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Grand-Slam-Turniere Murray gewinnt Wimbledon und schreibt Geschichte

Mit Andy Murray hat erstmals seit 1936 wieder ein britischer Tennisspieler das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon gewonnen. Der Schotte bezwang im Endspiel die Weltnummer 1 Novak Djokovic mit 6:4, 7:5, 6:4.

Legende: Video Wimbledon-Final Murray - Djokovic («sportpanorama») abspielen. Laufzeit 2:53 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 07.07.2013.

Es war ein kollektiver Aufschrei der Freude und Erleichterung, der um genau 17:24 Uhr Ortszeit durch das grosse Rund des Centre Courts und wohl auch durch zahlreiche Strassen des sportbegeisterten Königreichs hallte.

Andy Murray (ATP 2) hatte soeben seinen 4. Matchball gegen Novak Djokovic (ATP 1) zum 6:4, 7:5, 6:4-Erfolg verwandelt und mit seinem 1. Wimbledon-Sieg eine ganze Nation erlöst. 77 Jahre nach Fred Perry hat Grossbritannien wieder einen eigenen Champion an der Church Road.

«Es war ein unglaublich hartes Match mit endlosen Games», sagte ein überglücklicher Murray nach der Partie. Novak Djokovic zeigte sich als fairer Verlierer: «Andy verdient diesen Sieg so sehr. Und ich bin mir bewusst, was der Triumph euch Briten bedeutet.»

Verdienter Erfolg

Murray, der 2012 an gleicher Stelle Olympiagold gewonnen hatte, war in der Tat der verdiente Sieger. Er hielt dem riesigen Druck stand und war in den entscheidenden Momenten besser als der Serbe. Zudem beging er viel weniger unerzwungene Fehler.

Kurz vor dem grossen Erfolg zeigte der 26-jährige Murray dennoch Nerven. Bei 5:4 und eigenem Service vergab der letztjährige US-Open-Champion zuerst 3 Matchbälle in Serie und musste anschliessend 3 Breakbälle Djokovics abwehren.

Schliesslich setzte sich der Publikumsliebling nach genau 3:08 Stunden Spielzeit durch. Danach liess sich Murray zuerst auf dem Rasen feiern und stieg anschliessend zu seiner Box hoch und umarmte dort Mutter, Freundin und sein Team.

Murray kam zweimal zurück

Zuvor hatte das Publikum einen Final mit nicht weniger als 11 Breaks zu sehen bekommen - 7 für Murray, 4 für Djokovic. Der Schotte machte im 2. Satz einen 1:4-Rückstand wett und realisierte später den entscheidenden Servicedurchbruch zum 6:5.

Im 3. Umgang lag Murray bereits mit 2:0 in Front, um danach 4 Games in Serie abzugeben. Doch die Weltnummer 2 hatte eine Antwort parat, holte sich die letzten 4 Spiele und war am Ziel seiner Träume.

17 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Habe schon vor dem Turnier auf einen Sieg Murrays getippt. Es war völlig klar, dass seine Pause auch der Vorbereitung auf Wimbledon diente. Ich glaube nicht, dass Murray nun entspannter werden wird, seine Mutter war nicht Schulmassaker-Opfer und wirkt noch verbissener als Murray selbst. Dieser Final hat mich nicht interessiert, da die erwarteten Spieler das erwartete Spiel ablieferten.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Doch, auch Andys Mutter war ein Opfer dieses Schulmassakers. So etwas geht nicht spurlos an einem vorbei, wenn Kinder von guten Freundinnen, Verwandten und vielleicht sogar Geschwistern ermordet werden. Ich behaupte jetzt einmal offen, dass auch sie von jetzt an entspannter und weniger mürrisch sein wird, schliesslich hat ihr Sohn nach dem Olympiasieg auch den ersten Wimbledon-Titel gewonnen.
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  • Kommentar von Mr. Smith, CH
    Ein logischer Sieger dieses Finalspiels. Murray hatte wieder einmal das Glück, dass auf seiner Tableauhälfte die stärksten Kontrahenten bereits vor einem Duell mit ihm ausgeschieden sind. Nur so hat Murray die Chance ein Grand Slam zu gewinnen. Und genau diese Chance hat er gepackt...
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  • Kommentar von Heidy Steffen, Luzern
    Liebe srf.tv Leute, auch auf meinem PC kann ich keine Videos mehr anschauen, seit ihr eure Webseite neu konzipiert habt. Ich habe nicht herausgefunden weshalb und finde dies sehr schade. Ein Verlust offenbar für viele. Könnt ihr da was machen oder habt ihr eine Erklärung.
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