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Grand-Slam-Turniere Federer verliert US-Open-Final der verpassten Chancen

Es hat nicht sollen sein: Roger Federer verliert den US-Open-Final gegen Novak Djokovic in einer Partie auf Augenhöhe nach über drei Stunden mit 4:6, 7:5, 4:6, 4:6. Der Schweizer liess zu viele Chancen ungenutzt.

Legende: Video Federer scheitert dramatisch an Djokovic abspielen. Laufzeit 6:03 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.09.2015.

4 von 23. Es sind die Zahlen, die in der Analyse des US-Open-Endspiels zwischen Novak Djokovic und Roger Federer am Ende den Unterschied ausmachten. 23 Breakchancen konnte sich der bisweilen grossartig aufspielende Federer erarbeiten, verwerten konnte er aber nur 4 davon. Djokovic seinerseits agierte wesentlich effizienter und nutzte 5 seiner 12 Möglichkeiten.

Djokovic zeigte in der gesamten Partie genau dann sein bestes Tennis, wenn es darauf ankam. So beispielsweise im 3. Satz, als er beim Stand von 3:4 im Stile eines Champions zwei Breakmöglichkeiten Federers abwehren konnte. Oder bei 5:4 im 4. Durchgang, als er mit dem Sieg vor Augen nochmals zwei Chancen des Schweizers zunichte machte.

Legende: Video Federer: «Ich werde wiederkommen» abspielen. Laufzeit 2:29 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.09.2015.

Federer mit zwei Punkten weniger

Federer war also keineswegs der zwingende Verlierer in einer Partie, die wegen eines hartnäckigen Regenschauers erst mit dreistündiger Verspätung begonnen hatte. Am Ende hatte Djokovic lediglich zwei Punkte mehr auf dem Konto (147:145).

Um 22.40 Uhr Ortszeit verwertete der Serbe nach 3:20 Stunden seinen ersten Matchball mit einem Aufschlagwinner, der grosse Jubel blieb jedoch aus.

Federer: «Ich werde zurückkommen»

Das Publikum hatte keinen Hehl daraus gemacht, welchen Sieger es gerne sehen würde. Die über 23'000 peitschten Federer nach vorne, auch als dieser im 4. Satz mit Doppelbreak zurücklag. Auch bei der Siegerehrung erhielt der fünffache US-Open-Sieger die überschwänglicheren Ovationen wie der frischgebackene Champion.

Ich verspreche euch, ich werde im nächsten Jahr zurückkommen.
Autor: Roger Federer

Federer zeigte sich verständlicherweise enttäuscht über die Niederlage. «Aber ich habe ein sehr gutes Turnier gespielt. Die ganze Nordamerika-Reise war hervorragend», so Federer. Er sei sehr zufrieden mit seiner Spielweise und habe noch immer die Leidenschaft und die Liebe für das Spiel. «Ich verspreche euch, ich werde im nächsten Jahr zurückkommen», so der älteste Grand-Slam-Finalist seit Andre Agassi vor zehn Jahren.

Legende: Video Djokovic: «Es war eine unglaubliche Saison für mich» abspielen. Laufzeit 3:39 Minuten.
Aus sportlive vom 14.09.2015.

10. Grand-Slam-Titel für Djokovic

Während es Federer verpasste, zum 6. Mal in New York zu gewinnen und damit zum alleinigen Rekordhalter zu werden, feiert Djokovic in Flushing Meadows seinen 2. Titel nach 2011. Für die Weltnummer 1 ist es bereits der 10. Grand-Slam-Titel insgesamt.

Sendebezug: SRF, laufende Berichterstattung zu den US Open.

Legende: Video Federer - Djokovic: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 6:34 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.09.2015.

79 Kommentare

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  • Kommentar von H. Lins, Konstanz
    Hr. Bolder, die Realität sieht anders aus. Federer hat seinen ersten GS in 2003 geschafft, in diesem Jahr wurde er 22 Jahre. Fairerweise muss man Nadal auch diese Enwicklungszeit zugestehen, er wurde 22 Jahre in 2008. Nun schauen wir, was Federer seit 2008 noch an GS geschafft hat. Das sind gerade mal 5 von 17 GS, ein sehr dürftiges Ergebnis. In 2008 war Federer aber im besten Tennisalter, nämlich erst 27 Jahre!!! Einziger Logischer Schluss: DIE KONKURRENZ VOR 2008 WAR VIEL GERINGER ALS AB 2008!
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    1. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Federer war 2008 am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und brauchte einige Zeit, um wieder den Anschluss an seine Topleistungen zu finden. Dass eine Tenniskarriere mit 28 Jahren allmählich in den Nachmittag geht, der Zenit also überschritten wird, ist logisch, zumal dann ja auch jüngere Spieler ins beste Tennisalter nachrücken. Das ging allen grossen Spielern so. Dass Federer trotz der grossen Konkurrenz noch immer die Weltnummer 2 ist, relativiert Ihre Argumentation deutlich.
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    2. Antwort von M. Bolder, Muhen
      PS: Nennen Sie mir mal einen Tennisspieler, den den Grossteil seiner Grand-Slam-Titel nach dem 30. Geburtstag gewonnen hat! (Im Übrigen: Hören Sie auf, hier rumzuschreien, das macht Ihre Argumente auch nicht besser.)
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    3. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Resultat einer kurzen Recherche: Was ich vermutet habe, ist tatsächlich der Fall: Mit 27 Jahren ist das beste Tennisalter bereits vorbei. Die meisten Grand-Slam-Titel wurden und werden im Alter von 23 bis 26 Jahren errungen. Djokovic tanzt insofern aus dieser Reihe, als er - abgesehen von seinem ersten grossen Titel - eher ein Spätzünder ist. Federer und Nadal repräsentieren diese Zeitspanne mit ihren grössten Erfolgen recht präzis.
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    4. Antwort von H. Lins, Konstanz
      DIe letzten GS-Gewinner Wawrinka und Cilic, die neu dazugekommen sind, wurden im Jahr ihres ersten Titelgewinnes 29 bzw. 26 Jahre alt. Davor gab es Murray und del Potro, sie wurden im Jahr ihres ersten Titelgewinnes 25 bzw. 21 Jahre alt. Sie alle werden mit 27 bis 32 im besten Tennisalter sein! Die Altersgrenze wird sich in Zukunft noch weiter hinausschieben, siehe Federer u. S. Williams. Von den TopTen sind aktuell bereits 4 Spieler 30 Jahre u. älter, die anderen 6 sind 24 bis 29 Jahre!
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    5. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Nennen Sie doch einfach eine Tennisgrösse, die die Mehrzahl der GS-Titel nach dem 30. Geburtstag gewonnen hat. Spekulationen über die Zukunft machen aus Ihren Gedanken noch kein zwingendes Argument. Inwiefern stützt es Ihre Argumentation, wenn jemand mit über 30 Jahren zwar in den Top Ten ist, aber keine oder nur noch vereinzelt GS-Titel gewinnt? Sie bemängeln bei Federer, dass er im besten Tennisalter nur noch dürftige Ergebnisse erzielt habe, das scheint aber ein allgemeines Phänomen zu sein.
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    6. Antwort von H. Lins, Konstanz
      Mit 27 Jahren u. später: Lendl, Connors, McEnroe, Agassi, Muster, Wawrinka, Djokovic. Das dürfte fürs Erste ausreichen.
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    7. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Lendl hat seinen 1. Titel mit 24 gewonnen, die beiden letzten mit 28 und 29. Connors will ich gelten lassen. McEnroe hat seinen letzten GS mit 25 gewonnen. Agassi 4 von 8 nach 28. Muster genau einen mit 27. Wawrinka hat bisher mit 28 und 30 Jahren einen GS gewonnen. Djokovic hat 2 seiner 10 Titel mit 28 gewonnen, er muss noch zeigen, ob er die Mehrzahl seiner Titel nach dem 30. Geburtstag gewinnen wird. Ihre Liste überzeugt nicht wirklich. Nach dem 30. hat keiner die Mehrzahl der GS gewonnen.
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    8. Antwort von Bruno Santoro, Zunzgen
      So etwas schmalsinniges! In jeder Epoche gibt und gab es eine Handvoll Topspieler. Dank Federer ist das Tennis heute was es ist! Er war lange fast unschlagbar und alle anderen mussten sich quasi neu erfinden um mit ihm mithalten zu können. Jetzt mit 34 hält er immernoch auf einem Gewaltslevel mit. Ich bezweifle ob ihm das je einer nachmachen wird und ich traue ihm solange er spielt alles zu! Wer weiss, vielleicht würde der Djoker mit 34 nichtmal gegen Steffi Graf gewinnen oder?
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    9. Antwort von H. Lins, Konstanz
      Es ging ursprünglich um das Jahr, in dessen Verlauf ein Spieler 27 Jahre alt wird. Dann meine Aussage, dass von 27 bis 32 das beste Tennisalter ist. Ausnahmen sind zweifellos Federer wegen äußerst geringer Konkurrenz vor 2008 und Nadal wegen seiner Alleinherrschaft auf Sand. Lendl 4GS ab 1987, McEnroe 0GS, Agassi 5GS ab 1997, Muster 1GS ab 1994, Wawrinka 2GS ab 2012, Djokovic bereits 4GS ab 2014. Ihre These ist leider widerlegt.
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    10. Antwort von M. Bolder, Muhen
      Bisher ist keine These widerlegt. Wenn Sie von Federer mehr Titel erwarten, nachdem er 27/28 geworden ist, aber kaum Spieler nennen können, die ihre Titel primär im höheren Alter gewonnen haben, ist eben nichts widerlegt. Die Mehrheit der GS-Titel werden zwischen 23 und 26 Jahren gewonnen, was man so auch in diversen Artikeln nachlesen kann, falls man nicht anhand geeigneter Quellen eine eigene Statistik darüber anlegen möchte. Ab 30 werden tendentiell nur noch wenige Titel gewonnen.
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  • Kommentar von Markus Breitschmid, Washington, DC
    Schade, sehr schade! Gestern wäre es relative einfach gewesen den 18. Grand Slam-Title zu gewinnen. Djokovic spielte nicht sehr gut, verfahren und nicht konstant. Leider speilte Federer noch verfahrener und noch weniger konstanter als seine Gegenüber. Es war gesamthaft der schlechteste gespielte Grand Slam-Final seit vielen Jahren. So eine Chance durfte wohl leider nicht mehr kommen. Schade, sehr schade!
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen, Ittigen
      Vielleicht war es der schlechteste GS-Final in diesem Jahr, aber auch das möchte ich bezweifeln. Sicher aber war der USOpen-Final 2014 nicht besser. Cilic spielte nicht mehr annähernd so gut wie Im Halbfinal gegen Federer und Nishikori war ziemlich am Anschlag.
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  • Kommentar von Max Muster, St.Gallen
    Machen wir uns doch alle nichts vor. Schuld war einzig und allein Marin Cilic mit seiner desaströsen Leistung im Halbfinale, mit der er den Djoker mental wieder aufgerichtet resp. sein Selbstbewusstsein aufpoliert hat. Shame on you mister Cilic! (Achtung, könnte möglicherweise nicht ganz ernst gemeint sein ;-))
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