Zum Inhalt springen

Grand-Slam-Turniere Federer scheitert an Robredo und sich selbst

Für Roger Federer sind die US Open nach den Achtelfinals vorbei. Der Schweizer verabschiedete sich nach einer enttäuschenden Leistung mit einem 6:7, 3:6 und 4:6 gegen Tommy Robredo aus dem Turnier.

Und plötzlich war alles Selbstvertrauen wieder weg! Nachdem sich Federer in den letzten Wochen langsam aber sicher aus seinem Formtief des Frühsommers herausgekämpft hatte, lieferte er gegen Robredo eine wahre Fehlerorgie ab.

Spiel der vergebenen Chancen

Federer erarbeitete sich immer wieder Chancen zum Servicedurchbruch, die er mit unerklärlichen Eigenfehlern gleich selbst vernichtete. Von insgesamt 16 Breakbällen konnte er nur deren 2 im ersten Durchgang verwerten. «Ich hätte unbedingt einen Weg finden müssen, um wenigstens einen der ersten drei Sätze zu gewinnen», trauerte er seinen Möglichkeiten nach.

Legende: Video Die 14 vergebenen Breakbälle abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Vom 03.09.2013.

«So tut es besonders weh»

Statt in den heiklen Phasen sein bestes Tennis auszupacken, servierte Federer seinem Gegner mit je einem Blackout in den Sätzen 2 und 3 die entscheidenden Breaks auf dem Silbertablett - jeweils zu Null. Nicht weniger als 43 unerzwungene Fehler hatte der Schweizer nach den knapp zweieinhalb Stunden Spielzeit auf dem Konto. «So zu verlieren tut besonders weh. Ich hatte es in der Hand.»

Erster Sieg für Robredo

Robredo nahm die Geschenke dankend an. Ohne eine überragende Vorstellung abliefern zu müssen, kam der Spanier zu seinem ersten Sieg über die langjährige Weltnummer 1, nachdem er zuvor in 10 Duellen 10 Niederlagen kassiert hatte.

Kein Major-Final 2013

Für Federer geht 2013 somit als erstes Jahr seit 2002 in die Geschichte ein, in welchem er keinen Grand-Slam-Final bestreiten konnte. In New York scheiterte der 17-fache Major-Sieger erstmals seit 10 Jahren wieder vor den Viertelfinals.

24 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von René, St.Gallen
    @passant Der ewige Pessimist. Ihre Szenarien sind meistens ziemlich daneben. Die Voraussage betr. Tomic & Nishikori war ein reiner Fehltritt. Äusserung, Rafa war im Jahre 2012 abwesend, dies entspricht nicht der Realität! Als auch, bei RF war nach Wimbledon 2012 ein Abwärtstrend erkennbar, entspricht keineswegs dem Saisonverlauf 2012! Abwärtsspirale: Die Tendenz von RF zeigt in den letzten 2 Turnieren in eine positive Richtung. Absturz: Nächste Woche ist RF nicht mehr die Nr.7, sondern die Nr.6!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von jean passant, thun
      Nummer 6 ist reiner Zufall, hat gar nichts mit den jetzigen Leistungen zu tun. Den Gegner habe ich nicht richtig benannt, stimmt, ich rechnete nicht mit Robredo. Der Abwaärtstrend ist trotzdem da, AO HF, Paris VF, Wimbledon 2 Runde, US Open spielte er zuletzt ähnlich schwach wie Wimbledon. Ich gebe zu in der Zwischenzeit sind die Negativprognosen schon ein Selbstläufer. Ich wäre mehr interessiert worauf sich der Optimismus stützt, ausser auf das Prinzip Hoffnung.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Eiselen, Schaffhausen
    Was er sonst perfekt beherrscht, gelang ihm diesmal nicht: Am Ende des Matches konnte RF seine Emotions nicht mehr verbergen: Wut, Verzweiflung, Enttäuschung, Frust. Das sind Faktoren, die einfach nur direkt nach unten ziehen. Auch im Interview schaffte er es nicht, dies zu übertünchen, so sehr er es auch wollte. Nun wird es ernst für ihn, und das rutschte ihm, verklausuliert zwar, auch heraus...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Ihre Beobachtung kann ich so nicht teilen. Federer beherrscht es fast perfekt, seine Emotionen während des Spiels zu beherrschen. Nach dem Spiel fiel es ihm schon immer schwer, seine Stimmung nicht wenigstens durchblicken zu lassen (Ausgelassenheit, Enttäuschung, Ärger, all das war nach seinen Spielen immer sichtbar).
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jack Jones, Basel
    Der Vergleich mit Janka hingegen passt gut. Beide Sportler gehören mitunter zu den besten ihres Fachs (nachwievor). Aber es passt nicht zusammen. Das darf und muss man kritisch hinterfragen. Rücktrittsforderungen sind aber natürlich fehl am Platze. Jetzt gilt es, in den Hallenturnieren - welche ja RFs Spezialität sind/waren - neue (alte) Stärke zu finden und dann 2014 in neuer Frische wieder zu kommen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen