Bacsinszky: Gewarnt vor dem «Rising Star»

Timea Bacsinszky steht in Wimbledon als erste Schweizerin seit Martina Hingis im Jahr 2000 in der Runde der letzten Acht. Im Viertelfinal bekommt sie es mit Garbine Muguruza zu tun, die im letzten Jahr den Durchbruch schaffte.

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Bacsinszky: «Muguruza macht sehr viele Sachen gut»

1:26 min, vom 7.7.2015

Timea Bacsinszkys Erleichterung nach dem Dreisatz-Sieg gegen Monica Niculescu war nicht zu übersehen: Nach verwertetem Matchball warf sie das Racket weg, stiess einen gellenden Freudenschrei aus und verdrückte anschliessend einige Tränen.

Timea Bacsinszky

Bildlegende: Sprint zum Handshake Timea Bacsinszky nach dem verwerteten Matchball im Achtelfinal. EQ Images

Auf Hingis' Spuren

«Ich bin super stolz. Ich hätte das nie von mir erwartet», freute sich die Lausannerin, die damit im All England Club als erste Schweizerin seit Martina Hingis vor 15 Jahren den Viertelfinal erreichte.

Gegen die unbequeme Rumänin, die Bacsinszky mit ihrem Vorhand-Slice zu Beginn vor grosse Probleme stellte, bewies die Romande im Achtelfinal einmal mehr ihr Kämpferherz. Obwohl sie den ersten Satz mit 1:6 verloren hatte, blieb sie ruhig und fand schliesslich eine Lösung gegen Niculescus unkonventionelle Spielweise.

Gegen die Durchstarterin von 2014

Am Dienstagnachmittag wird sie nun von Garbine Muguruza gefordert, die für ihre aggressive Spielweise bekannt ist. Die 21-jährige Spanierin, die in Venezuela geboren wurde, schaffte 2014 den Durchbruch. Nach ihrem 1. WTA-Titelgewinn in Hobart sowie der Viertelfinal-Qualifikation in Roland Garros wurde sie von der WTA als «Rising Star of the Year» ausgezeichnet.

«  Ich weiss jetzt vielleicht ein bisschen mehr, wie sie spielt und werde weniger überrascht sein »

Timea Bacsinszky

Bacsinzsky hat das bislang einzige Direktduell in diesem Jahr bei den Australian Open verloren. Doch nicht nur deshalb ist sie vor der Rechtshänderin gewarnt. Sie habe ein wenig von Muguruzas Drittrundenmatch gegen Angelique Kerber gesehen, verriet Bacsinszky. Und stellte fest: «Sie spielt sehr sehr gut, auch auf Rasen.»

Garbine Muguruza

Bildlegende: Mit viel Power Garbine Muguruza pflegt aggressiv zu spielen. IMAGO

Von Melbourne profitieren

Nach der deutschen Weltnummer 10 hat Muguruza mit Caroline Wozniacki die Nummer 5 der Welt glatt in 2 Sätzen ausgeschaltet. «Sie macht sehr viele Sachen gut», lobt Bacsinszky. Die Westschweizerin stellt sich auf ein «sehr grosses Match» ein. Und sie will von Melbourne profitieren. «Ich weiss jetzt vielleicht ein bisschen mehr, wie sie spielt und werde weniger überrascht sein.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.07.2015, 14:00 Uhr

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