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Fed Cup Schweizer Fed-Cup-Team verpasst Finaleinzug

Das Schweizer Fed-Cup-Team muss weiter auf den zweiten Finaleinzug nach 1998 warten. Die Weissrussin Arina Sabalenka sicherte ihrem Team in einem dramatischen 4. Einzel gegen Viktorija Golubic den entscheidenden Punkt.

Legende: Video Die Schweizerinnen im Tal der Tränen abspielen. Laufzeit 02:50 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 23.04.2017.
  • Die Schweiz muss sich in Minsk Weissrussland mit 2:3 beugen
  • Golubic unterliegt Sabalenka (WTA 125) im 4. Einzel mit 3:6, 6:2, 4:6
  • Zuvor hatte Bacsinszky das 3. Einzel gegen Sasnowitsch (WTA 96) 2:6, 6:7 (2:7) verloren
  • Im bedeutungslos gewordenen Doppel geben Bencic/Hingis nur 1 Game ab
  • Weissrussland trifft im Final auf die USA, die Tschechien mit 3:2 bezwangen

Viktorija Golubic weinte im Eishockey-Stadion von Minsk bittere Tränen. Auf der anderen Seite des Netzes kamen die Weissrussinnen aus dem Feiern nicht mehr raus. Die 18-jährige Arina Sabalenka hatte ihrem Team nach einem über zweistündigen Abnützungskampf gegen Golubic soeben den 3. Punkt gesichert.

Das Schweizer Fed-Cup-Team hat es damit verpasst, zum zweiten Mal nach 1998 wieder ins Endspiel des Nationenwettbewerbs einzuziehen. Bereits im Vorjahr waren die Schweizerinnen im Halbfinal (gegen Tschechien) auf der Strecke geblieben.

Golubic kämpft vergeblich

Gegen Sabalenka stellte Golubic am Sonntagnachmittag einmal mehr ihre Kämpferqualitäten unter Beweis. Wie bereits am Tag zuvor gegen Alexandra Sasnowitsch musste auch gegen Sabalenka der 3. Satz die Entscheidung bringen. Die Zürcherin konnte diesen bis zum Stand von 4:4 ausgeglichen gestalten, ehe sie nach einem schwachen Servicegame das Break – eines von vielen in dieser Partie – hinnehmen musste.

Diesen Vorsprung liess sich Sabalenka nicht mehr nehmen. Die 18-Jährige überzeugte abgesehen vom 2. Satz, in dem sie plötzlich Fehler um Fehler beging, mit äusserst kraftvollen und präzisen Schlägen. Einzig bei längeren Ballwechseln hatte Golubic gegen die Weissrussin jeweils leicht die Oberhand.

Legende: Video Bacsinszky schafft Rebreak und verliert im Tiebreak abspielen. Laufzeit 01:48 Minuten.
Aus sportlive vom 23.04.2017.

Bacsinszky-Niederlage bringt Schweiz in Rücklage

Einfach war die Ausgangslage für Golubic nicht. Auf der Schulter der 24-Jährigen lastete nach der Niederlage von Timea Bacsinszky der ganze Druck. Die Lausannerin hatte sich am Vormittag gegen Alexandra Sasnowitsch im Duell der beiden Teamleaderinnen mit 2:6, 6:7 (2:7) bezwingen lassen müssen.

Im 1. Satz war Bacsinszky weitgehend chancenlos geblieben, ehe sie den 2. Durchgang lange ausgeglichen gestalten konnte. Nach dem Rebreak zum 5:5 zog die Romande im Tiebreak aber deutlich den Kürzeren.

Hier geht es zu den Stimmen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 23.04.2017, 11:00 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Dominik Bigler (Dömu97)
    Golubic: Man kann von ihr nicht weiter solche Fortschritte wie letztes Jahr erwarten! Die Gegnerin hatte schlicht nichts zu verlieren und das Glück war am Ende auf ihrer Seite. Bacsinszky: Schade. Sie hat toll gekämpft. Nach der Verletzung muss sie die Form erst wieder finden. Das Team hat auf jeden Fall Potenzial. Der Vergleich Sabalenka vs. Masarova wäre durchaus interessant gewesen (Alter und Aufschlagstärke). @SRF: Schade hackt es die Videoende jeweils ab. Bitte beheben!
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  • Kommentar von Peter Mueller (Elbrus)
    Die Niederlage kommt nicht überraschend. SRF unterschätzte die Weissrussinnen. Swiss Tennis muss über die Bücher wenn es um die Fitness geht. Golubic macht kein Krafttraining. Das ist dermassen offensichtlich. Seit 2 Jahren sieht man keinen Muskelzuwachs. Null Ausprägung im Schulterbereich und darum ist Ihr Aufschlag weit unterdurchschnittlich. Kein Vergleich zu Sabalenka. Der fehlt nur ein guter Trainer und die ist auf Jahre in den Top-25.
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    1. Antwort von markus kohler (nonickname)
      Das ist der erste Kommentar, der wirklich was hat. Die Weissrussinnen waren viel besser vorbereitet. Die Schweizer Damen haben alle ein Problem mit dem Training. Bei Bencic fragt man sich, ob sie überhaupt trainiert, Golubic, hat viel zu wenig Power und Bacsinszky ist mental sehr anfällig. Da liesse sich durchaus etwas tun, es braucht aber die Einsicht und den Willen zur Veränderung.
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  • Kommentar von Maja Reichenbach (mreich)
    Was hat der Trainer an Sabalenka gegeben, das sie dann gesnifft hat (war glaub, als sich V. Colubic pflegen liess)?
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