Dolgopolow erklärt Forfait – Federer nach Kurzauftritt weiter

Roger Federer (ATP 5) steht in Wimbledon in der zweiten Runde. Der Schweizer profitierte nach gewonnenem Startsatz von Alexandr Dolgopolows (ATP 84) verletzungsbedingter Aufgabe.

  • Kurzauftritt: Nur 42 Minuten oder anderthalb Sätze lang dauert Federers Auftaktspiel, ehe Dolgopolow verletzungsbedingt aufgeben muss. Der Knöchel schmerzt.
  • Auftakt nach Mass: Bereits im allerersten Aufschlagspiel Dolgopolows gelingt Federer das erste Break, den Startsatz holt er problemlos mit 6:3.
  • Meilenstein I: Federer durchbricht mit seinem 6. Ass der Partie die magische Schallmauer von 10'000 Assen.
  • Meilenstein II: Der Baselbieter feiert seinen 85. Sieg auf dem heiligen Rasen und überflügelt damit den bisherigen Co-Rekordhalter Jimmy Connors.

Aus Sicht von Roger Federer war Mitte des ersten Satzes alles für ein Tennisfest angerichtet: Er hatte soeben sein 10'000. Ass auf der ATP-Tour geschlagen, lag mit Break vorne und diktierte das Geschehen auf dem Grün. Doch bereits nach dem Startsatz, den Federer mit 6:3 für sich entschieden hatte, schwante dem Publikum Böses: Kontrahent Dolgopolow musste sich von einem Physio am Knöchel behandeln lassen.

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Federers 10'000. Ass auf ATP-Ebene

0:19 min, vom 4.7.2017

42-minütiger Arbeitstag

So dauerte der zweite Satz nur noch 3 Games lang, welche Federer allesamt für sich entschied. Danach musste sein ukrainisches Gegenüber Forfait erklären. Nach Novak Djokovic zog damit auch die Schweizer Weltnummer 5 äusserst kräftesparend in die nächste Runde ein.

Die Leistung Federers ist angesicht dieser Umstände schwierig einzuschätzen. Dass der Schweizer sich in den 42 absolvierten Minuten 9 Breakbälle erspielte und 10 Asse schlug, wusste jedoch ohne Frage zu gefallen.

Eine Premiere für den «Maestro»

In der nächsten Runde trifft Federer auf Dusan Lajovic (ATP 79). Der Serbe fertigte den griechischen Qualifikanten Stefanos Tsitsipas (ATP 192) in 3 Sätzen ab. Für den «Maestro» ist es das erste Duell mit Lajovic.

«  Bin einfach froh, dass es keine böse Überraschung gab. »

Federer legte anschliessend an die Partie das Augenmerk auf die positiven Aspekte seiner «Kurzarbeit»: Er sei primär froh, dass es keine «böse Überraschung» gegeben habe. Hauptsache sei, dass er in der zweiten Runde stehe.

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Federer: «Hauptsache eine Runde weiter»

2:37 min, vom 4.7.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 4.7.2017, 17 Uhr