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ATP-Tour Neuauflage des Basel-Finals zwischen Federer und Del Potro

Roger Federer steht nach einem hart erkämpften Dreisatzsieg über den Kanadier Vasek Pospisil im Final der Swiss Indoors Basel. Am Sonntag kommt es in der St. Jakobshalle zur Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr gegen Titelverteidiger Juan Martin Del Potro.

Über zweieinhalb Stunden mussten sich die Zuschauer in der St. Jakobshalle gedulden, ehe sie Federers 10. Finaleinzug bejubeln konnten. Der Schweizer setzte sich nach hartem Kampf gegen Pospisil mit 6:3, 6:7 und 7:5 durch.

Knackpunkt im zweiten Satz

Dabei war Federer lange Zeit auf bestem Weg zu einem Zweisatzsieg. Beim Stand von 5:3 im zweiten Satz konnte der Schweizer zum Matchgewinn aufschlagen.

Doch just in diesem Game baute Federer ab und Pospisil fand mit seinem zweiten Breakball überhaupt zurück ins Spiel. «Mit einem Fehler erlaubte ich ihm, auf 15:15 auszugleichen. Und danach spielte er ein starkes Game», beschrieb Federer den Moment, der das Spiel in eine neue Richtung lenkte. Pospisil erzwang das Tiebreak. In diesem behielt der 23-jährige Kanadier mit 7:3 die Oberhand, nachdem Federer ein 0:3 wettgemacht hatte.

Hochspannung bis zum Schluss

Es kam noch dicker für Federer: Pospisil legte im dritten Satz mit Break zum 3:1 vor. Doch der fünffache Basel-Sieger antwortete umgehend mit dem Re-Break. Die Entscheidung führte Federer mit einem weiteren Service-Durchbruch zum 6:5 herbei. Nach 2:40 Stunden schlug er schliesslich erfolgreich zum Matchgewinn auf.

«Das ist ein spezieller Moment. Für solche Siege lohnt sich das harte Training», freute sich Federer nach getaner Arbeit.

Erneut gegen Del Potro

Am Sonntag kommt es zur Neuauflage des Finals aus dem Vorjahr zwischen Federer und Titelverteidiger Juan Martin Del Potro. «Er ist der schwerstmögliche Gegner, das wird ein ganz hartes Spiel», blickte Federer voraus. Trotz des langen und kräfteraubenden Halbfinals fühle er sich körperlich bestens und freue sich auf das Match, erklärte der Herausforderer.

Del Potro setzte sich in seinem Halbfinal gegen den Franzosen Edouard Roger-Vasselin mit 6:4, 4:6 und 6:2 durch. Der Argentinier agierte fehlerhafter als gewohnt. Vorab im zweiten Satz gelang ihm bei eigenem Aufschlag nur wenig. Er kassierte zwei Breaks und musste seinen ersten Satz im Turnier abgeben.

Im Entscheidungssatz stellte Del Potro die Hierarchie zwischen den Weltnummern 5 und 65 wieder her. Er zog gleich auf 4:0 davon und liess dem Wawrinka-Bezwinger keine Chance mehr.

17 Kommentare

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  • Kommentar von CES, Aarau
    Der neue Alpinchef Rudi Huber heute in der NZZ am Sonntag: "Mir fällt auf, dass in der Schweiz nicht so gern über das Positive gesprochen wird. Das liegt wohl im Naturell der Leute. Was gut ist, gilt als normal - aber wenn etwas nicht passt, hebt man das sofort heraus." Mit Bezug auf Tennis und gewisse Kommentare zu RF würde ich diese (zurückhaltende, aber zutreffende) Aussage erheblich verschärfen: Man trampelt lustvoll auf jemandem herum, der Schwächen zeigt, egal, was er bisher geleistet hat.
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  • Kommentar von dave, laufen
    Das wird wohl ein Fight heute. Ich hoffe RF schafft die Revanche! Ich würde es ihm so sehr gönnen. Hoffentlich packt er heute sein bestes Returnspiel aus...!
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    1. Antwort von JoJo, SO
      ja ich denke da haben sie recht. die qualität des returns wird ein schlüsselfaktor sein für RF heute. ich find es toll dass er im final ist. mehr matchpraxis kann sich nur positiv für ihn auswirken. ein sieg wäre natürlich umso besser. aber das wird sicher schwierig sein. den turm von tandil zu breaken ist wahrlich kein zuckerschlecken.
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  • Kommentar von Wellington Iten, Winterthur
    Gut zusammengefasst und spannend kommentiert von der Sprecherin, der Kurzbericht - mehr davon :)
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