Bacsinszky: Meilensteine einer turbulenten Karriere

Mit der Qualifikation für den French-Open-Viertelfinal hat Timea Bacsinszky den bislang grössten Erfolg ihrer Karriere gefeiert. Vor der Partie gegen Alison van Uytvanck blicken wir auf den Werdegang der Waadtländerin zurück.

Bacsinszkys Karriere in Bildern

«Wo meine Grenzen liegen? Ich weiss es nicht. Ich möchte es gerne herausfinden.» Von dieser Frage angetrieben, lancierte Timea Bacsinszky vor rund zwei Jahren ihre Karriere neu. Hinter der 25-Jährigen liegen turbulente Zeiten, vor ihr eine grosse Zukunft. Die Meilensteine:

Oktober 2003 - das erste WTA-Turnier: Die damals 14-jährige Bacsinszky erhält von den Verantwortlichen des Turniers in Zürich eine Wildcard für die Qualifikation. Dort setzt sie sich in der 1. Runde gegen die Weltnummer 43 Denisa Chladkova (Tsch) durch und deutet ihr immenses Potenzial an.

Mai 2006 - der erste WTA-Sieg: In Strassburg feiert Bacsinszky im Alter von 16 Jahren ihren ersten Erfolg im Hauptfeld eines WTA-Turniers. Sie besiegt in der 1. Runde die Amerikanerin Lisa Raymond.

Mai 2007 - die erste Grand-Slam-Teilnahme: Erstmals übersteht Bacsinszky die Qualifikation bei einem Major. Bei ihrem Lieblingsturnier in Paris gewinnt sie sogleich auch eine Partie.

Juni 2007 - erstmals in den Top 100: Der erfolgreiche Auftritt bei den French Open hat erfreuliche Nebenwirkungen. Die Waadtländerin darf sich über den erstmaligen Vorstoss in die Top 100 freuen.

Februar 2008 - erster Top-10-Sieg: In Antwerp wirft Bacsinszky im Viertelfinal die damalige Weltranglisten-Achte Daniela Hantuchova raus. Über den Sieg kann sich die Schweizerin allerdings nicht so recht freuen, muss die Slowakin doch im 3. Satz verletzungsbedingt aufgeben. Auf den ersten «richtigen» Top-10-Sieg muss Bacsinszky bis im vergangenen Jahr warten. Sie schlägt in Wuhan im Achtelfinal völlig überraschend Maria Scharapowa (damals WTA 4).

Oktober 2009 - erster WTA-Titel: Als Weltranglisten-70. stürmt die 20-Jährige in Luxemburg zum Titel. Im Final bezwingt sie die an Nummer 6 gesetzte Deutsche Sabine Lisicki.

April 2012 - der Tiefpunkt: Nach ausgeheiltem Fussbruch verletzt sich Bacsinszky erneut - diesmal an der Schulter. «Ich konnte nicht einmal mehr Autofahren», erinnert sie sich. Sie spielt das Jahr zwar noch zu Ende, verliert aber zunehmend die Freude am Sport.

Mai 2013 - Beginn der «2. Karriere»: Mit dem Tennis bereits abgeschlossen, erhält Bacsinszky eine Einladung fürs Qualifikationsturnier der French Open. Sie setzt noch einmal voll auf die Karte Spitzensport, ein unerwartet steiler Aufstieg beginnt.

März 2015 - erstmals in den Top 30: Bacsinszky gewinnt hintereinander die Turniere in Acapulco und Monterrey und knackt als Folge davon die Top 30. Im Ranking klettert sie anschliessend bis auf Platz 21.

Juni 2015 - erster Grand-Slam-Viertelfinal: Mit überzeugenden Leistungen qualifiziert sich die Romande erstmals für die Runde der letzten Acht bei einem Major. Nach oben scheint alles offen. Denn auf die Frage, wo ihre Grenzen liegen, hat Bacsinszky (zum Glück) bis heute keine Antwort erhalten.

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Bacsinszky vor dem Viertelfinal in Paris

2:42 min, aus sportaktuell vom 2.6.2015

Sendebezug: SRF zwei. «sportlive», 01.06.15 12:55 Uhr

Viertelfinal-Gegnerin

Viertelfinal-Gegnerin

Name: Alison van Uytvanck
Nationalität: Belgien
Alter: 21
Ranking: 93
WTA-Titel: keine

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie den Viertelfinal zwischen Timea Bacsinszky und Alison van Uytvanck am Mittwoch um 14 Uhr live auf SRF zwei und srf.ch/sport.

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