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Nadal gegen Medwedew: Wer stemmt in Melbourne die Trophäe hoch?
Aus Sport-Clip vom 29.01.2022.
abspielen. Laufzeit 49 Sekunden.
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Final Medwedew – Nadal Eine neue Nummer 1 – und ein neuer Major-Rekord?

Rafael Nadal kann sich am Sonntag den 21. Grand-Slam-Titel schnappen. Schon jetzt steht fest: Daniil Medwedew wird die neue Nummer 1.

Wenn am Sonntag Daniil Medwedew und Rafael Nadal zum Handshake schreiten, wird die Tenniswelt den Atem anhalten. Denn mit dem Russen erhält die ATP-Tour bald eine neue Nummer 1. Gewinnt Medwedew den Final, so löst er Novak Djokovic am 21. Februar an der Spitze des Rankings ab. Verliert er, tritt dies am 28. Februar ein.

Programm-Hinweis

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Verfolgen Sie den Final der Männer an den Australian Open am Sonntag ab 09:30 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Die Partie gibt es zudem im Eurosport Player.

Nach sagenhaften 235 bzw. 236 Wochen wird vom Tennis-Thron ein neuer König grüssen. In diesem Zeitraum besetzten abwechslungsweise Djokovic, Nadal und Roger Federer diesen Platz. Andy Murray war zwischen November 2016 und August 2017 der bisher letzte Spieler, der die Phalanx der «Big Three» durchbrechen konnte.

Medwedew könnte mit einem Finalsieg zudem etwas Einmaliges erreichen. In der «Open Era» hat es bisher noch kein Mann geschafft, nach seinem Premieren-Grand-Slam-Triumph auch das darauffolgende Major-Turnier für sich zu entscheiden.

Legt Nadal erstmals vor?

Stemmt hingegen Nadal den Norman Brookes Challenge Cup in die Höhe, würde eine noch historischere Dimension erreicht. Der Spanier könnte im Rennen um den Grand-Slam-Rekord bei den Männern gegenüber Djokovic und Federer vorlegen und sich Nummer 21 schnappen.

Ruft man sich ins Gedächtnis, wo Nadal noch vor wenigen Wochen stand, wäre ein Triumph des Mallorquiners in Melbourne eine grosse Überraschung. Nicht einmal die Experten hatten den 35-Jährigen nach seiner hartnäckigen Fussverletzung und seiner Corona-Erkrankung vor Jahresende als Titelfavorit an den Australian Open auf dem Radar. Doch Nadal konnte sich «down under» von Spiel zu Spiel steigern.

Zudem kam dem 13-fachen Paris-Sieger entgegen, dass ihm ein potenzielles Viertelfinal-Duell mit Alexander Zverev (ATP 3) erspart blieb, weil der Deutsche zuvor überraschend an Denis Shapovalov (ATP 14) gescheitert war. Zverev wäre Nadals bestklassierter Gegner auf dem Weg in den Final gewesen. So war Matteo Berrettini (ATP 7) im Halbfinal die auf dem Papier schwierigste Hürde für den Spanier. Schmälern tut dies seine Leistung kaum – vor allem, sollte Nadal im Final auch noch Medwedew bezwingen.

Medwedew für Ausraster gebüsst

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Daniil Medwedew muss für sein schlechtes Benehmen im Halbfinal der Australian Open gegen Stefanos Tsitsipas gut 11'000 Franken Busse zahlen. Der Russe beleidigte den Stuhlschiedsrichter zum Ende des zweiten Satzes. Grund dafür war die Vermutung, dass der Vater von Tsitsipas taktische Anweisungen gegeben hatte. Auch Tsitsipas erhielt wegen illegalen Coachings eine Strafe.

Buchmacher sehen Medwedew vorne, aber ...

Die Ausgangslage vor dem Showdown am Sonntag scheint offener, als es die Wettquoten vermuten lassen. Diese sehen Medwedew (1,53) gegenüber Nadal im Vorteil (2,60). Der Russe musste im Viertelfinal gegen Félix Auger-Aliassime und zumindest in den ersten beiden Sätzen des Halbfinals gegen Stefanos Tsitsipas Schwerstarbeit leisten.

Zwar gab Nadal in diesen Runden gleich viele Sätze ab (3), allerdings waren die Partien gegen Shapovalov und Berrettini nicht ganz so kräfteraubend wie jene von Medwedew. Gegen den Kanadier brachten Nadal Magenprobleme in die Bredouille, den Italiener dominierte er über weite Strecken.

Spielverderber zum Zweiten?

Die mögliche Grand-Slam-Bestmarke von Nadal ist natürlich auch bei Medwedew präsent. Bereits am letztjährigen US-Open-Final stand der Rekord auf dem Spiel, damals avancierte der Russe gegen Djokovic zum Spielverderber. Dasselbe will er gegen Nadal schaffen: «Ich bin sicher, damals hat Rafa zugeschaut. Und ich bin sicher, am Sonntag wird Novak zusehen. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wen er anfeuern wird», so der 25-Jährige nach seinem Halbfinal-Erfolg.

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Archiv: Medwedew holt sich an US Open gegen Djokovic den Titel
Aus Sport-Clip vom 13.09.2021.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 18 Sekunden.

SRF zwei, sportlive, 28.01.2022, 09:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Medwedew ist eine absolut verdiente Nr. 1. Kann mir gut vorstellen, dass der länger auf dem Thron bleibt und dass damit die Aera der grossen Drei nun wirklich zu Ende geht. Ich denke, es gab noch nie so viele andere junge Spieler auf's Mal, die an die Spitze drängen.
  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Ein geschichtsträchtiger Final steht bevor: Mit der bereits sicheren Eroberung der Nummer-1-Position durch Medvedev sowie dem möglichen Grandslam-Rekord von Rafa eine grosse Affiche. Und trotzdem ein fahler Beigeschmack, da der erforlgreichste Spieler aller Zeiten des Australian Opens fehlt. Auch ich bin gegen Sonderbehandlungen von Athleten, aber dass alle gesunden Atheten (die sich regelmässig testen!) nicht antreten dürfen ist eines freien Landes völlig unwürdig - ein Mahnmal für die Zukunft
    1. Antwort von Paul Wagner  (päule)
      Kein fahler Beigeschmack. Es war gut und richtig, dass Novak nach Hause geschickt wurde.
      Immer dieses "Ja, aber" und "Was wäre wenn" in den Kommentaren sollte man einfach mal sein lassen. Es würdigt die Leistung der anwesenden Spieler herunter.