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Grand-Slam-Turniere Günthardt: «Bei Federer kommen gewisse Zweifel auf»

Roger Federers Wimbledon-Out in der 2. Runde gegen Sergej Stachowski war für Heinz Günthardt «ein Schock». Im Interview analysiert der SRF-Tennisexperte und Co-Kommentator den Auftritt des Grand-Slam-Rekordsiegers und antwortet auf die Frage, ob Federer seine Karriere bald beenden sollte.

Legende: Video SRF-Tennisexperte Heinz Günthardt im Interview abspielen. Laufzeit 04:11 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 27.06.2013.

Heinz Günthardt, ein Tag nach Roger Federers Out, gibt es irgendwelche neuen Erkenntnisse?

Günthardt: Das war selbstverständlich ein Schock. Allerdings gibt es solche im Tennis immer wieder. In den letzten Jahren hat es quasi bei jedem Grand-Slam-Turnier einen «Schock» gegeben: zum Beispiel das Erstrunden-Out von Serena Williams gegen Virginie Razzano 2012 in Paris. Nun hat es Roger Federer getroffen, weshalb wir das Ganze ein wenig anders betrachten. Federer ist nicht mehr 25-jährig, deshalb stellt man sich auch die Frage, ob er vielleicht ein wenig langsamer wird.

Vergleicht man Federers Erstrunden-Sieg in 69 Minuten mit dem Auftritt in der 2. Runde, dann sind das zwei komplett verschiedene Paar Schuhe. Wie erklären Sie sich dies?

Stachowski war ein ganz anderer Gegner als Hanescu. Es fiel aber schon in den letzten Wochen auf, dass bei Federer bei längeren Ballwechseln gewisse Zweifel aufkommen und er Bälle verzieht, die er früher nicht verzogen hat - vor allem auch in wichtigen Momenten. Zudem leidet der Return etwas mehr als früher, so verschenkte er gegen Stachowski ein paar wichtige Punkte.

Sie sprechen die Zweifel an. Wird man mit dem Alter von den Nerven her denn nicht etwas ruhiger?

Eher das Gegenteil ist der Fall. Man hat viel Erfahrung und weiss immer noch mehr, was alles schief gehen könnte. Zudem hat man das Gefühl, dass einem die Zeit etwas davon laufen könnte. Federer weiss, dass er nicht mehr 10 Jahre vorne mitspielen kann. Daher ist es gut möglich, dass sich ab und zu ein paar Zweifel mehr einschleichen.

Schauen Sie das komplette Interview im Video und erfahren Sie, was Günthardt Federer noch zutraut und ob er der Meinung ist, dass der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten zurücktreten sollte oder nicht.

Legende: Video Spielbericht Federer-Stachowski abspielen. Laufzeit 04:26 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 26.06.2013.

29 Kommentare

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  • Kommentar von Benjamin Garic, Appenzell
    "Vergleicht man Federers Erstrunden-Sieg in 69 Minuten mit dem Auftritt in der 2. Runde, dann sind das zwei komplett verschiedene Paar Schuhe." War das eigentlich extra, Stefan Bürer?:D PS: Wir haben auf Facebook eine Fangruppe für Heinz Günthardt und Stefan Bürer mit dem Namen "Heinz Günthardt + Stefan Bürer, Tenniskommentare vom andern Stern + Tennis" - besucht uns doch!:)
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    1. Antwort von Lydia Austerwalder, Grenchen
      Das ist in der Tat extrem lustig :-)
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Zwei komplett verschiedene Paar Schuhe, ganz genau. Hätte "Roger national" weiter mit den roten Schuhsohlen spielen dürfen, hätte er mit Leichtigkeit gewonnen. Es lag eindeutig an den neuen Schuhen, diese haben ihn langsamer gemacht. Es wundert mich, dass bis jetzt noch kein einziger Blogger das erwähnt hat. - Bevor ihr mir jetzt die Kappe wäscht: Achtung, Ironie!
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    3. Antwort von Hahaha, Hahaha
      Günthardt und Bürer in Wimbledon top, Federer leider flop! Hahaha!
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  • Kommentar von fernanda hildbrand, Gampel
    Ich denke, wenn jemand noch so gut spielt wie Roger, dann sollte er sicher noch nicht aufhören. Roger ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung für den Tennissport. Es wäre schade, wenn er nicht mehr an der Tour zu sehen wäre. Stachovsky hat einen absoluten Supertag erwischt. Das wird er in dieser Form nicht wiederholen können. Es war in den letzten Jahren immer so, dass die Medien von aufhören geredet haben, wenn Rosch ein Match verloren hat. Mach weiter Roger, wir wissen was wir an Dir haben.
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  • Kommentar von Doppel Fehler, Zürich
    Wenn er gesund bleibt, wird er sicher noch das ein- oder andere Turnier gewinnen. Ein Djokovic, Nadal oder Murray sind körperlich anfälliger. Wäre auch toll wenn er sich jetzt vermehrt dem Davis Cup widmen würde. Hier könnte er ein ganzes Team unterstützen. Rücktritt sehe ich überhaupt nicht - es macht immer noch Spass ihm zuzusehen. Game und Match - Roger Federer :-)
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