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ATP-Tour Übertrifft Djokovic heuer Federers Traumjahr 2006?

In Schanghai bestritt Novak Djokovic sein 13. Endspiel in Serie und realisierte dabei den 9. Turniersieg im Jahr 2015. Spielt der Serbe aktuell sogar noch dominanter als Roger Federer zu seiner absoluten Blütezeit?

Djokovic (links) und Federer (rechts) stemmen je einen Pokal in die Höhe
Legende: Ewige Rivalen Djokovics Siegesserie 2015 erinnert an den überragenden Federer von 2006. Keystone

Auf Dramatik an der Weltspitze des Männertennis hofft man derzeit vergeblich. Die ATP-Nummer 1 Novak Djokovic spielt 2015 in einer eigenen Liga und heimste am Sonntag gegen Jo-Wilfried Tsonga mühelos seinen 9. Titel im diesem Jahr ein.

Die erfolgreichste Saison der Geschichte?

Handelt es sich beim aktuellen Lauf des Serben gar um die grösste Dominanz in der Geschichte des professionellen Männertennis? Ein Vergleich mit Roger Federers erfolgreichstem Jahr 2006 drängt sich auf.

Djokovic 2015 vs. Federer 2006 (nur Spiele bis 18. Oktober)

DjokovicFederer
Turniersiege 99
Grand-Slam-Titel33
ATP-1000-Titel54
Siege7377
Niederlagen55

Djokovic heute und Federer vor 9 Jahren – diese Gegenüberstellung gleicht einem «toten Rennen». Beide schrammten nur durch eine Final-Niederlage in Paris am Gewinn des Grand-Slams vorbei und verloren bis Mitte Oktober gerade einmal 5 Matches.

Leichte Vorteile für Federer in punkto Konstanz

Der Serbe hat zwar heuer einen ATP-1000-Titel mehr vorzuweisen als Federer 2006, musste sich dafür aber 4 unterschiedlichen Gegnern beugen. Der Schweizer hingegen scheiterte damals – abgesehen von einem Ausrutscher gegen Andy Murray – stets an Rafael Nadal auf Sand.

Djokovic vs. Federer

Djokovic 2015 oder Federer 2006 - welche Saison ist beeindruckender?
  1. Djokovics 2015 ist ohne Vergleich
    %
  2. Federers 2006 bleibt unübertroffen
    %
  3. «Deuce» - keiner hat die Nase vorn
    %

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Djokovic darf sich keine Patzer mehr erlauben

Und abgerechnet wird bekantlich erst am Schluss. Will Djokovic auch am Jahresende dem Vergleich mit Federer noch standhalten können, braucht er dafür einen makellosen Schlussspurt. Der Baselbieter entschied seine verbleibenden 15 Matches 2006 nämlich allesamt für sich und beendete das Jahr mit 12 Titeln und total 92 Siegen.

Legende: Video «Tennis: ATP Schanghai, Final Djokovic - Tsonga, Highlights (SNTV)» abspielen. Laufzeit 3:03 Minuten.
Vom 18.10.2015.

Sendebezug: Radio SRF 3, Mittagbulletin, 18.10.2015, ab 12:40 Uhr

42 Kommentare

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  • Kommentar von H. Lins, Konstanz
    Man muss sich mal vor Augen führen, in welches Konkurrenzvakuum Roger in 2003 gestossen ist. Die Jahresend-Nr.1 v. 2000 Kuerten, 2001+2002 Hewitt, 2003 Roddick haben ihre letzten GS-Titel (jeweils 1) in 2001 GK, in 2002 LH, in 2003 AR geholt. Danach haben diese noch jungen Spieler nie mehr einen GS geholt u. Roger konnte schalten und walten wie er wollte! Bis Nadal ihn auf Hartplätzen besiegte...dann war es mit der Herrschaft von Roger vorbei. Novak hat diese Konkurrenz dann nochmals verschärft.
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    1. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Roger Federer hatte bis ca. 2006 absolut Null Konkurrenz!
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    2. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Warum ihn so viele (auch Tennisexperten) dennoch jahrelang als Besten aller Zeiten verkauft haben?!?
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    3. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Ab 2008 hat Roger Federer fast keinen GS-Titel mehr gewonnen! Und wenn, dann gegen Murray, Söderling... und nie gegen Nadal oder Djokovic!
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    4. Antwort von H. Lins, Konstanz
      Die Abstimmung mit 52% für "Federers 2006 bleibt unübertroffen" ist nach der obigen Darstellung der tatsächlichen Umstände in 2006 für mich nicht nachvollziehbar. Man sollte die sportlichen Leistungen von Roger und Novak fair vergleichen u. andere Gesichtspunkte aussen vor lassen.
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    5. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Wobei wenn man fair bleiben will, hat Djokovic 2015 auch wenig starke Konkurrenz! Federer hat stark abgebaut und ist gealtert und Nadal ein Schatten seiner selbst!
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  • Kommentar von Mario Lommer, zürich
    um es mit den Worten von Heinz Günthart zu untermauern: " Man ist nur so stark, wie es der Gegner zulässt" - ergo wenn er abbaut ist man logischerweise auch stärker bzw. dominanter. Sollte zumindest einleuchten.
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    1. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Aber Federer hat deutlich abgebaut und nur darum ist Djokovic so stark! Federer hat heute zu viel Risiko im Spiel und seine Kaltschnäuzigkeit z.B. bei wichtigen Punkten hat er verloren! Er hat auch mental nochmals abgebaut!
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    2. Antwort von Travis Bickle, Frankfurt am Main
      was mir aufgefallen ist im tennis Sport ist das- Tennis spieler entwickeln sich im alter von 20-27 am extremsten, ab alter 27, 28 ist es meistens nur noch die Fittens woran man arbeiten kann. Federer wurde damals anders geprüft als djokovic .Federer hatte damals nur nadal als Konkurrent. Djokovic wurde ganz anders geprüft, er hatte einen murray, federer, nadal , so konnte Novak sein spiel immer weiter entwickeln.
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    3. Antwort von Travis Bickle, Frankfurt am Main
      Federer hat im alter von 28 jahren die Dominanz verloren- ist als Tennis spieler auch ganz normal wenn man mit ehemaligen topspieler vergleicht aber djokovic ist auch in dem alter 28 und seine dominaz wird immer größer. djokovic spiel wird immer besser sogar vorne am netz was mich sehr überrascht. Mir persönlich spielte federer 2012 sein bestes Tennis und in diesem jahr von wimbl bis us open,
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  • Kommentar von H. Lins, Konstanz
    Nach wichtigen Turnieren hat Novak bis jetzt ein 1000-er Turnier mehr gewonnen. Sollte er die World Tour Finals gewinnen, wovon ich überzeugt bin, hätte er ein 1000-er Turnier mehr gewonnen als Roger in 2006. Und damit wird er die erfolgreichste Saison im Männertennis abschliessen. Dass Roger in 2006 mehr unwichtige kleine Turniere gewonnen hat, wiegt das eine 1000-er Turnier von Novak nicht auf. Man darf auch gespannt sein, ob Novak noch beim Masters in Paris spielen wird.....
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