Zum Inhalt springen

Grand-Slam-Turniere Murray nach Abnützungskampf im Final

Andy Murray steht nach einem Fünfsätzer (4:6, 7:5, 6:7, 6:4, 6:2) gegen Milos Raonic im Final der Australian Open. In Melbourne kommt es damit zur Final-Reprise des Vorjahres zwischen dem Briten und Novak Djokovic.

Legende: Video Murray ringt Raonic nieder abspielen. Laufzeit 2:24 Minuten.
Vom 29.01.2016.

Der Schotte Andy Murray (ATP 2) und Milos Raonic (ATP 14) aus Kanada lieferten sich im Melbourne-Halbfinal ein hartumkämpftes Duell. Im über 4-stündigen Match wechselten sich Hochs und Tiefs auf beiden Seiten ab. Dies waren die Schlüsselszenen:

  • 1. Satz: Gleich im 1. Game der Partie nimmt Raonic dem Schotten den Service ab – zu Null wohl gemerkt. Diesem Rückstand läuft Murray vergeblich hinterher
  • 2. Satz: Beim Stand von 6:5, 30:30 gewinnt Murray einen spektakulären Punkt und nutzt in der Folge seinen 6. Breakball zum Satzausgleich
  • 3. Satz: In einem Durchgang, in dem die ersten 20 Punkte jeweils immer an den Aufschläger gehen, bringt ein Minibreak im Tie-Break die Entscheidung zugunsten Raonics
  • 4. Satz: Der sonst so aufschlagstarke Kanadier zieht beim Stand von 3:3 ein ganz schwaches Aufschlagspiel ein und gibt seinen Service zu Null ab. Nach 3 abgewehrten Breakbällen rettet sich Murray in den 5. Satz
  • 5. Satz: Mit einem Doppelfehler schenkt Raonic seinem Gegner im 1. Aufschlag das Break. Kurz darauf zieht Murray mit dem 2. Break vorentscheidend auf 3:0 davon

Raonic musste nach seinem Triumph in Brisbane im Jahr 2016 erstmals als Verlierer vom Court. Der Kanadier forderte Murray mit 23 Assen und 72 Winnern alles ab. Und das obwohl er bereits zu Beginn des 4. Satzes mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatte. «Er hat einen der besten Aufschläge im Tennis-Zirkus», lobte Murray. Der Schotte bewies seinerseits einmal mehr seine Laufstärke und beging viel weniger unerzwungene Fehler (28) als Raonic (78).

Im Entscheidungssatz konnte sich Raonic schliesslich nicht mehr auf seinen Service verlassen. Ohne seine stärkste Waffe hatte die Weltnummer 14 gegen Murray keine Chance.

Ausgeruhter Djokovic wartet

Die langen Ballwechsel in der äusserst umkämpften Partie kamen vor allem einem Spieler zugute: Novak Djokovic. Dieser wartet nämlich frisch und ausgeruht als Finalgegner auf Murray. Der Serbe befindet sich in Bestform und genoss nach seinem klaren Halbfinal-Sieg gegen Roger Federer am Donnerstag einen Ruhetag mehr.

«Ich brauche einen guten Gameplan», weiss auch Murray vor seinem 5. Final in Melbourne. Es ist jedoch zumindest fraglich, ob die Weltnummer 2 der Weltnummer 1 im Final am Sonntag (ab 9:30 Uhr live auf SRF info) Paroli bieten kann.

Legende: Video Platzinterview mit Andy Murray (englisch) abspielen. Laufzeit 3:24 Minuten.
Vom 29.01.2016.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.1.2016, 09:30 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie den Final der Australian Open zwischen Novak Djokovic und Andy Murray am Sonntag ab 9:30 Uhr live auf SRF info.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von jean passant, thun
    Die richtigen Spieler stehen im Endspiel. Murray wird zwar gegen Nole auch verlieren, aber so schwach billig wie Federer wird er sich nicht verkaufen. Damit wird Djokovic 4 der letzten 5 GS gewonnen haben und könnte dieses Jahr alle 6 Major Titel abräumen. Keine Frage wen man dieses Jahr spielen sehen will, nur den echten Maestro, Djokovic.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kevin Loosli, Basel
    Murray war nichts als am Fluchen und spinnen. Unsympathisch. Im Finale wird er dann nichts mehr zu melden haben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Bolder, Muhen
    Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht ganz, weshalb man nicht beide Halbfinals am Freitag spielen lässt. Dann hätte nicht einer der Finalisten einen Tag mehr Pause (kann ein Vor- oder ein Nachteil sein) und in den Halbfinals stünden sich zwei etwa gleich gut ausgeruhte Gegner gegenüber. Klar, man müsste dann neben dem spielfreien Samstag zusätzlich noch einen spielfreien Donnerstag in Kauf nehmen...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen