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Grand-Slam-Turniere Federer scheitert in Melbourne sensationell an Seppi

Roger Federer ist an den Australian Open überraschend in der 3. Runde ausgeschieden. Der 4-fache Melbourne-Champion unterlag dem Italiener Andreas Seppi (ATP 46) mit 4:6, 6:7 (5:7), 6:4 und 6:7 (5:7).

Legende: Video Federer - Seppi: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 03:43 Minuten.
Aus sportlive vom 23.01.2015.

Seit 2004 hatte es Roger Federer an den Australian Open immer bis mindestens in die Halbfinals geschafft. 2015 bedeuete bereits die 3. Runde Endstation - gegen einen Gegner, der ihm zuvor keine Mühe bereitet hatte.

Viele Fehler bei Federer

Zehnmal sind sich Federer und Andreas Seppi (It) vor dem Duell in Melbourne gegenübergestanden. Und zehnmal hiess der Sieger Federer. Der Schweizer gab dabei nur einen Satz ab. Im 11. Aufeinandertreffen lief aber alles anders.

Federer konnte zu keinem Zeitpunkt sein Spiel aufziehen, wirkte unsicher und beging ungewohnt viele Eigenfehler. Seppi war vor allem zu Beginn der bessere Akteur und zwang Federer immer wieder zu langen Grundlinien-Duellen, die meistens an den Italiener gingen. Alleine im ersten Durchgang produzierte Federer nicht weniger als 17 unerzwungene Fehler.

«Der 2. Satz hat mir das Genick gebrochen»

Legende: Video Zusammenfassung Federer - Seppi («sportaktuell») abspielen. Laufzeit 04:32 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 23.01.2015.

Seppi gelang das entscheidende Break zum 5:4 - zu null notabene. Auch der 2. Satz sollte für Federer keine Besserung bringen. Die Breakrückstände zum 1:2 und 4:5 konnte er zwar umgehend wieder wettmachen. Aber vor allem beim 2. Servicedurchbruch benötigte der 33-Jährige mit einem Netzroller viel Glück. Im Tiebreak führte Federer 5:3, ehe Seppi mit 4 Punkten in Folge den Sack zumachte.

Für Federer war der Verlust des 2. Satzes die Vorentscheidung in der Partie: «Diesen Durchgang zu verlieren, hat mir das Genick gebrochen», sagte er auf der anschliessenden Pressekonferenz.

Die Partie blieb in der Folge umkämpft und Federer konnte seine Fehlerquote nicht entscheidend senken (am Ende verzeichnete er über 50 «unforced errors» und 9 Doppelfehler). Dank des Sevicedurchbruchs zum 2:1 ging der 3. Umgang dennoch an den 17-fachen Grand-Slam-Sieger.

Federer hadert

Auch im 4. Satz lieferten sich Federer und Seppi ein Duell auf Augenhöhe. Und mit zunehmender Matchdauer begann der Schweizer auch immer mehr zu hadern und seinen Unmut in lauten Selbstgesprächen kundzutun. Weil beide ihre Aufschläge halten konnten, musste erneut das Tiebreak entscheiden.

Legende: Video Federer - Seppi: Der Matchball abspielen. Laufzeit 00:24 Minuten.
Aus sportlive vom 23.01.2015.

Und dort hatte Federer alle Vorteile auf seiner Seite: Er führte dreimal mit Minibreak, gab beim Stand von 5:4 aber beide Aufschläge ab. Der Matchball war sinnbildlich für Federers unsicheren Auftritt: Anstatt einen Angriff von Seppi am Netz mit der Rückhand zu vollieren, liess er den Ball durch. Doch dieser landete auf der Linie und besiegelte Federers Out nach knapp 3 Stunden.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 23.01.2015, 04:45 Uhr

40 Kommentare

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  • Kommentar von Seppli Moser, 8000 Zürich
    Herr Sahli Federer ist einer der wenigen, der dem Schiedsrichter die Hand gibt und ihm dabei noch in die Augen schaut. Immer.
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn, Winterthur
    Na ja, shit happen. Nichts passiert. Herr Federer muss niemandem mehr was beweisen. Trotzdem will er das vielleicht doch nach wie vor. Nur nicht ins Grübeln geraten nun, das wäre möglicherweise fatal. Tennis ist ein Sport, ganz klar, aber eben auch ein Spiel.
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  • Kommentar von Urs Sahli, Rubigen
    ALLE Spieler geben dem Schiedsrichter nach dem Match die Hand. Ist Sache des Anstands. Nicht aber der sog. König R. Federer. Der findet das nicht nötig. Wenn man durch eigenhändig verlorenes Spiel nicht die Grösse hat, dem Schiedsrichter die Hand zu geben, grenzt das an Arroganz. Schade. Durch diese Geste hat Herr Federer bei mir alle Sympathie verloren. Zum Glück haben wir noch Stan Wawrinka. Der weiss wenigstens, was Anstand ist.
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    1. Antwort von Urs Rösli, Zürich
      Wegen des Handgebens: Wenn ich mir das anschaue, sehe ich Roger Federer im Feldteil von Andreas Seppi zum Gratulieren. Kann es nicht sein, dass er auf dem Weg dorthin dem Schiedsrichter die Hand gegeben hat? Denn ein Roger Federer ohne Anstand: Das kann ich mir jetzt überhaupt nicht vorstellen....
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    2. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Urs Sahli, entweder Sie haben es übersehen oder es wurde nicht gezeigt. Ich sehe mir sozusagen jeden seiner Matches an, er schüttelt am Ende immer auch die Hand des Schiedsrichters, immer.
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    3. Antwort von Glatte Benz, Oberhasli
      Federer gibt immer dem Schiedsrichter die Hand! Hätten Sie das Spiel auf Eurosport verfolgt dann hätten Sie es mitbekommen! Und was Stan angeht: beim Letzten Match gegen Copil als er nicht sofort sein nicht gekühltes Wasser bekam hat er zuerst den Balljungen danach den Schiedsrichter angepflaumt! Könnens gerne nachlesen ist auch SRF aufgefallen! Das fand ich total daneben! So viele GS Titel hat er nun wirklich nicht um so arrogant zu sein!
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    4. Antwort von Urs Werner, Bern
      Schon wieder ein unnötiger Kommentar von einem, welcher den Match nicht gesehen hat! Ein Urteil anhand einer Zusammenfassung?? Was glauben Sie, wo Federer durchgegangen ist, um Seppi auf der andern Seite zu gratulieren? Schon das zeugt von grosser Sympathie, wie er diese Niederlage hin nimmt und auf Seppi zugeht und ihm freundlich gratuliert. Ein anderer Spieler hätte genervt am Netz gewartet, bis der Italiener fertig gefeiert hat und ihm dann kurz abgeschlagen und sich verkriecht.
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