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ATP-Tour Tomic: «Dieser Matchball interessiert mich nicht»

Bernard Tomic ist ein talentierter Tennisspieler. Aber auch ein launenhafter. In Madrid leistete sich der australische «Bad Boy» wieder eine Eskapade.

Tomic hält das Racket verkehrt herum

1. Runde in Madrid: Bernard Tomic liegt gegen Fabio Fognini 2:6, 4:5, 0:40 zurück und hat Matchball gegen sich. Der Australier stellt sich hin und erwartet den Aufschlag des Italieners. Doch statt das Racket wie jeder andere am Griff zu halten, hält er es am Schlägerkopf.

Die Chancen, den Ball mit dem Griff anständig zu retournieren sind auch bei einem Profi klein. Fognini schlägt denn auch ein Ass, Tomic bewegt sich nicht einmal zum Ball hin.

Würde es dir nicht auch so gehen, wenn du 23-jährig und über 10 Millionen Dollar wert wärst?
Autor: Bernard Tomiczu einem Journalisten

Auf die Frage, weshalb er den Match «weggeschenkt» habe, antwortete Tomic dem Journalisten des Gold Coast Bulletins: «Dieser Matchball interessiert mich nicht. Würde es dir nicht auch so gehen, wenn du 23-jährig und über 10 Millionen Dollar wert wärst?»

Olympia in Gefahr?

Mit seinem Auftreten und dieser Aussage hat Tomic keine weiteren Fans dazugewonnen, soviel steht fest. Auch seine Chancen, im August bei Olympia in Rio dabei zu sein, sind nicht unbedingt grösser geworden. Der nationale Tennis-Dachverband Tennis Australia hat mit dem Australischen Olympischen Komittee unter anderem vereinbart, nur Athleten mit «einem guten Ruf» für Rio vorzuschlagen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 4.5.16, 20:00 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von Travis Bickle, Frankfurt am Main
    Also zum spiel. Djokovic und nadal haben beide sehr sehr gut gespielt. Nadal bewegt sich wieder wie früher. Djokovic hat auch wieder seine agrisivität gefunden. Beide treffen sich wohl im finale. Für die french open werden beide wieder im top form sein.
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  • Kommentar von M.Keller, Olten
    Soweit zum Thema Vorbilder im Sport. Mag sein, dass dies mit dem Schläger für die Zuschauer lustig ist. Aber dies hat nichts mit dem nötigen Respekt, der im Sport überall gefordert wird, seinem 'Gegenüber' zu tun. Deshalb sollte er unbedingt für Rio gesperrt werden und zudem mindesten 50 Tausend Dollar (tun ihm ja nicht weh, dem 10 Mio schweren Bubi) an eine Jugendförderung spenden müssen.
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  • Kommentar von Eugen Baumgartner, 4153 Reinach BL
    Bernhard Tomic verstößt gegen seinen Gegner Fabian Fogini beim Matchball in Madrid eindeutig gegen die Benimmregeln der Welttennisorganisation. Seine Finte bezweckt dem Gegner die Konzentration zu zerstören. Wie lange geht es noch, bis Tomic für eine Auszeit bestraft wird? Eugen Baumgartner, BL
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    1. Antwort von Joel, Thurgau
      Bei diesem Stand bringt es wohl nichts mehr, die Konzentration des Gegenübers stören zu wollen. Tomic hatte das Match bereits abgeschrieben. Genau das, nämlich die Konzentration des Gegenüber stören zu wollen, ist der Gameplan von Fognini. Spiel für Spiel dasselbe. Er schlurft desinteressiert rum nur um doch plötzlich wieder vollen Einsatz zu geben. Verzögert wo er kann, flucht, lamentiert mit dem Schiedsrichter oder täuscht Verletzungen vor. Man sollte Tomic hier nicht zu stark verurteilen.
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