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Grand-Slam-Turniere Federer: «Ich habe mich selbst zerstört»

Roger Federer trauerte nach dem bitteren Aus gegen Tommy Robredo seinen vergebenen Chancen nach. «Ich habe mich heute selber zerstört», so das brutale Fazit des fünffachen US-Open-Champions.

«Meine Leistung war sehr enttäuschend», gab Federer nach dem Spiel zu. «Ich habe so viele Chancen ausgelassen und meinen Rhythmus nicht gefunden. Dann wird es immer schwierig.»

«Eine frustrierende Vorstellung»

Besonders schmerzvoll war der Blick auf die 14 teils fahrlässig ausgelassenen Breakchancen: «Ohne den Erfolg von Tommy schmälern zu wollen, aber ich habe das Gefühl, dass ich mich heute selber zerstört habe», so Federer. «Das war eine frustrierende Vorstellung.»

Keine Überraschungen von Robredo

Die Frage, ob denn Robredo etwas anders gemacht habe als in den Begegnungen zuvor, verneinte Federer: «Das hat er nicht, keine Überraschungen. Er spielte weder Serve-and-volley noch Chip-and-charge», so die Nummer 7 der Welt. «Tommy stand an der Grundlinie, wie er es immer tut. Und er servierte mit Kick, wie er es immer tut.»

Robredo: «Den besten Spieler aller Zeiten geschlagen»

Ganz anders war die Gefühlslage beim 31-jährigen Spanier: «Das ist überwältigend. Ich habe den besten Spieler aller Zeiten geschlagen. Und das an diesem Turnier, das er so sehr liebt.»

Was den Ausschlag zu seinen Gunsten gegeben hatte, war Robredo klar: «Ich habe die Breakbälle verwertet, Roger nicht», so das banale Fazit. Zudem rief Robredo freudig in Erinnerung, dass er zuvor in 10 Partien gegen Federer insgesamt nur 3 Sätze gewonnen hatte, und nun gleich 3 am Stück.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Fussball Experte, Chur
    Viele schreiben hier schlecht über Federer. Viele meinen sie wissen besser was Federer tun sollte und was nicht... Lasst ihn doch einfach Tennis spielen! Es ist seine Entscheidung wann er zurücktreten will und immerhin hat er viele viele Jahre die Schweiz mit Erfolgen gekrönt, also gönnt ihm dies, auch wenn er vielleicht denn richtigen Zeitpunkt um zurückzutreten verpasst hat.
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  • Kommentar von Resi Weber, Lausanne
    Faut avoir du culot an Federer Rücktrittsforderungen zu stellen.
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  • Kommentar von Urs Büeler, Lachen SZ
    Federer wurde nach 2 Pflichtsiegen gegen 2 Nobodies mit Lob überhäuft und seine Krise als beendet erklärt. Tatsächlich hat Federer in diesem Jahr eine sehr desolate Leistungsbilanz aufzuweisen. Vielleicht braucht er einen neuen Trainer? Wenn er in diesem Trott weiterfährt, wird er schon in diesem Jahr aus den Top-20 fallen. Für mich war R. Federer, der beste Spieler in der Geschichte des Tennis. ich persönlich bin davon überzeugt, dass er kein wichtiges Turnier mehr gewinnen wird.
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    1. Antwort von Resi Weber, Lausanne
      @Urs Büeler scheibt "war der beste Spieler in der Geschichte des Tennis". Er legt ein weniger gutes Jahr hin und ist also schon nicht mehr der beste der T-Geschichte. Geschichte schreibt sich also in einigen Monaten. RF ist ein Unternehmen mit Angestellten, Sponsoren usw. Würden Sie gleich Ihre Firma auf den Kopf stellen, wenn Sie erstmals rote Zahlen schreiben?
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    2. Antwort von jean passant, thun
      Federers Leistungen sind in diesem Jahr katastrophal. Jedes Turnier "krönt" er mit einer noch schlechteren Darbietung, in diesem Trott ist es nicht mehr die Frage Top 20, Top 50, Top 100, viel mehr gehört RF überhaupt noch ins Profitennis? Ich fordere nichts, aber rechne damit, dass er noch in diesem Jahr den Rücktritt erklären wird, höchstwahrscheinlich in Basel.
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