«Ein bisschen exzessiv» - Bencics Gegnerin kritisiert Wimbledon

In der 3. Runde von Wimbledon trifft Bethanie Mattek-Sands auf Belinda Bencic. Im Vorfeld der Partie mokierte sich die Amerikanerin über die strikte Kleiderordnung in London. Ähnlich pointiert hatte sich auch schon Roger Federer zu diesem Thema geäussert.

Bethanie Mattek-Sands streckt die Zunge heraus, im Haar eine violette Strähne.

Bildlegende: Mag es bunt Bethanie Mattek-Sands fällt durch ihre farbige Haarpracht auf. Reuters

Die Qualifikantin Bethanie Mattek-Sands hat in Wimbledon nach ihrem 2.-Runden-Sieg gegen die ehemalige Weltnummer 1 Ana Ivanovic eigentlich allen Grund zur Freude. Wäre da nicht die Kleiderordnung.

Tattoo (Blumenmotive) am Schlagarm von Mattek-Sands

Bildlegende: Flower Power Das Tattoo am Schlagarm von Bethanie Mattek-Sands. Keystone

Weiss war an der «Church Road» zwar seit jeher Trumpf, doch 2014 wurde der Dresscode nochmals verschärft. Seither ist nur noch ein maximal 1cm breiter Streifen Farbe am Kragen oder den Handgelenken erlaubt.

Mattek-Sands selbst fällt nebst ihrem Tennis durch eine bunte Haarpracht und ein grosses Tattoo auf. Es verwundert daher kaum, dass die Amerikanerin Wimbledons farbliche Monotonie als «ein bisschen exzessiv» empfindet.

Anfangs der ersten Turnierwoche 2015 war beispielsweise Eugenie Bouchard nur haarscharf an einer Bestrafung durch den «All England Club» vorbeigeschrammt. Unter ihrem weissen BH hatte kaum sichtbar der schwarze Träger eines zweiten Büstenhalters hervorgeschaut.

Mattek-Sands verweist in diesem Zusammenhang auf frühere Zeiten (siehe Bildgalerie unten), als die Kleiderordnung noch wesentlich lockerer gehandhabt wurde: «Ich habe Spieler wie John McEnroe und Arthur Ashe gegoogelt - die trugen überall Farbe.»

«  Ich liebe Wimbledon, aber die Regeln hier sind lächerlich strikt geworden »

Roger Federer

Ähnlich sieht es übrigens auch Roger Federer. Zwar ist die Liebe des 33-Jährigen zum englischen Traditionsturnier bekanntlich unerschütterlich. Trotzdem konnte er sich einen bissigen Kommentar nicht verkneifen: «Jetzt sind sie zu weit gegangen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 2.7.15, 14:00 Uhr