Nadal lässt Wawrinka klar abblitzen

Stan Wawrinka hat im Duell um den Halbfinal-Einzug am ATP-1000-Turnier in Schanghai gegen Rafael Nadal klar den Kürzeren gezogen. Bei der 2:6-, 1:6-Klatsche wirkte er körperlich nicht in Bestform.

Stan Wawrinka ist zurück im alten Fahrwasser. Ein Dutzend Mal hatte er auf der ATP-Tour zwischen 2007 und 2013 vergeblich Anlauf genommen gegen Rafael Nadal. Nicht ein einziger Satzgewinn lag für ihn gegen die dominante ehemalige Nummer 1 drin.

2014 schaffte der unermüdliche Romand den Turnaround. Er schlug Nadal bei seinem 1. Grand-Slam-Triumph in Melbourne im entscheidenden Spiel, dieses Jahr liess er im Viertelfinal von Rom den 2. Sieg in Serie folgen.

Wenig Ruhezeit

Beim 15. Direktvergleich anlässlich des Schanghai-Viertelfinals gab es für Wawrinka nun wieder nichts mehr zu holen. In lediglich 63 Minuten wurde die Weltnummer 4 vom formstarken Mallorquiner, der im Ranking 3 Positionen weiter hinten folgt, mit 2:6 und 1:6 abgefertigt.

«  Die generelle Müdigkeit hat sich ausgewirkt. »

Der Waadtländer konnte nur in der Startphase bis zum 2:2 mithalten, danach schwammen ihm die Felle davon. Der Spanier gewann bis zum 5:0 im 2. Satz 9 Games in Folge. Die Basis im Spiel des Schweizers – die 1. Aufschläge – funktionierte mit einer Quote von 47 Prozent überhaupt nicht.

Zudem erweckte ein fehleranfälliger Wawrinka den Anschein, als sei er körperlich nicht auf der Höhe. «Die generelle Müdigkeit der letzten 10 Tage hat sich heute ausgewirkt. Ich brauchte in Tokio viel Energie und gestern gegen Marin Cilic erneut», sagte der zweifache Grand-Slam-Champion.

Am Donnerstag war er gegen Cilic bis spätabends noch auf dem Platz gestanden und hatte sich danach an der Pressekonferenz um 22:30 darüber beschwert, dass sein Viertelfinal schon wieder für den folgenden Nachmittag (Ortszeit) angesetzt worden war.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 15.10.2015 22:20 Uhr

Federer schlägt Wildcard aus

Trotz seinem frühen Aus in Schanghai wird Roger Federer im Herbstprogramm kein weiteres Turnier aufnehmen. Der Veranstalter von Wien (ab 17. Oktober) reservierte für die Weltnummer 3 eine Wildcard. Der zweifache Sieger des Events in Österreichs Hauptstadt sagte aber ab und will sich stattdessen auf die Vorbereitung für Basel konzentrieren.