Die Australian Open 2016 von A bis Z

Mit den Australian Open 2016 ist das erste Major-Turnier im neuen Jahr Geschichte. SRF-Kommentator Stefan Bürer schaut auf die vergangenen zwei Wochen in Melbourne zurück.

Die Rod-Laver-Arena während eines Sonnenuntergangs.

Bildlegende: Wunderbare Kulisse Die Rod-Laver-Arena während eines Sonnenuntergangs. EQ Images

A wie auffallend. Eine der netteren Beschreibungen des Outfits von Stan Wawrinka. Siehe auch O und Y.

B wie Belinda. Oder Bencic. Die Kurve zeigt weiter nach oben. Maria Scharapowa war allerdings (noch) zu stark.

Video «Kerber bei ihrer Siegesrede» abspielen

Champion: Das emotionale Interview von Angelique Kerber

3:28 min, vom 30.1.2016

C wie Champion. Angelique Kerber. Wow! Und das erst noch hochverdient.

D wie Demut. Offensichtlich ein Fremdwort für die jungen Aussies Bernard Tomic und Nick Kyrgios. Ihr Verhalten auf und neben dem Platz ist, höflich formuliert, steigerungsfähig. Siehe auch K und T.

E wie Ewigkeit. Matches für die Ewigkeit gab's diesmal leider keine. Der beste Match des Turniers? Für mich der Frauenfinal.

F wie Federer. Eilte im Schnellzugstempo in den Halbfinal. Stellte dort fest, dass Novak Djokovic noch mehr Hubraum und PS hat. Wird trotzdem weiterhin alles versuchen, den 18. Titel zu holen.

G wie GOAT («Greatest of all times»). Dazu fehlen Djokovic noch ein paar Siege und Titel. Macht er allerdings so weiter, ist er schon bald im Mix mit Federer, Laver, Nadal etc. Siehe auch L.

Video «Hingis/Mirza triumphieren auch an den Australian Open» abspielen

Hingis: Ist mit Mirza nicht zu stoppen

2:21 min, aus sportaktuell vom 29.1.2016

H wie Hingis. Und siegt und siegt und siegt und siegt. Unser sicherster Wert an den Slams.

I wie Israel. Vertreten durch Dudi Sela, der Nadal-Bezwinger Fernando Verdasco besiegte. Nadal ist übrigens der schlechteste Spieler des Turniers, weil: Er verlor gegen Verdasco, der gegen Sela verlor, der gegen Andrej Kuznetsow verlor, der gegen Gaël Monfils verlor, der gegen Milos Raonic verlor, der gegen Andy Murray verlor, der gegen Djokovic verlor.

J wie Johanna Konta. Britin, schaffte es bis in den Halbfinal. In Sydney geboren und aufgewachsen, dann mit der Familie nach England umgezogen. Also ist sie für die Australier kurz und knapp «Aussie-Jo».

K wie Kyrgios. Ein super Tennisspieler. Bin noch auf der Suche nach weiteren positiven Attributen. Siehe auch D und T.

L wie Rod Laver, Legende. Sass oft in «seinem» Stadion. Wäre er als Profi nicht 5 Jahre lang nicht spielberechtigt gewesen bei den Grand Slams, wäre die Frage nach dem GOAT vermutlich beantwortet. Siehe auch G.

M wie Rebeka Masarova. Der nächste Stern am Schweizer Tennishimmel? Muss sich allerdings noch entscheiden, ob sie wirklich für die Schweiz antreten will.

N wie Novak-Slam. 7 Siege fehlen der Nummer 1 noch dazu. Machbar. Ausser er läuft in Paris wieder in einen wie Stan im letzten Jahr.

O wie OMG («Oh my god»). War oft zu hören im Zusammenhang mit dem Outfit von Wawrinka. Siehe auch A und Y.

Video «Die Final-Highlights von Djokovic gegen Murray» abspielen

Perfekt: Djokovic lässt Murray keine Chance

2:57 min, vom 31.1.2016

P wie perfekt. Die wahrscheinlich kürzeste und trotzdem beste Umschreibung des Tennis von Djokovic.

Q wie Quadratur. Des Kreises. In etwa so muss es sich anfühlen, wenn Mann gegen Djokovic spielt: Eine Lösung gibt es nicht.

R wie Raonic. Hätte er sich nicht verletzt, hätte er Murray womöglich geschlagen. Spielt er so weiter, kann er die Topcracks richtig beunruhigen.

S wie «Stanimal». Packte das Tier in sich im Match gegen Raonic etwas zu spät aus.

T wie Tomic. Ein super Tennisspieler. Bin noch auf der Suche nach weiteren positiven Attributen. Siehe auch D und K.

U wie Umstände. Kein einfaches Turnier für Murray. Seine Kim hochschwanger zuhause in London, der Schwiegervater erleidet während eines Matchs seiner Spielerin (Ana Ivanovic) einen Schwächeanfall auf der Tribüne. Und: die fünfte Finalniederlage. Die tat zwar weh, aber, wie sagte er selber: Es gibt Wichtigeres als Tennis.

V wie Venus. Ist die Erste aus den Top 8, die ausschied. In der ersten Runde gegen eine gewisse Johanna Konta. Siehe auch J.

W wie Wettskandal. Tauchte rechtzeitig zum Turnierbeginn mal wieder in den Schlagzeilen auf. Wird auch in Zukunft immer mal wieder Thema sein. Wäre nur zu vermeiden, wenn Sportwetten verboten würden. Also nicht.

X wie Xu Yi-Fan. Kam an der Seite von Zheng Saisai in den Doppel-Halbfinal der Frauen. Womit das X besetzt wäre (ist immer der schwierigste Buchstabe).

Stan Wawrinka war nicht zu übersehen.

Bildlegende: Auffällig Stan Wawrinka war nicht zu übersehen. Reuters

Y wie «You can not be serious!». Ursprünglich von John McEnroe erfundener Ausdruck seines steten Unmuts gegenüber Schiedsrichtern. Geht aber auch gut im Zusammenhang mit... dem Outfit von Wawrinka. Siehe auch A und O.

Z wie zurück auf Feld Eins. Wünscht man sich von den Organisatoren im Zusammenhang mit ihrem Drang, immer noch mehr Geld zu verdienen. Ein Wettbüro (William Hill) als einer der Hauptsponsoren??? You really can not be serious!

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zu den Australian Open