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Grand-Slam-Turniere Federer scheitert im Achtelfinal

Die French Open sind für Roger Federer mit einem 7:6, 6:7, 2:6, 6:4, 3:6 gegen Ernests Gulbis (ATP 17) in den Achtelfinals jäh zu Ende gegangen. Mit der 2:0-Satzführung vor Augen geriet für die Weltnummer 4 die Partie ins Stocken. Nach 222 Minuten hatte der Lette den Schweizer bezwungen.

Legende: Video «Zusammenfassung Federer - Gulbis» abspielen. Laufzeit 7:41 Minuten.
Aus sportpanorama vom 01.06.2014.

Seit 2011 und dem vierten Finaleinzug in Paris (Niederlage gegen Nadal) geht es für Federer in Roland Garros sukzessive nur noch abwärts.

Im folgenden Jahr wurde er im Halbfinal eliminiert, danach in der Runde der letzten 8. Und nun musste er bei seiner 16. French-Open-Teilnahme in Folge seine Ambitionen bereits im Achtelfinal begraben.

Das Momentum kippte nicht

Dabei hatte der 4. Satz die Hoffnung des Schweizers nochmals genährt. Federer führte mit Doppel-Break 5:2, geriet nach einer längeren Auszeit von Gulbis allerdings nochmals ins Wanken. Doch letztlich schaffte er den Satzausgleich.

Wer nun dachte, das berühmte Momentum wäre damit gekippt, irrte. Gulbis übernahm gleich wieder die Kontrolle. Er startete mit einem Break in den entscheidenden Durchgang und gab diesen Vorsprung nicht mehr preis.

Roger Federer.
Legende: Ausrutscher in Paris Für Roger Federer war die Achtelfinal-Hürde nicht überwindbar. Keystone

Zunächst die Tiebreak-Bilanz aufpoliert

Ganz zu Beginn hatte für Federer noch nicht viel auf dieses bittere Aus hingedeutet. In einem intensiven 1. Durchgang, in dem beide Spieler je ein Break hinnehmen mussten, zeigte er im Tiebreak eine starke Aufholjagd. Mit vier Punkten in Folge drehte der 32-Jährige ein 3:5 in ein 7:5, ein herrlicher Passierball bedeutete den Gewinn des Startsatzes.

Dabei waren genau die Tiebreaks in dieser Saison bislang eine Schwachstelle des Schweizers gewesen. Seine Bilanz lag vor dem Gulbis-Match bei 7:8.

Ins Stocken geraten

Federer erhielt gleich nochmals eine Chance, sich in dieser Rubrik auszuzeichnen. Doch dass auch der 2. Satz in ein Tiebreak mündete, und er in dieser Kurz-Entscheidung den wieder erstarkten Gulbis nicht mehr aufhalten konnte (3:7), muss sich der Baselbieter selbst zuschreiben. Mit einem Break zum 5:3 und nach 2 Satzbällen bei eigenem Service steuerte er einer 2:0-Satzführung entgegen. Doch dann geriet er aus dem Tritt.

Der Lette verkürzte auf 4:5 und setzte den Weltranglisten-Vierten auch im folgenden Aufschlagspiel unter Druck, als er sich wiederum 2 Breakchancen hatte erkämpfen können. Mehr als die Rettung ins Tiebreak lag für Federer nicht mehr drin.

Im 3. Satz lief der Lette sogar zur Bestform auf und dominierte mit 6:2.

58 Kommentare

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  • Kommentar von Amateur, Aarau
    Wäre interessant gewesen, Gulbis in seiner jetzigen Form gegen Nadal, Nole oder Murray zu sehen. Die Auslosung meinte es dieses Jahr ja besonders gut mit Nadal (kein einziger gesetzter Spieler bis in den Viertelfinal, der höchstplazierte knapp in den Top 60!). Der Weg in den Viertelfinal war für Federer bedeutend schwieriger. Es waren wohl alle Topspieler froh, dass der Stolperstein Gulbis Federer schon im AF in die Quere kam. Ob Gulbis nun auch gegen Berdych ein Medical Timeout braucht?
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  • Kommentar von Landmesser Michael, Thun
    Ernest Gulbis ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr ist. Er spielt in diesem Jahr sehr gutes Tennis und hat 2014 schon 2 Turniersiege im Sack (U.a. Nizza auf Sand). Diese Unterlage scheint ihm also zu liegen. Auch sein Aufstieg in der Weltrangliste ist beträchtlich: Anfang 2013 war er noch nicht einmal in den Top 100 und nun ist er bereits die Nr. 17 der Welt. Solche jungen Spieler (er ist noch nicht mal 22) tun dem Tennis sehr gut! Insofern war die Niederlage von Roger nicht überraschend.
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  • Kommentar von TennisSport, Winterthur
    Agessi beendete seine Kariere mit 36 (ausserhalb der Top 10). Mit 32 kein GS, mit 33 gewann er den letzten GS (Platz 4), das wäre wohl der richtige Moment gewesen (auch er spielte aber bis 35 Jahre immer in den Top 10 und hörte erst mit 36 auf, als er aus den Top 10 viel ). Gibt es nur einen plauslieblen Grund warum Roger aufhören solle, er nicht die gleiche Chance hat? Also hört auf, zu sagen Roger wisse nicht wann er aufhören soll, aber Sampras, Agessi und Co. wussten es.
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