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ATP-Tour Wawrinka stellt sogar Federer in den Schatten

Trotz der Finalniederlage gegen Rafael Nadal in Madrid kann Stanislas Wawrinka (ATP 10) auf zwei denkwürdige Wochen zurückblicken. Vor dem Turnier in Rom hat der 28-Jährige für einmal auch gegenüber Roger Federer (ATP 3) die Nase vorne.

Obwohl Roger Federer Andy Murray an sich vorbeiziehen lassen musste, lohnt sich ein Blick auf die ATP-Weltrangliste. Zum ersten Mal seit 2008 sind 2 Schweizer in den Top 10 des Rankings vertreten. Stanislas Wawrinka feiert nach fast 5 Jahren Absenz sein Comeback im elitären Zirkel des Herrentennis.

Auch dank dem Turniersieg in Estoril sowie der Finalqualifikation in Madrid - wo er unter anderem 3 Top-10-Spieler schlug -  hat Wawrinka bereits 25 Saisonsiege auf dem Konto. So stark war der Mann aus Lausanne noch nie gestartet. «Ich erlebe momentan die beste Phase meiner Karriere», sagt Wawrinka denn auch wenig überraschend.

Federer im Schatten von Wawrinka

25 Siege - eine Marke, an die Federer nicht annähernd herankommt. Der Baselbieter steht nach dem frühen Out in Madrid bei nur 14 Erfolgen. Der mässige Saisonstart schlägt sich auch im Jahresranking nieder, welches zur Teilnahme an den World Tour Finals in London berechtigt. Federer belegt derzeit lediglich Rang 11 und wurde in der Zwischenzeit auch von Wawrinka überholt, der sich bis auf Platz 6 vorgekämpft hat.

Wawrinka will aber nichts von einer Wachablösung im Schweizer Tennis wissen. «Federer ist die Nummer 3 der Welt, er ist weit voraus. Es ist auch nicht mein spezielles Ziel, im Ranking vor ihm zu liegen», sagt er gewohnt bescheiden.

Wawrinkas gute Erinnerungen an Rom

Beim ATP-1000-Turnier in Rom will Wawrinka seine tolle Form erneut unter Beweis stellen. Er trifft am Dienstag auf den argentinischen Qualifikanten Carlos Berlocq. An die ewige Stadt hat der Romand gute Erinnerungen: 2008 kämpfte er sich bis ins Endspiel vor, wo er Novak Djokovic in 3 Sätzen unterlag.

Niederlagen gegen Djokovic in Rom kennt auch Federer. 2009 und 2012 musste sich die Weltnummer 3 jeweils dem Serben beugen. Rom ist neben Monte-Carlo und Schanghai das einzige Masters-Turnier, das der 17-fache Grand-Slam-Champion trotz zwei Finalqualifikationen (2003 und 2006) noch nie gewinnen konnte.

Federer will Selbstvertrauen tanken

Für Federer geht es im «Foro Italico» darum, den letzten Test für die in zwei Wochen beginnenden French Open erfolgreich zu gestalten. «Ich muss klarer und mit mehr Selbstvertrauen ans Werk gehen. Sonst werde ich gegen Viele Mühe haben», fand Federer in Madrid nach der Niederlage gegen Kei Nishikori klare Worte. Als erster Prüfstein wartet in Runde 2 der Italiener Potito Starace (ATP 293).

Legende: Video Halbfinal Rom 2012: Federer - Djokovic («sportaktuell») abspielen. Laufzeit 3:03 Minuten.
Vom 20.05.2012.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Aron Müller, Zurich
    Nadal dopt und der Rest flopt!
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  • Kommentar von Agnes Falk, Katy/TX
    Congrats an Stanislas Wawrinka. Sensationell! Toi Toi Toi fuer den Rest der Saison. Wusste schon immer, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis Stanislas auch "die ganz Grossen" schlaegt. Wie sich gewisse Leute anmassen, Roger Federer irgendwelche Tips bezueglich seiner Karriere und seines Spiels zu geben, ist einfach laecherlich! Ich geniesse jeden Match mit Roger's Beteiligung und hoffe auf viele mehr. Seine Variationen, seine Athletik sind einfach genial, keiner spielt das Game wie er.
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  • Kommentar von Bruno Kern, Derendingen
    Von einer Wachablösung im Schweizer Tennis zu sprechen oder zu denken ist ja zum lachen.
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    1. Antwort von ad, schweiz
      Trotzdem sind die goldenden Zeiten von Federer vorbei. Den richtigen Zeitpunkt für den Rücktritt scheint er wie viele alternede Sportstars zuvor verpasst zu haben...
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    2. Antwort von Bruno Kern, Derendingen
      Die gleichen Sprüche haben wir schon 2011 gehört. Und was kam 2012. Wie können Sie oder Wir beurteilen wann er aufhören soll.
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    3. Antwort von Mike, Schwyz
      Warum soll ein Sportler immer dann aufhören, wenn es am Besten läuft? Ist es kein würdiger Rücktritt, wenn Federer eines Tages in den TopTen liegend, ob jetzt an erster, fünfter oder zehnter Stelle, zurücktreten würde? Solange er ohne Probleme in den TopTen spielt, immer noch Freude am Tennis und Ziele vor Augen hat, sehe ich keinen Grund zurückzutreten
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    4. Antwort von skogar, schweiz
      warum soll man mit etwas aufhören das einem 1. sehr viel spass macht, 2. man sehr gut kann (also ich find als nr. 3, 5 oder 10 hat man immer noch sehr viele andere hinter sich), 3. neben der familie den lebensinhalt darstellt ??? das macht überhaupt keinen sinn und sind nur dummes geschwätz. sin denn goldene zeiten nur dann wenn roger nr. 1 ist? tatsache ist, dass roger wenn er sein bestes tennis zeigen kann immer noch mit abstand der beste ist und jeden, ja wirklich jeden an die wand spielt.
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