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Grand-Slam-Turniere Federer: «Ich habe versucht, die Blutung zu stoppen»

Ein glücklicher Gewinner und ein fairer Verlierer – was Novak Djokovic und Roger Federer nach dem Halbfinal zu sagen hatten.

Roger Federer bei der Pressekonferenz.
Legende: Nachdenklich Roger Federer bei der Pressekonferenz. Keystone

«In den ersten beiden Sätzen habe ich unglaublich gespielt. Das ist gegen einen Spieler wie Roger auch notwendig», gab Novak Djokovic sein Erfolgsrezept preis. Roger Federer sah dies nicht anders. Die Stimmen nach der Partie.

Das sagte Roger Federer über...

  • ... den furiosen Start Djokovics: «Es ist hart, wenn Novak schon von Beginn weg so stark spielt. Du versuchst, die Blutung irgendwann zu stoppen. Er retourniert so stark wie Andre Agassi damals. Die ersten beiden Sätze waren schnell weg.»
  • ... seine eigene Leistung: «Natürlich wollte ich es gut machen. Natürlich hatte ich einen Plan. Natürlich hatte ich Ideen, was ich tun möchte. Aber ich habe es nicht ganz umsetzen können.»
  • ... über den «Best-of-Five»-Modus: «Ob zwei oder drei Gewinnsätze – ich kann vier oder fünf Stunden rennen. Das ist kein Problem. Ich bin nicht beunruhigt, wenn ich längere Ballwechsel spielen muss. Ich weiss, dass ihr (die Journalisten, Anm. d. Red.) das anders seht. Ich verstehe das, weil ihr denkt, ich sei alt. Aber es ist kein Problem für mich.
  • ... über die Zuschauer: «Ich bin so dankbar für die Unterstützung. Für solche Momente quält man sich im Training. Ich wünschte, ich könnte hier noch ein weiteres Match spielen. Ich möchte nächstes Jahr wiederkommen und das Ganze nochmals erleben.»
Legende: Video «Lüthi: «Müssen die ersten beiden Sätze genau analysieren»» abspielen. Laufzeit 1:35 Minuten.
Vom 28.01.2016.

Das sagte Novak Djokovic über...

  • ... seinen Sieg: «Ich wusste, dass Roger sehr aggressiv spielen würde und oft ans Netz geht. Bei mir hat vor allem in den ersten beiden Sätzen alles funktioniert. Es waren wohl die besten zwei Sätze, die ich je gegen ihn gespielt habe.»
  • ... die Australian Open: «Hier habe ich 2008 meinen ersten Grand-Slam-Titel geholt. Es fühlt sich jedesmal sehr gut an, hierhin zurück zu kommen. Wann immer ich die Rod Laver Arena betrete, kommen die Erinnerungen von 2008 zurück.»
  • ... die möglichen Finalgegner: «Ich erwarte das Unerwartete. Milos Raonic spielt sehr stark, bewegt sich besser. Aber Andy Murray ist auch ein Spieler mit hoher Qualität. Und er geniesst hier viel Support.»
Legende: Video «Djokovic: «Ersten beiden Sätze waren unglaublich»» abspielen. Laufzeit 4:33 Minuten.
Vom 28.01.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 28.01.2016 09:30 Uhr

37 Kommentare

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  • Kommentar von Doris Loegel, Fulenbach
    Ich verfolge Rogers Spiel nun auch seit Beginn seiner Karriere und bin nach wie vor sehr beeindruckt vom Spiel dieses Ausnahmetennisspielers. Das ist er nämlich. Aber auch er ist nur ein Mensch, mit guten und weniger guten Tagen. Und wenn man letztere analysiert, dann findet man rasch heraus, dass Roger ein Grossteil seiner Niederlagen im Kopf verloren hat, so auch die Partie gestern gegen Djokovic.Federer wirkt gegen ihn in solchen Momenten wie ausgewechselt. Aber daran kann er arbeiten...
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  • Kommentar von Bruno Hochli, Reinach BL
    Ich hatte das Gefühl, dass Roger Federer nicht an seine Change geglaubt hat. Es sah aus als leider er an der Djokomanie. Schade, aber ich habe ihn schon viel besser Spielen sehen.
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  • Kommentar von Hans Imhof, Bern
    Herr Bolder: Sehen Sie das auch so, dass das heutige Tennis kein Vergleich mehr ist zum Tennis, welches Federer spielte, als er auf dem Zenit seiner Kariere war? Das heutige Tennis ist viel attraktiver, besser und technisch ausgereifter!
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    1. Antwort von Bolder, Bern
      Herr Imhof: Sehen Sie das auch so, dass im heutigen Tennis nicht vergleichbare Trainingsmethoden und Wissen vorhanden sind, als noch zur Zeit, in welcher Federer auf dem Zenit seiner Karriere war? Die heutigen Methoden sind viel spezifischer, technischer, dynamischer und ausgereifter.
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    2. Antwort von Matteo Zuber, Zürich
      Herr Imhof: Das stimmt überhaupt nicht. Auf der ganzen Tour gibt es lediglich einen (!) Spieler, der RF momentan das Wasser reichen kann und das ist Djokovic. Ja es stimmt, Novak ist momentan der King. Aber gibt es nennenswerte Konkurrenz? Nein. Einzige Kontrahenten sind Murray, Federer und Wawrinka. Murray spielt wie Djoko - einfach schlechter. Wawrinka ist nicht konstant und Federer mittlerweile 34 Jahre alt....
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    3. Antwort von Hans Imhof, Bern
      Danke für Ihre Antwort Herr Zuber! Ich denke diese Aussage ist zutreffend! Wobei Nadal nicht abgeschrieben werden darf! Aber 2015 war er sicher nicht der Nadal von 2008 bis 2014!
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