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ATP-Tour Wawrinka von Djokovic entzaubert

An den ATP World Tour Finals ist auch der 2. Schweizer Halbfinalist ausgeschieden. Sechs Stunden nach Roger Federer musste auch Stanislas Wawrinka den Traum vom Endspiel begraben. Er unterlag Novak Djokovic 3:6, 3:6.

Legende: Video «Highlights Djokovic - Wawrinka» abspielen. Laufzeit 3:51 Minuten.
Vom 10.11.2013.

Novak Djokovic war der verdiente Sieger. Ab dem 2. Satz war der Serbe überlegen und dominierte Stanislas Wawrinka klar. Der Romand versuchte zwar alles, wirkte aber zum Ende einer langen Saison sichtlich müde, was er nach dem Matchball auch bestätigte: «Ich hatte heute zu wenig Energie und kam oft zu spät. Das macht gegen ihn einen grossen Unterschied.»

Die Nummer 8 der Welt produzierte insgesamt viel zu viele Eigenfehler (34 im ganzen Match) und stand oft nicht richtig zum Ball. Ganz anders sein serbischer Konkurrent: Djokovic steigerte sich nach verhaltenem Startsatz markant und spielte im 2. Durchgang praktisch fehlerlos.

«Es war mit Abstand mein bestes Match an diesem Turnier», freute sich Djokovic. Der Lohn ist am Montag der Final gegen Rafael Nadal, der am Nachmittag Roger Federer ebenfalls in 2 Sätzen bezwungen hatte.

Legende: Video «Ballkind setzt sich auf Djokovics Bank» abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Vom 10.11.2013.

Besserer Start für Wawrinka

Ärgerlich an Wawrinkas Niederlage war, dass der 28-Jährige gegen einen zu Beginn zurückhaltend aufspielenden Djokovic eigentlich den besseren Start erwischt hatte. Mit einem Punkt am Netz sicherte er sich das frühe Break zum 2:1. Doch der Serbe reagierte postwendend. Nach einem von 18 unerzwungenen Wawrinka-Fehlern im 1. Satz stand es 2:2.

Auch beim vorentscheidenden Serviceverlust zum 3:5 half der Schweizer mit einem Vorhandfehler kräftig mit. Im darauf folgenden Game kam der Lausanner nochmals zu einem Breakball, doch Djokovic holte sich den Satz mit 6:3.

Im 2. Satz chancenlos

Der 2. Durchgang war dann eine klare Sache. Djokovic nahm Wawrinka gleich das 1. Servicegame ab und war danach der eindeutige Chef auf dem Platz. Er spielte druckvoll und variantenreich und liess den Romand nicht mehr zurück in die Partie kommen.

Am Ende der 84-minütigen Begegnung wies die Match-Statistik bei Wawrinka 14 Winner und 34 unerzwungene Fehler aus. Djokovic totalisierte zwar weniger direkte Gewinnschläge (11), leistete sich aber 20 «unforced errors» weniger als sein Gegner. Für Wawrinka war es die 14. Niederlage de suite gegen den 26-Jährigen.

Am Montag zum 39. Mal Nadal - Djokovic

Statt eines möglichen Schweizer Endspiels bekommen am Montag die Fans in London das eigentliche Traum-Endspiel zwischen der Weltnummer 1 Nadal und der Weltnummer 2 Djokovic zu sehen. Im Head-to-Head führt der Spanier 22:16.

22 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Imhof, Bern
    @Beobachter: Sollte Federer demnach doch definitiv zurücktreten? Dann kann er nur noch hoffen, dass Djokovic Nadal in den nächsten Jahren dominiert! Nur so ist der GS-Rekord von Federer gesichert! Djokovic dürfte die Marke von 17 GS nicht mehr erreichen!
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      Nadal wird den GS-Rekord von Federer auch mit einem starken Djokovic als Konkurrent knacken. Er ist erst 27 und in Paris dermassen dominant, dass er dort problemlos noch 4, 5 Siege einheimsen kann. Dazu ist er auf allen anderen Unterlagen ebenfalls sehr stark und wird noch das eine oder andere Wimbledon und U.S. Open abstauben. Auch in Australien sind ihm Siege nach wie vor zuzutrauen. Nadal wird das GS-Total auf über 20 Siege schrauben, wenn er einigermassen verletzungsfrei bleibt.
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    2. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Nochmals 5 Siege in Paris? Das glaube ich nun definitiv nicht! Er müsste ja noch 5 Jahre spielen und jedes Jahr gewinnen!
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    3. Antwort von Björn Christen, Bern
      Und was spricht dagegen, dass Nadal nicht noch 5 Jahre spielt (dann wäre er so alt wie jetzt Federer) und Paris noch 5 mal gewinnt? - Kein Spieler in der Geschichte des Tennis war auf einer Unterlage je dermassen dominant wie Nadal auf Sand in Paris.
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  • Kommentar von neutraler Beobachter, Schweiz
    Was nie erwähnt wird und ich als wichtig erachte ist, dass das Tennis in den letzten paar Jahren völlig gegen das Spiel von Roger entwickelt hat. Die Bälle springen viel höher ab und es wird möglichst versucht das Spiel langsam zu machen, daher wird die Tour nur noch von reinen Grundlinienspieler dominiert. Serve and Volley und auch der Slice ist nicht mehr so effektiv wie vor ein paar Jahren. Man hat da nach der Ära der grossen Aufschläger übertrieben.
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  • Kommentar von Ulrich Schuller, Zürich
    Ich bin nicht der Meinung, dass Nadal und Djokovic auf einem völlig anderen Level spielen. Nadal hat in diesem Turnier nicht so überragend oder gar überirdisch gespielt. Hier wird wieder einmal masslos übertrieben. Federer hat aber wie oft in dieser Saison zu unkonstant gespielt.
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