«Wie guter Rotwein»: Besondere Ballbehandlung in Gstaad

Eines der wichtigsten Tennis-Utensilien ist der Ball. Dem Umgang mit der gelben Filzkugel kommt in der Höhenluft von Gstaad eine ganz besondere Bedeutung zu.

Besonders in der Höhenluft von Gstaad.

Bildlegende: Auch ein Ball muss atmen Besonders in der Höhenluft von Gstaad. EQ Images

1050 Meter über Meer liegt Gstaad, Austragungsort der Suisse Open. Da der Luftwiderstand in dieser Höhe wesentlich geringer ist als auf Meereshöhe, müssen die Tennis-Profis ihr Spiel anpassen und dem Ball zusätzlichen Spin verleihen.

Auch die Spielgeräte selber müssen sich in der Höhe akklimatisieren. Damit die Filzkugeln möglichst optimale Flugeigenschaften erhalten, treffen sie bereits eine Woche vor Turnierbeginn in Gstaad ein und werden dort aus ihren Behältern genommen.

«So kann sich der Ball bereits an die dünne Luft gewöhnen», erklärt Stefan Hugi, Ball-Verantwortlicher beim ATP-Turnier in Gstaad. Eine Filzkugel frisch aus der Dose wäre zu lebendig und deshalb kaum spielbar. «Das ist wie bei einer guten Flasche Rotwein», sagt Hugi.

Nur Bogota liegt höher

Auf der ATP-Tour wurde in diesem Jahr nur einmal in noch höherer Lage gespielt, in der vergangenen Woche in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, auf über 2500 m. ü. M.

Der Sieg ging dabei an den Aufschlag-Riesen Ivo Karlovic (Kro), dem der geringe Luftwiderstand bei seinen 104 Assen während des Turniers sicher entgegenkam.