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Zusammenfassung Nadal – Berrettini
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 7 Sekunden.
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1. Halbfinal Australian Open Nadal ringt nach Blitzstart Berrettini nieder

Zahlen lügen bekanntlich nicht. Und jene des 2. Satzes im Halbfinal der Australian Open konnten Matteo Berrettini kaum zuversichtlich stimmen: Trotz 82 Prozent erster Aufschläge im Feld war er gegen Rafael Nadal regelrecht chancenlos geblieben. Zu akkurat war die Länge in Nadals Schlägen, zu zuverlässig seine Beinarbeit. Von den Magenproblemen, die den Mallorquiner im Viertelfinal noch schwer gequält hatten, keine Spur.

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Nadal zeigt seine ganze Klasse
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 38 Sekunden.

Der Spanier erlaubte sich kaum Fehler, diktierte die Ballwechsel und stellte nach nur 85 Minuten schon auf 2:0 in Sätzen. Wiederum gelang ihm bei erster Gelegenheit das Break, welches zur zu schweren Hypothek für seinen Kontrahenten wurde.

Berrettini blüht auf – aber nur kurz

Doch die Zahlen schienen Berrettini im 3. Satz Auftrieb zu geben. Erstmals musste er nicht direkt das Break hinnehmen und noch besser: Bei 4:3 aus seiner Sicht erspielte er sich seine ersten 3 Breakbälle. Nummer 2 nutzte er, um plötzlich zum Satzgewinn aufzuschlagen. Tatsächlich hiess es kurze Zeit später nur noch 1:2 nach Sätzen aus Sicht von Berrettini.

Mittlerweile hatte sich der Römer in die Partie gebissen, während Nadal die immense Intensität der ersten beiden Sätze nicht mehr erreichte. Beim eigenen Aufschlag gab Berrettini kaum mehr Punkte ab – zumindest bis zum 3:4 aus seiner Sicht. Dann waren schlagartig die ersten Aufschläge weg. Einen ersten Breakball wehrte Berrettini noch heroisch ab, die zweite Chance liess sich Nadal, der mit seinen Returns meterweit hinter der Grundlinie reüssierte, nicht mehr nehmen.

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Berrettini kann den Kopf nur einmal aus der Schlinge ziehen
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
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Kurze Zeit später verwandelte der nunmehr 6-fache Australian-Open-Finalist seinen 1. Matchball und so stand nach 2:55 Stunden fest: Nadal schickt sich am Sonntag im Melbourne Park an, als erster Mann den 21. Major-Triumph zu erringen. Berrettini hingegen muss darauf warten, als erster Italiener um den Titel am Yarra River zu kämpfen.

Nadals anfängliche Machtdemonstration

Die Zuschauer in der Rod Laver Arena waren von Anfang an Zeuge geworden, wie sich eine Partie gestaltet, in welcher einerseits Nadal vor Spielfreude sprühte und andererseits sein Gegenüber vor allem zu Beginn der Partie nervös und fehleranfällig agierte. 17 Punkte mehr gingen in den ersten beiden Sätzen an den «Stier von Manacor».

Nicht nur, dass beim 35-Jährigen sämtliche Schläge – allen voran die Vorhand inside-out – wunderbar funktionierten; auch der Gameplan klappte hervorragend: Berrettini immer und immer wieder in die Rückhand-Ecke drängen. Und wenn dann nicht ohnehin der Fehler kam, dann folgte ein Winner von Nadal. Erst der 3. Satz brachte die Spannung dann vorübergehend zurück.

Im Final wartet Medwedew

Im Endspiel misst sich Nadal nun mit Daniil Medwedew (ATP 2). Der Russe musste gegen Stefanos Tsitsipas (ATP 4) ebenfalls über 4 Sätze ran und nimmt nach den US Open 2021 seinen zweiten Major-Triumph ins Visier. Im Head-to-Head mit der Weltnummer 2 liegt Nadal 3:1 vorne.

Live-Hinweis

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Verfolgen Sie den Final der Männer an den Australian Open am Sonntag ab 09:30 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Die Partie gibt es zudem im Eurosport Player.

SRF zwei, sportlive, 28.1.22, 5:30 Uhr;

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Raffaella Tognolini  (RaffaellaT)
    Bravo Berrettini, sempre più forte.
  • Kommentar von Guy Déverin  (Guy Déverin)
    Wie man die Leistung von Nadal jetzt schlecht reden kann ist mir ein Rätsel. Sowohl er als auch Medwedew haben sich den Finaleinzug absolut verdient. Die Knie die zittern sind wohl eher diejenigen der Federer- und Novak-Fans die Angst haben, dass Rafa die Führung im Rennen um die meisten GS übernimmt. Ich freue mich auf jeden Fall auf ein tolles Finale.
    1. Antwort von Alain Wisslé  (Gismo@73)
      Rekorde sind da um gebrochen zu werden. Dass weiss Federer und dass weiss ich als Federer Fan.
      Ich gönne es Nadal von Herzen und drücke ihm die Daumen. Für alle Nicht-Sportler: das was man als Sportler erreicht hat kann einem niemand nehmen. Man kann es nur übertreffen.
      Federer war der Erste mit 20 Titeln und wird es auch nachher sein.
  • Kommentar von Hans Hegetschweiler  (hansicomment)
    Jedenfalls kommt es nun zu einem hochkarätigen Finale, gleichgültig wer im zweiten Halbfinale siegt. So endet das AO besser als es angefangen hat. Ob Nadal mit Tsitsipas odser Medwedew mithalten kann, wird man ja sehen, es ist gratis, jetzt schonPrognosen zu machen.