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Davis Cup Schweiz schafft Klassenerhalt (noch) nicht

Roger Federer und Marco Chiudinelli verlieren das Davis-Cup-Doppel gegen Thiemo de Bakker und Matwe Middelkoop mit 6:7 (7:9), 6:4, 6:4, 4:6, 1:6. Die Niederlande verkürzen damit auf 1:2.

Nach drei Sätzen hatte alles nach dem vorzeitigen Klassenerhalt ausgesehen. Das erstmals im Davis Cup aufgestellte Doppel Roger Federer und Marco Chiudinelli führte mit 2:1 Sätzen und schien auf gutem Weg dafür zu sorgen, dass der amtierende Champion auch 2016 zu den besten 16 Tennis-Nationen gehört.

Legende: Video Interview mit Federer und Chiudinelli abspielen. Laufzeit 02:16 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.09.2015.

Doch ein schwaches Aufschlaggame von Chiudinelli bei 4:5 im vierten und von Federer zu Beginn des fünften Durchgangs brachte das Schweizer Duo um die gute Ausgangslage.

Federer gibt sich selbstkritisch

«Sie hatten gute 10 Minuten, die am Ende den Unterschied ausgemacht haben», analysierte Federer. «Es lag aber sicher auch an uns. Wir haben nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen und nicht so gut serviert. Sie haben das dann perfekt zu Ende gespielt», gab sich der 34-Jährige selbstkritisch und lobte gleichzeitig die Gegner.

Legende: Video Lüthi: «Roger wird hundertprozentig spielen können» abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 19.09.2015.

De Bakker und Middelkoop kamen im fünften Satz tatsächlich so richtig in Fahrt, zeigten teilweise Zaubertennis und brachten die Führung locker ins Ziel. Damit darf der krasse Aussenseiter weiter vom Klassenerhalt träumen.

Federer als klarer Favorit

Dieser dürfte für die Niederlande aber trotz Doppel-Coup nur schwer zu bewerkstelligen sein. Am Sonntag muss De Bakker aller Voraussicht nach gegen Federer ran. In den drei bisherigen Duellen konnte der Niederländer noch keinen Satz gewinnen.

Ich habe Verhärtungen an gewissen Muskeln, aber das ist völlig normal.
Autor: Roger Federer

Dementsprechend zuversichtlich geht Federer in dieses Duell: «Wir sind immer noch in Front und deshalb guten Mutes.»

Auch körperlich dürfte einem erfolgreichen Ausgang nichts im Wege stehen, auch wenn Federer im Doppel ein «Medical Timeout» nehmen musste. «Ich habe Verhärtungen an gewissen Muskeln, aber das ist völlig normal. Das sollte für Sonntag kein Problem sein», gab die Weltnummer 2 Entwarnung. Captain Severin Lüthi versicherte: «Roger wird hundertprozentig spielen können.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.09.15 12:55 Uhr.

23 Kommentare

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  • Kommentar von wil vonier, 8942 Oberrieden
    Grundsaetzlich KLAR - dass die Schweiz mit RF und Wawrinka (no 2 and 4..)gegen die Hollaender- (keiner unter den ersten 100) - gewinnt. ABER - die Medien und Kommentatoren werteten - nicht sehr sportlich - die NL nicht einmal als Trainings Partner als gut. Deshalb super - dass die Niederlaender das Doppel gewannen. Trotzdem - das Duo RF/Wawrinka wird gewinnen. mit - und ohne den erwaehnten Bemerkungen-den Ueberheblichkeiten.. keep ....
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  • Kommentar von Bruno Huber, Bern
    Kriegt Roger von Gillette keine Rasierer mehr?
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  • Kommentar von Markus Schaub, Bern
    Weshalb spielen denn nicht die Stärksten, Federer UND Wawrinka, bis alles klar ist? Man setzt doch die besten Spieler ein, die man hat, um möglichst schnell zu gewinnen!
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    1. Antwort von Daniel Preisig, Solothurn
      Nach einem klimatisch und spielerisch sehr anstrengendem US-Open, den Enttäuschungen bei Beiden und dem jetlag haben unsere Asse mit diesem Daviscupmatch mit best of five-Spielen ein sehr hartes Programm. Verständlich, dass man zumindest Wawrinka, der müde wirkte ,nach einem 2:0 Vorsprung schont. Ich selbst hätte sogar RF geschont und den 3. Punkt in den letzten Einzeln mit Stan und RF damit wohl auch fast auf sicher.
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