Beispiel Federer: Was braucht es, um Held zu werden?

Mit dem 8. Wimbledon-Titel ist Roger Federer definitiv zur Sportlegende geworden. Warum wird er als «Held» betrachtet, andere mit ebenfalls grossen Leistungen aber nicht? Darüber diskutierte der «Club».

Roger Federer selbst sieht sich «nur» als Tennisspieler und allenfalls als Botschafter für die Schweiz. Viele andere betrachten ihn aber nicht nur als Vorbild, sondern sogar als Helden.

Über «die Schweiz und ihre Helden» diskutierten im Club Denise Biellmann, Fabian Cancellara, SRF-Tennis-Kommentator Bernhard Schär, Philosophieprofessor Dieter Thomä, Sportpsychologe Jan Rauch und Journalist Dominique Eigenmann.

Einige Aussagen:

  • Schär: «Um Held zu werden, reicht eine ausserordentliche Leistung nicht. Weitere Komponenten sind Vorbildfunktion, Mut, Fairness und ein Sinn für Leute, denen es weniger gut geht. Dieses ganze Package stimmt bei Federer.»
  • Biellmann: «Ich habe mit vielen Sängern und Künstlern zusammengearbeitet. Die Allergrössten unter ihnen sind eher bescheiden und umgänglich.»
  • Cancellara: «Das Wichtigste ist, authentisch zu bleiben. Wer schauspielert, fliegt auf. Die Nähe zu den Fans, die im Radsport besonders ausgeprägt ist, tat mir gut.»

Sendebezug: SRF 1, Club, 18.7.17

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