Zum Inhalt springen

Davis Cup Belgien - Schweiz: Alles offen nach Tag 1

Die Davis-Cup-Achtelfinalpartie zwischen Belgien und der Schweiz steht nach dem 1. Tag 1:1. Während Henri Laaksonen sein Einzel gegen Ruben Bemelmans gewinnen konnte, blieb Michael Lammer gegen Steve Darcis chancenlos.

Legende: Video Laaksonen überrascht, Lammer scheitert abspielen. Laufzeit 3:19 Minuten.
Aus sportaktuell vom 06.03.2015.

Nach rund 100 Minuten erfuhr das 1. Einzel der Begegnung Belgien - Schweiz eine erstaunliche und ebenso dramatische Wende. Henri Laaksonen nahm im 3. Satz seinem um 212 Weltranglisten-Positonen besser klassierten Gegner zum 2. Mal den Aufschlag zum 4:3 ab und kämpfte sich danach mit viel Biss in die Partie zurück.

0:2 lag der finnisch-schweizerische Doppelbürger zu diesem Zeitpunkt nach Sätzen bereits zurück. Im 1. Umgang wirkte er allzu fahrig und blieb beim 1:6 chancenlos. Danach fand der 22-Jährige den Tritt und zwang Bemelmans ins Tiebreak. Obwohl er mit Mini-Break geführt hatte, zog Laaksonen in der Kurzentscheidung hauchdünn mit 6:8 den Kürzeren. Vorzuwerfen brauchte er sich primär die zu hohe Fehlerquote mit 26 «unforced errors».

Legende: Video Laaksonen bezwingt Bemelmans (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 3:20 Minuten.
Vom 06.03.2015.

Von Verletzung profitiert

Erfreulicherweise konnte sich Laaksonen von diesem Rückschlag erholen. Begünstigt hatten seine Aufholjagd auch körperliche Probleme des Belgiers. Die Weltnummer 132 musste sich fortwährend am Oberschenkel behandeln lassen und war offensichtlich handicapiert.

So hatte Laaksonen in seinem erst 3. Davis-Cup-Einsatz für die Schweiz nach dem Gewinn des 3. Satzes (6:4) überraschend leichtes Spiel. Nur gerade noch zwei Games musste er dem Lokalmatador zugestehen, ehe er diesen nach knapp 3 Stunden buchstäblich niedergerungen hatte.

Legende: Video Lammer scheitert an Darcis (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 1:50 Minuten.
Vom 06.03.2015.

Lammer chancenlos

Im zweiten Einzel lieferte der bald 33-jährige Michael Lammer (ATP 576) wenig Argumente, die seinen Vorzug gegenüber Yann Marti rechtfertigten. Der Zürcher erwischte gegen Steve Darcis (ATP 102) einen guten Start und erspielte sich zu Beginn des ersten Satzes die ersten Breakmöglichkeiten, ging dann aber ohne grosse Gegenwehr mit 3:6, 1:6, 3:6 ein.

Lammer muss sich steigern, damit die Schweiz am Samstag im Schlüsselspiel, dem Doppel, eine Überraschung hinlegen kann. Erwartet wird, dass Michael Lammer und Adrien Bossel für die Schweiz auf dem Platz stehen werden.

Sendebezug: RTS deux, sportlive, 06.05.15 14:00 Uhr

16 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Milan Darem, Bern
    Offen? Nach dem glücklichen Sieg zu 1-0 dank der Verletzung des Gegners...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Amateur, Aarau
      Bemelmans war nicht "verletzt". Er hatte offenbar Krämpfe - erstaunlicherweise früh in einem Match und ohne, dass anstrengende lange Ballwechsel gespielt worden wären. Von Krämpfen habe ich während des Spiels nichts bemerkt; er schien eher ein mentales Problem zu haben, das sich in Verkrampfungen äusserte. Laaksonen hielt besser dagegen, als er vielleicht dachte. Im heutigen Doppel spielte er jedenfalls ohne Einschränkungen. Von "Verletzung" zu sprechen finde ich nicht angebracht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Raffi, asap
    Jetzt haben Stan und RF diesen unwichtigen Davis Cup ja einmal für die Schweiz gewonnen. Das muss reichen für uns. Und wenn dieser Marti so toll spielt, soll Er das doch einfach auf der Tour zeigen. Und spätestens wenn Er in den Top 30 ist, wird der Verband speziell für Ihn einen neuen Davis Cup Coach einberufen. Dann darf Er immer spielen. Falls Er dann überhaupt noch Kraft und Lust dazu hat.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alberto da Vinci, Pratteln
    Glatt in drei Sätze verloren und nur 7 Games gewonnen. Lammer hat immerhin Erfahrung sammeln können. Die Entscheidung von Lüthi Lammer spielen zu lassen konnte ich vor dem Spiel nicht verstehen und erst recht nicht nach dem Spiel. Ob Marti gewonnen hätte kann man nicht sagen aber mehr als 7 Games zu gewinnen denke ich schon.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen