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Grand-Slam-Turniere Entfesselter Federer macht 10. Wimbledon-Final perfekt

Nach einem bärenstarken Auftritt hat sich Roger Federer im Halbfinal von Wimbledon gegen Andy Murray verdient mit 7:5, 7:5, 6:4 durchgesetzt und steht damit zum 10. Mal im Endspiel des All England Club.

Roger Federers Traum vom 8. Triumph in Wimbledon lebt weiter. Der Schweizer steht an der Church Road zum insgesamt 10. Mal im Endspiel und hält seine Serie der Ungeschlagenheit in Wimbledon-Halbfinals (10:0) weiter aufrecht.

Den 7:5, 7:5, 6:4-Erfolg gegen den stark aufspielenden Andy Murray musste sich der «Maestro» aber auf der ganzen Linie verdienen. Der 33-Jährige zeigte gegen den Lokalmatador, der von den Zuschauern frenetisch unterstützt wurde, wohl eines seiner besten Spiele überhaupt.

Federer serviert bestechend gut

Federer startete unglücklich ins Match und musste Murray gleich in seinem ersten Aufschlagsspiel einen Breakchance zugestehen. Doch der Schweizer behielt kühlen Kopf und machte diese zunichte. Die frühe Breakmöglichkeit Murrays schien aber ein Weckruf für Federer zu sein. Sein Aufschlag funktionierte fortan perfekt, der Weltranglisten-Zweite servierte auf einmal wie aus einem Guss und brachte 85% seiner ersten Aufschläge ins Feld.

Neben der immensen Aufschlagsstärke beeindruckte auch die Kaltblütigkeit des 17-fachen Grand-Slam-Siegers. Beim Stand von 6:5 aus seiner Sicht kam er zu den ersten 2 Breakbällen. Er nutzte den Zweiten und holte sich Satz 1 mit 7:5.

Ein Game für die Tennis-Geschichte

Im 2. Umgang war die Partie lange offen, ehe das Publikum auf dem Centre Court beim Stand von 5:4 Zeuge eines der wohl besten Games in der Tennis-Geschichte wurde. Federer vergab insgesamt 5 Satzbälle, auch weil Murray einmal mehr eindrücklich seine Defensiv-Künste unter Beweis stellte. 2 Games später gelang Federer dann aber im 7. Anlauf trotzdem der entscheidende Servicedurchbruch zum Gewinn des 2. Durchgangs.

Legende: Video «Das umkämpfte 13-minütige Game in voller Länge» abspielen. Laufzeit 15:00 Minuten.
Vom 10.07.2015.

Auch in Satz 3 bewies Federer sein perfektes Timing. Mit dem Break zum 6:4-Satzgewinn entschied er das 24. Duell gegen die Weltnummer 3 zu seinen Gunsten.

Nun wartet zum 40. Mal Djokovic

In seinem 10. Endspiel auf dem heiligen Rasen bekommt es Federer am Sonntag mit Novak Djokovic (ATP 1) zu tun. Auch der Titelhalter setzte sich gegen Richard Gasquet (ATP 20) in 3 Sätzen durch. Das Duell Federer - Djokovic gab es bisher bereits 39 Mal.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.07.15 14:00 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Den Wimbledon-Final zwischen Roger Federer und Novak Djokovic können Sie am Sonntag ab 15:00 Uhr auf SRF zwei oder hier auf srf.ch/sport verfolgen.

41 Kommentare

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  • Kommentar von daniel, st.gallen
    ich koennt heulen, schon wider ein hammer spiel von rosche, und ich musste arbeiten. das spiel von heute wider spiegelt die tolle leistung der letzten zwei wochen. wuensche herr federer ein erfolgreicher sonntag.
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  • Kommentar von Urs Rösli, Zürich
    2013/Frau Zelger: “Federer ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Zuviel starke Gegner schiessen wie pilze aus dem Tennisboden. Herr Federer, packen Sie Ihre Schläger und gehen Sie nach Hause. Du warst einst Spitze, doch jetzt folgt das Grounding.” 2013/Herr Passant: ”Top-Spieler, zu denen Tsonga gehört, sollten in Normalform an RF nicht mehr scheitern. RF muss sich umgewöhnen, für Siege z.B.an ein Challengerturnier ohne Topspieler oder halt mal Doppel spielen.”
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    1. Antwort von jean passant, thun
      Da haben sie Recht, dass ich 2013 RF stark kritisierte. Das war das bis anhin schwächste Jahr von Federer. Heute präsentiert er sich in ganz anderer Verfassung. Die Kritik war deshalb hart, weil ich von Federer viel mehr erwarte, als er 2013 zeigte. Vielleicht können sie aber nun wieder in die Jetzt-Zeit zurückkommen.
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    2. Antwort von Peter widmer, Arosa
      @passant: sie geben sehr viele tips und berichten regelmässig über die zukunft, von daher lade ich sie ein, die reise in der jetzt-zeit mit zu tun.
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    3. Antwort von Urs Rösli, Zürich
      Ausreden hin oder her, Herr Passant: Man darf kritisieren, wenn man selber in der Lage ist, das zu tun, was man kritisiert. Darum nerven mich Kritiker im Allgemeinen, weil Sie das nicht können, was Sie beanstanden. Und zweitens: Auch beim Kritisieren sollten Anstand und Respekt nicht verloren gehen. Und wenn ich lese, was Sie damals und auch heute noch teilweise schreiben, stelle ich fest, dass Sie diese beiden Wörter nicht kennen.
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    4. Antwort von jean passant, thun
      @Rösli. Ihre Theorie, dass man nur kritisieren darf, wenn man es mindestens gleich gut tun kann, ist gelinde gesagt Unsinn. Wie möchte man denn Literatur- oder Filmkritik u.ä. noch zulassen. Kritik gegenüber Stars, die sich in der Öffentlichkeit bewegen darf auch mal harscher ausfallen, immerhin verdient RF nur mit Werbeeinnahmen gut 20 mal so viel wie ein Durchschnittsschweizer in seinem ganzen Leben.
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    5. Antwort von Urs Rösli, Zürich
      Lesen scheint nicht Ihre Stärke zu sein, Herr Passant. Ich schreibe nirgends "..dass man nur kritisieren darf, wenn man es mindestens gleich gut tun kann.." sonst wären Sie ja ein uns unbekannter Weltstar. Und Sie haben recht, ich bin gegen Kritik. Hören Sie sich einmal den "Musikkritiker" von Georg Kreisler an. WENN der Kritiker selber Filmer, Musiker, Tennisspieler ist, dann akzeptiere ich Kritik. Aber nicht von jemandem, der nicht einmal weiss, wie man den Tennisschläger hält..
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  • Kommentar von jc heusser, erstfeld
    Wo sind nun die Stimmen, welche Federer als "zu alt schon abgeschrieben haben" ? Roger ist wohl der "kompletteste Tennispieler" den es je gegeben hat! Keiner kann so konstant aufschlagen und das Spiel varieren wie er!
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