Deutschland schafft dank Kerber den Ausgleich

Im Fedcup-Viertelfinal zwischen Deutschland und der Schweiz steht es nach dem ersten Tag 1:1. Nachdem Bencic ihre Farben mit einem souveränen Sieg in Führung gebracht hatte, blieb Timea Bacsinszky gegen Angelique Kerber chancenlos.

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Zusammenfassung von Tag 1 («sportaktuell»)

3:33 min, vom 6.2.2016

Timea Bacsinszkys Start in das 2. Einzel verlief alles andere als optimal. Nach gut 20 Minuten lag die Waadtländerin gegen Angelique Kerber, die Nummer 2 der Welt, bereits 0:5 im Rückstand. Zu mehr als einem gewonnenen Aufschlagspiel reichte es der Schweizerin im 1. Satz gegen die stark aufspielende Australian-Open-Siegerin nicht mehr.

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Bacsinszky: «Sie hat viel mehr Selbstvertrauen»

1:51 min, vom 6.2.2016

Im 2. Durchgang leistete Bacsinszky dann deutlich mehr Gegenwehr. Sie servierte besser und hielt auch in den Grundlinienduellen besser mit. Nach je einem Servicedurchbruch bot sich der Lausannerin gar die Chance, zum 3:1 vorzulegen. Kerber wehrte aber alle 3 Breakchancen ab und nahm Bacsinszky kurz darauf selbst den Aufschlag ab.

Nach 74 Minuten verwertete die Deutsche schliesslich ihren 4. Matchball zum 6:1, 6:3-Sieg. «Kerber hat viel mehr Selbstvertrauen. Das macht einen riesigen Unterschied bei den wichtigen Punkten», analysierte Bacsinszky nach der Partie.

Bencic mit souveränem Auftaktsieg

Im 1. Einzel des Tages hatte Belinda Bencic die Schweiz zuvor souverän in Führung gebracht. Die 18-jährige Flawilerin schlug Andrea Petkovic (WTA 23) in der ausverkauften Messehalle in Leipzig ohne grössere Probleme mit 6:3, 6:4.

Bencic spielte im ersten Duell mit der 28-jährigen Petkovic taktisch intelligent, ging die Risiken im richtigen Moment ein und war in der Defensive sehr stark. Mit ihrem dritten Break machte die Ostschweizerin den Gewinn des 1. Satzes perfekt. Dabei war die Weltranglisten-Elfte zaghaft in die Partie gestartet und gewann von den ersten 10 Punkten nur gerade deren 2.

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Bencic: «Habe um jeden Ball gekämpft»

1:04 min, vom 6.2.2016

Petkovic hielt sich im zweiten Umgang lange Zeit schon fast mirakulös in der Partie, obwohl sie bei fast jedem Aufschlagsspiel unter Druck geriet. Bencic vergab beim Stand von 4:3 zwei Breakchancen, machte den Sieg etwas später aber perfekt, als Petkovic gegen den Matchverlust aufschlug.

Alles offen am Sonntag

Am Sonntag stehen zwei weitere Einzel und ein Doppel auf dem Programm. Ab 12:00 Uhr stehen sich zunächst Kerber und Bencic gegenüber. Danach trifft Bacsinszky auf Petkovic oder Annika Beck (WTA 39). Es ist gut möglich, dass die enttäuschend aufgetretene Petkovic am Sonntag nicht mehr im Einzel eingesetzt wird, zumal Beck die bisherigen zwei Begegnungen mit Bacsinszky für sich entschieden hat, zuletzt beim Australian Open deutlich mit 6:2, 6:3.

Zum Abschluss steht das Doppel an, für welches Captain Heinz Günthardt Martina Hingis und Viktorija Golubic nominiert hat.

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Günthardt: «Wir hoffen, dass Kerber etwas abkühlt»

1:49 min, vom 6.2.2016

Sendebezug: Radio SRF 3, laufende Berichterstattung, 06.02.2016 13:00 Uhr