Federer meistert auch die Hürde Berdych

Roger Federer steht nach einem überzeugenden Sieg gegen Tomas Berdych (ATP 6) im Halbfinal der Australian Open. Sein 12. Einzug unter die letzten Vier geriet kaum je in Gefahr.

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Federer lässt Berdych keine Chance

3:50 min, aus sportaktuell vom 26.1.2016

«Ich bin jederzeit bereit, auch 6 Stunden zu spielen», hatte Federer vor der Partie gegen Berdych gesagt. Ganz so lange musste er gegen den Tschechen dann doch nicht auf dem Platz stehen.

Nachdem sich die beiden zu Beginn einen harten Kampf geliefert hatten, riss Federer das Spieldiktat immer mehr an sich. Seinen 1. Matchball verwertete er schliesslich nach 136 Minuten zum 7:6 (7:4), 6:2, 6:4-Sieg.

Viele Geschenke von Berdych

Berdych bewies einmal mehr, dass er mit den Besten durchaus mithalten kann. Weil ihm seine Nerven aber in den entscheidenden Momenten einen Streich spielten, reichte es auch im 5. Duell in Folge nicht zu einem Satzgewinn gegen den Schweizer. Der Tscheche führte sowohl im 1. als auch im 3. Durchgang mit Break, brachte diesen Vorsprung aber nicht ins Trockene.

«  Wenn er hinter den Ball kommt, ist er schwer zu spielen. »

Federer über Berdych

Bezeichnend für den Auftritt von Berdych war der 3. Satz, als dem 30-Jährigen nach einem schwachen Aufschlagspiel von Federer zum frühestmöglichen Zeitpunkt der Servicedurchbruch gelang. In der Folge leistete er sich aber zwei einfache Vorhandfehler, schlug eine Rückhand ins Netz und schenkte dem Schweizer das Rebreak schliesslich mit einem Doppelfehler.

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Zufriedener Federer nach Sieg gegen Berdych

3:33 min, vom 26.1.2016

Federer beisst sich rein

Federer zeigte vor allem im 1. Satz, den er im Tiebreak souverän für sich entschied, einige Schwächen. Bei eigenem Aufschlag war er nicht immer sattelfest, und auch mit seiner Rückhand unterlief ihm der eine oder andere Fehler zu viel. Mit seiner Leistung zeigte er sich dennoch «sehr zufrieden».

«Wichtig waren meine Reaktionen auf die Breaks», erklärte Federer, der seinen insgesamt 80. Sieg an den Australian Open feierte. Wenn Berdych hinter den Ball komme, sei er schwer zu spielen. «Ich musste deshalb versuchen, ihn in Bewegung zu bringen und den Ball möglichst flach zu spielen», sagte der Schweizer zu seiner Spielweise.

Es kommt zum Klassiker

Der Halbfinalgegner des Schweizers ist kein geringerer als Novak Djokovic. Dem Serben reichte gegen Kei Nishikori eine durchschnittliche Leistung zum 6:3, 6:2, 6:4-Sieg. Federer und Djokovic werden sich am Donnerstag (9:30 Uhr live SRF zwei) zum insgesamt 45. Mal gegenüberstehen. Bislang hat jeder 22 Matches gewonnen. Das letzte Duell in Melbourne hatte der Serbe 2011 (Halbfinal) für sich entschieden.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Australian Open

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