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ATP-Tour Neue Regeln: Schnelles Spiel, kaum Konfliktpotenzial

An den «Next Gen ATP Finals» der besten Youngsters werden neue Regeln getestet. Das sind die ersten Eindrücke.

Daniil Medwedew schlägt eine Vorhand
Legende: Mit neuen Regeln zum Sieg Daniil Medwedew in Mailand. Imago

Im 1. Spiel in Mailand setzte sich Medwedew gegen Chatschanow mit 2:4, 4:3 (7:5), 4:3 (7:3), 4:2 durch. Folgend 5 Beobachtungen:

  • Das Spielfeld ohne Doppellinien wird komplett von Hawk-Eye überwacht. Die «Out»-Rufe ertönen aus dem Lautsprecher, Linienrichter und Challenges gibt es nicht. Ein strittiger Ball, der die Linie noch streifte, wurde auf dem Monitor nochmals eingespielt.
  • Das neue Zähl-Format (4 Games reichen zum Satzgewinn) hat es in sich: Durch das Sudden-Death-Deuce wird es einfacher, ein Break zu realisieren. Es bleibt aber auch weniger Zeit, einen Breakrückstand aufzuholen. Im 1. Satz hatte bei 3:2, 40:40 Chatschanow Satz- und Medwedew gleichzeitig Breakball.
  • Die Spielzeit von 1:50 Stunden liegt deutlich unter einem 4-Sätzer auf 6 Game-Gewinne.
  • In den Satzpausen nutzten beide Spieler die Möglichkeit, mit ihren Coaches via Headset in Verbindung zu treten. Die TV-Zuschauer konnten mithören. Effekt: gering.
  • Die Shot Clock (max. 25 Sek. Zeit zwischen den Ballwechseln) hatte keinen Einfluss. Beide Spieler gelten aber als speditiv.

12 Kommentare

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  • Kommentar von urs bernhard (neni)
    Die neuen Regeln haben für mich neben vielen positiven Aspekten einen ganz klaren Nachteil. Durch die Verkürzung des Matches geht ein grosser Teil der physischen Beanspruchung verloren was insbesondere Spieletypen wie Stan Wawrinka oder Kei Nishikori sowie andere Marathon-Spieler einen ihrer wichtigsten Trümpfe wegnehmen würde.
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  • Kommentar von Thomas Spirig (lalelu)
    mit den regeln kann ich im grossen ganzen wenig bis gar nichts anfangen. insbesondere die kurzsätze und kein deuce gehen meiner meinung nach gar nicht.
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  • Kommentar von Georg Schneider (Merguez)
    Die neuen Regeln bzgl. Netzberührung und Hawk-Eye finde ich gut. Das Kürzen auf 4 Gewinnspiele pro Satz bei gleichzeitigem Aufheben des Deuce finde ich hingegen bedenklich; da würden die Spiele zeitlich enorm gekürzt werden und der Faktor Ausdauer/Durchhaltevermögen würde quasi komplett aus dem Tennissport gestrichen werden - vor allem bei den GrandSlams, bei welchen man sich die Hoffnung auf grandiose 5h+-Spiele machen durfte. Solche epischen Matches wären dann definitiv Geschichte.
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