge. Auch wenn es den Spanier selber nicht interessiert: Gar die Rückeroberung der Nummer 1 scheint in dieser Form möglich.

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Nadal: «Sehr emotionale Zeit für mich»

0:52 min, vom 15.5.2017

15 Siege in Serie: Rafael Nadal bleibt in diesem Jahr auch nach Madrid auf seiner Lieblingsunterlage ungeschlagen. Früher wäre das für den Mann, der auf Sand bereits Serien von 30, 33, 37 und 81 (!) Matches – der längsten Siegesserie überhaupt – aufgestellt hat, nicht weiter besonders gewesen.

«  Eigentlich wollte ich die Trophäe mit nach Hause nehmen ... »

Rafael Nadal

Doch der Sandplatzkönig wurde seinem Titel - auch Verletzungen geschuldet - in den letzten Jahren nicht mehr immer gerecht. Ein Titel-Hattrick wie heuer gelang Nadal zuletzt 2013. In den letzten sechs Jahren gewann er auf der roten Asche «nur» gerade zehn Turniere.

Nun scheint der «Rey de la Tierra» zurück zu sein. Nicht nur gewinnt er Titel am Laufband, er tritt auch bestechend auf:

  • Von 32 gespielten Sätzen gewann Nadal 30.
  • In Matches gegen Top-20-Spieler gab er noch keinen Satz ab.
  • Schwergewichte wie Novak Djokovic oder Dominic Thiem fegte er regelrecht vom Platz.

Mit dem 30. Masters-1000-Titel (Rekord von Novak Djokovic egalisiert) stockt Nadal zudem sein Punktekonto auf und überholt Roger Federer sowohl im ATP-Ranking (neu Vierter) als auch in der Jahreswertung (neu Erster).

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Nadals Emotionen in Madrid

0:19 min, vom 15.5.2017

Das Ranking interessiert den Spanier wenig, wie er nach seinem Sieg gesteht. Wichtig seien ihm in erster Linie Titel wie jener in Madrid, «alles andere ist zweitrangig». Nun erfreue er sich an seiner Trophäe: «Eigentlich wollte ich sie mit nach Hause nehmen, aber offenbar muss ich sie hier lassen.»

Aussichten auf den Weltthron

Auch wenn Nadal sich hütet, seine Gedanken über eine allfällige Rückeroberung der Weltnummer 1 preiszugeben: Die Möglichkeit muss zumindest bald schon in Betracht gezogen werden.

Andy Murray und Novak Djokovic, die Dominatoren der letzten Jahre, schwächeln. In der Jahreswertung nehmen sie nach fast 5 Monaten Spielzeit die Plätze 11 respektive 16 ein – eine derart schlechte Platzierung der Weltnummern 1 und 2 gab es in den letzten Jahren nie.

Zudem zeigte Nadal mit den Finaleinzügen in Acapulco und vor allem Miami, dass er auch auf weniger körnigen Unterlagen gross aufspielen kann. Kann er diese Form für die Rasensaison konservieren und bleibt er gesund, scheint alles möglich.

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Die Highlights bei Nadal - Thiem

1:54 min, vom 15.5.2017

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachrichten, 12.05.2017, 18:00 Uhr