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Davis Cup Viele Fragezeichen vor dem Showdown

Am Freitag beginnt mit dem Davis-Cup-Final zwischen Frankreich und der Schweiz in Lille das lang erwartete Tennis-Highlight zum Saisonschluss. Wer die Favoritenrolle in diesem Duell innehat, kann aufgrund vieler offener Fragen nicht abschliessend beantwortet werden.

Blickt man auf die Weltrangliste, gehört die Favoritenrolle der Schweiz. Im Team von Captain Severin Lüthi stehen die Weltnummern 2 (Roger Federer) und 4 (Stan Wawrinka), die in jedem der 4 Einzelpartien grundsätzlich zu favorisieren sind.

Blickt man auf die Vorbereitung auf den Davis-Cup-Final, dürften die Franzosen im Vorteil sein. Seit Wochen ordnen sie dem Highlight zum Saisonschluss alles unter. Das Team von Arnaud Clément bereitete sich in mehreren Trainingslagern minutiös auf den Event vor, während Federer und Wawrinka vor Wochenfrist noch bei den ATP World Tour Finals im Einsatz standen.

Legende: Video Gaël Monfils vor der Partie gegen Federer (französisch) abspielen. Laufzeit 1:02 Minuten.
Vom 20.11.2014.

Hält Federers Rücken?

Zudem schwebt über allem noch das Fragezeichen hinsichtlich des Gesundheitszustandes von Federer. Hält sein Rücken der Belastung stand? Erst die Partie gegen Gaël Monfils wird Aufschluss darüber geben, wie es wirklich um den Schweizer Teamleader steht.

Ausserdem gibt Federer zu bedenken: «Selbst wenn ich in Topform bin, kann ich gegen ihn verlieren.» Zwar führt der Schweizer in den Direktduellen mit 8:2, doch die meisten Spiele waren hart umkämpft, so zum Beispiel auch das letzte Aufeinandertreffen im Viertelfinal der US Open in diesem Jahr, als sich Federer nach 0:2-Rückstand noch in 5 Sätzen durchsetzen konnte.

Legende: Video Jo-Wilfried Tsonga vor der Partie gegen Wawrinka (französisch) abspielen. Laufzeit 1:47 Minuten.
Vom 20.11.2014.

Wie steht es um Wawrinka?

Eröffnet wird die Begegnung jedoch von Wawrinka, der auf Jo-Wilfried Tsonga trifft. Beim Romand betrifft das Fragezeichen seinen Formstand. Nach einem Herbst zum Vergessen mit 4 Niederlagen in 5 Partien zeigte der Lausanner zuletzt in London eine stark ansteigende Tendenz.

Auch beteuert er, die bittere Niederlage im Halbfinal gegen Federer überwunden zu haben. «Am Sonntag war ich am Boden zerstört, doch als ich am Montag in Lille ankam, begann ein neuer Abschnitt. Ich hatte etwas Positives, auf das ich mich freuen konnte», sagt Wawrinka.

Bislang ging jede der 5 Partien zwischen Wawrinka und Tsonga über die volle Distanz. Kein Wunder, erwartet der Franzose, der im Head-to-Head mit 3:2 führt, ein «äusserst kompliziertes Spiel».

Das Fragezeichen hinter «Indoor Sand»

Ein letztes Fragezeichen steht hinter der ungewohnten Umgebung. «Indoor Sand, das kennt man kaum, in dieser Kombination wird selten gespielt», sagt etwa Federer. Im umfunktionierten Fussballstadion mit Platz für 27'000 Zuschauer herrschten zudem während den Trainings ungewohnt tiefe Temperaturen.

Diese dürften am ersten Wettkampftag dank kurzfristig montierten Heizstrahlern und den vielen Fans im Stadion ansteigen, was wiederum Auswirkungen auf die Platzverhältnisse und die Flugeigenschaften des Balles haben wird.

Viele offene Fragen also, die dafür sorgen, dass sich die Ausgangslage nicht nur offen, sondern auch äusserst spannend präsentiert.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 19.11.14 22:20 Uhr.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Die beiden ersten Einzelpartien Wawrinka/Tsonga und Federer/Monfils zeigen wir Ihnen am Freitag ab 13:40 Uhr live auf SRF zwei oder auf www.srf.ch/sport.

21 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Wenn das Ganze einigermassen normal abläuft, sollte Frankreich nach dem Doppel den Daviscup gewonnen haben. Wie RF mit blockiertem Rücken spielt hat man schon erlebt, Stan hat gar keine Konstanz und das Doppel ist gelinde gesagt schwach. Frankreich hat den Heimvorteil und ein viel breiteres Kader. Ich habe keine Zeit die Spiele anzuschauen und vermute, dass ich da nicht sehr viel verpassen werde.
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    1. Antwort von Marco Mata, Bülach
      Und wir können gerne auf Ihren Pessimismus verzichten. Danke!
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    2. Antwort von RF Forever, Switzeland
      Herr passant Sie sind einmal mehr ein Herr pessimist. Stan holte soeben den 1. Satz mit 6:1! Sie sind eine traurige Figur Herr Pessimist.
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  • Kommentar von F. Sahin, Basel
    Hopp Schwiiz!!!! Daumen drücken und hoffen, dass Federer und Wawrinka ihr gewohntes Niveau erreichen. Dann wird das schon kommen! Wenn alles passt, steht es heute Abend (hoffentlich) 2:0 für CH.
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  • Kommentar von Patrick, Hasle LU
    Wem es zuviel ist braucht sich nicht hier beschweren, ignoriert doch einfach die Artikel und SRF sowieso. Ihr müsst verstehen, dass sich viel um diese Partie dreht. Das wäre eine ganz grosse Sache, wenn die Schweiz diesen Titel zum ersten Mal holt. Ausserdem ist der Rummel ja nicht über ein halbes Jahr, sondern lediglich ein paar Wochen, entspannt euch mal und nervt uns nicht mit euren Problemen, die keine sind! Hopp Schwiiz! #SupportTheSwiss
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