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Grand-Slam-Turniere Mitfavorit draussen: Zverev scheitert an Coric

Alexander Zverev (ATP 6) muss den Traum vom US-Open-Sieg früh begraben. Der Mitfavorit scheitert in der 2. Runde an Borna Coric (ATP 61) in 4 Sätzen.

Legende: Video Die wichtigsten Spiele im Round-Up abspielen. Laufzeit 02:36 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 31.08.2017.
  • Nach 3:26 Stunden war die 6:3, 5:7, 6:7 und 6:7-Niederlage von Alexander Zverev gegen den Kroaten Borna Coric besiegelt.
  • Im Duell der beiden Youngsters (beide 20 Jahre alt) vergibt Zverev im 4. Satz beim Stand von 6:5 3 Satzbälle in Serie.
  • Zum Round-up mit weiteren Partien des Tages geht es hier.

Zverev war im 4. Satz eigentlich der bessere Spieler: Er schien sich vom desolaten Tiebreak im 3. Umgang (1:7) gut erholt zu haben, diktierte die Ballwechsel und zwang Borna Coric immer wieder in die Defensive. Doch der Kroate zeigte sich als ausgezeichneter Entfesselungskünstler.

Coric beim 2. Satzball im Glück

So auch beim Stand von 6:5: Zverev führte als Rückschläger 40:0. Es sah alles nach einem Entscheidungssatz aus. Doch mit Können und auch etwas Glück (beim 2. Satzball streifte der Ball noch ganz knapp die Linie) rettete sich Coric ins Tiebreak.

Dort war dann wiederum der 20-Jährige aus Zagreb der bessere Spieler. Zverev wirkte nervös und etwas verängstigt, während Coric bei jedem Schlag volles Risiko nahm – und am Ende dafür belohnt wurde.

Auf und Ab bei Zverev

Zverev fehlte nicht nur die Überzeugung, sondern auch die Konstanz:

  • Die Weltnummer 6 schlug zwar 22 Asse und 43 Winner.
  • Der Deutsche verwertete aber nur eine von 11 Breakchancen und besiegelte die Niederlage mit dem 58. unerzwungenen Fehler.

Damit enden die US Open für den ebenfalls 20-jährigen Deutschen mit einer herben Enttäuschung. Spätestens nach dem Finalsieg in Montreal über Roger Federer trauten ihm viele Experten den Titel in New York zu. Auch er selbst, wie er nach der Niederlage meinte:

Ich weiss, dass ich hier grosse Dinge hätte erreichen können. Dinge, die ich bislang noch nicht erreicht habe. Aber ich habe im zweiten und dritten Satz sehr, sehr schlecht gespielt. Das ist einfach enttäuschend, aber mein Leben geht weiter.
Autor: Alexander Zverev

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 30.08.2017, 19:00 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Hug (AndiHug)
    ohhjee. schaut man sich die namen dieser tableau häfte an, erschreckt man. cilic(5), ist der bestgesetzte dannach kommt isner (10) und 12 gesetzt carreno. das ist ein witz. in der anderen hälfte sind nadal 1, federer 3, thiem 4, dimitrov 7, goffin 9, bautista11 , berdych 15, auch noch del potro. das ist wohl einer der schlimmsten auslosungen die ich in letzten 15 jahren gesehen habe. aber auch egal. denn federer wird es allen zeigen wenn er gesund bleibt. :-)
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  • Kommentar von Bengt Olav Stromberg (B.O.S.)
    Die einzige Prognose, die vor dem Turnier nicht für nichts war, ist die Federer-20-GS-Prognose. Jetzt, wo Kyrgios und Zverev draussen sind, kann ihn nur noch sein Rücken schlagen.
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    1. Antwort von Thomas Spirig (lalelu)
      auch so eine prognose gefällt mir nicht. obwohl ich selbstverständlich hoffe dass RF das USO gewinnt finde ich solche aussagen immer unsäglich arrogant. zudem zeigt gerade das beispiel zverev wieder wie wenig es braucht damit was schief geht. roger hätte es beinahe schon in der ersten runde erwischt. es ist immer heikel überhaupt erstmal in den final zu kommen. das sagt RF im übrigen selber auch immer so. nur aussenstehende sehen ihn stets als "sicheren" sieger.
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    2. Antwort von Bengt Olav Stromberg (B.O.S.)
      Eine Prognose ist eine Prognose, Herr Spirig. Definitiv wissen wir erst in 10 Tagen, ob Federer 20 GS haben wird. Gesagt sei nur, dass die Aussichten jetzt sehr gut sind. Oder wen sehen Sie als Favorit? Mit Arroganz hat das nichts zu tun. Auch nicht mit blinder Hoffnung. Federer hat die 3 bestbesetzten Hartplatzturniere 2017 gewonnen. Er hat den Swing wieder. Und jetzt sind die seinem Spiel am gefährlichsten Gegner out. Die Prognosen haben sich gegenüber dem Turnierbeginn zusätzlich aufgehellt.
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    3. Antwort von Thomas Spirig (lalelu)
      ich mag einfach solche aussagen nicht. ich versuche schritt für schritt zu denken. erstmal heute abend gewinnen. dann irgendwie die zweite runde erreichen. sobald RF nur ein bisschen nachlässt kann ihm sofort jeder top100 spieler gefährlich werden. die leistungsdichte ist einfach sehr hoch auf der ATP tour. tagesform, wetterbedingungen etc. es können tausend dinge passieren. :-)
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  • Kommentar von Thomas Spirig (lalelu)
    da sieht mal wieder wie unglaublich schnell das gehen kann. ein zwei fehler zuviel und schon darf man die koffer packen. es kann so viel passieren: daher sind auch die ganzen prognosen vor den turnieren immer für nichts.
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    1. Antwort von Bengt Olav Stromberg (B.O.S.)
      Die Koffer und die Socken packen... Die einzige Prognose, die vor dem Turnier nicht für nichts war, ist die Federer-20-GS-Prognose. Jetzt, wo Kyrgios und Zverev draussen sind, kann ihn nur noch sein Rücken schlagen.
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