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ATP-Tour Roger Federer: Das Warten auf den grossen Sieg

Nahe dran, aber nicht nahe genug: Roger Federer hat in Toronto in seinem 120. Final seinen 80. Turniersieg verpasst. Sein Auftritt gegen Jo-Wilfried Tsonga war etwas symptomatisch für seine Performance in den letzten zwei Jahren.

Roger Federer
Legende: Wann klappt es wieder? Ein nachdenklicher Roger Federer im Final von Toronto. Keystone

Vorwerfen kann sich Roger Federer nicht viel. Der Baselbieter spielte in Toronto ein gutes Turnier und war auch im Final gegen Jo-Wilfried Tsonga in beiden Sätzen nah dran. Er traf aber auf einen formstarken Gegner, der zuvor schon Novak Djokovic und Andy Murray bezwungen hatte.

Legende: Video Roger Federers Final-Analyse (englisch) abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Vom 11.08.2014.

«Ein ganz neues Turnier»

Und der einen Vorteil hatte: Im Unterschied zu Federer kannte der Franzose die Umstände in der Nachmittags-Session. «Die Bedingungen waren schwierig für mich. Es war schneller als in den Night Sessions», analysierte Federer nach dem Final. «Das war wie ein neues Turnier für mich.»

4 Top-Finals, 4 Niederlagen

Zum 4. Mal in diesem Jahr hat der Schweizer nun einen wichtigen Final verloren. In Indian Wells und Wimbledon war er Novak Djokovic unterlegen, in Monte Carlo Stan Wawrinka. Zwei Jahre ist es schon her, seit Roger Federer ein grosses Turnier (Grand Slam, World Tour Finals, ATP 1000) gewonnen hat. 2012 setzte er sich in Cincinnati durch.

«Big points» und «big games» zu gewinnen, war lange Roger Federers grosse Stärke. Im Toronto-Final war dies nicht der Fall. Sein wichtiges 6. Aufschlagsgame im 1. Satz brachte er nicht durch, im Tiebreak des 2. Umgangs hielt er bis zum 3:3 mit, ehe er 4 Punkte in Folge verlor.

Mühe als Returnspieler

Den Gegner - und vor allem dessen Service - zu lesen, war ein weiterer entscheidender Faktor bei Federers früheren Siegesserien. Gegen Tsongas Aufschlag war er weitgehend chancenlos und konnte sich keinen Breakpunkt erarbeiten.

«Jo servierte stark. Und wenn er das tut, ist es immer hart», meinte Federer. «Aber auf seinen 2. Aufschlag müsste ich eigentlich mehr Druck ausüben können.» Insgesamt machte er als Returnspieler nur gerade 15 Punkte.

Nun nach Cincinnati

Nun folgt für Federer das Turnier in Cincinnati, der Stätte seines letzten grossen Sieges. Auf Tsonga kann er frühestens im Final treffen.

Grosse Turniersiege der letzten 2 Jahre

Novak Djokovic11
Rafael Nadal9
Andy Murray3
Stan Wawrinka2
Roger Federer1
David Ferrer1
Jo-Wilfried Tsonga1

Sendebezug: SRF zwei, 10.8.14, «sportlive», 21:00 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von Tarek Badaoui, Dubai
    ich glaube, ihr habt eine wichtige Sache vergessen. RF ist mittlerweile 33 Jahre alt und stolzer Vater von 4 Kindern. Gibt es noch einen Weltranglistenspieler unter den Top-Ten, der dieses Alter bereits erreicht hat und mit einer Familie lebt? Damit will ich sagen, dass dieser geniale Spieler nicht mehr auf jedes Turnier faehrt wie seine juengeren Kontrahenten, sondern kuemmert sich auch um seine 6-koepfige Familie - und spielt trotzdem noch in der Weltspitze mit. genialer Spieler - RF
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  • Kommentar von Pia Müller, 9443 Widnau
    Was würden denn die "dauernden RF Verurteiler" noch schreiben können, wenn Roger Federer in Toronto gewonnen hätte... Er hat die ganze Woche super gespielt: Aufschlag, Beinarbeit, super schnelle Reaktionen ! Roger Federer stand wieder im FINAL, doch es kann nur EINER gewinnen und Tsonga spielte diese Woche genial stark. Es gab für Tsonga auch schon andere Zeiten. RF spielt dieses Jahr wieder wie ein Herrgott !
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  • Kommentar von GiSp, Winterthur
    Einfach lächerlich wie einige hier wieder über RF schreiben. 3. im Tennis Ranking, von einem Land mit knapp 8. Mio Einwohner, bei den man schon froh sein kan einen Spieler in den Top 200 zu haben, wir haben zwei in den Top 4, er erreicht nach einer entäuschenden Saison praktisch immer den Final und wir beschweren uns immernoch? Was wollen wir den noch?! Klar er hat gegen Tsonga nicht gut gespielt, aber das ist Sport, Punkt! Wieso können wir nicht einfach stolz auf unseren Schweizer sein?!
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