Murray erster Australian-Open-Finalist

Andy Murray (ATP 6) hat an den Australian Open dank einer starken Leistung gegen Tomas Berdych (ATP 7) zum 4. Mal in seiner Karriere das Endspiel erreicht. Nach verlorenem Startsatz vermochte sich der Schotte zu steigern und setzte sich am Ende verdient mit 6:7 (6:8), 6:0, 6:3, 7:5 durch.

Berdych konnte gegen Murray nur zu Beginn der Partie an seinen starken Auftritt aus dem Viertelfinal gegen Rafael Nadal anknüpfen. In der Folge war es aber Murray, der den zunehmend verunsicherten und fehleranfälligen Tschechen immer wieder hinter die Grundlinie zurückdrängte und zu sehenswerten Punkten mit der Vorhand kam.

Im 4. Satz meldete sich Berdych zwar noch einmal zurück. Mit einem miserablen Aufschlagsspiel und vier unerzwungenen Fehlern schenkte er dem Schotten aber kurz darauf das entscheidende Break zum 6:5. Nach knapp dreieinhalb Stunden verwertete Murray seinen 1. Matchball mit einem Ass.

Abnützungskampf zu Beginn

Noch im 1. Satz hatte sich zwischen der Weltnummer 6 und 7 ein Abnützungskampf abgezeichnet. Während Berdych bei eigenem Aufschlag kaum Probleme bekundete, geriet Murray seinerseits immer wieder unter Druck. Dennoch schaffte er beim Stand von 5:3 aus Sicht des Tschechen das Rebreak, um nur wenig später zwei Breakchancen zum 6:5 ungenutzt verstreichen zu lassen.

Im Tiebreak bewies Berdych dann die besseren Nerven. Er wehrte bei eigenem Aufschlag einen Satzball des Schotten ab und sicherte sich den 1. Satz nach 77 Minuten.

Murray legt zu, Berdych baut ab

Im 2. Umgang erinnerte dann nur noch wenig an den starken Beginn des Tschechen. Er wirkte plötzlich verunsichert, machte nur noch 36 Prozent der Punkte bei eigenem Aufschlag und kassierte mit 0:6 nach gerade mal 30 Minuten die Höchststrafe. Bitter für den 29-Jährigen, der in diesem Jahr in Melbourne zuvor noch keinen Satz abgegeben hatte.

Zwar fand Berdych im 3. Satz wieder besser ins Spiel, musste sich gegen den bärenstark aufspielenden Schotten, der bei eigenem Aufschlag nun unantastbar blieb, aber immer wieder in die Defensive drängen lassen. Mit zwei schönen Vorhandwinnern sicherte sich Murray nach 0:40-Rückstand das Break zum 4:2 und kurz darauf den Satz zur 2:1-Führung.

Klappt es beim 4. Versuch?

Murray steht damit zum 4. Mal nach 2010, 2011 und 2013 im Endspiel der Australian Open, den Titel konnte er bis anhin aber noch nie gewinnen. Im Final trifft der 27-Jährige am Sonntag (9:30 Uhr Schweizer Zeit) entweder auf Novak Djokovic oder Titelverteidiger Stan Wawrinka.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.01.2014, 09:25 Uhr

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Andy Murray im Platzinterview

4:11 min, vom 29.1.2015

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