Noch kann man in Wimbledon das Gras wachsen hören

Am Montagnachmittag beginnen die zwei schönsten Wochen für die Tennis-Fans. Die 129. «Wimbledon Championships» versprechen nicht zuletzt aus Schweizer Sicht Hochspannung. Noch allerdings hört man auf der leeren Anlage sprichwörtlich das Gras wachsen.

Wimbledon vor Turnierbeginn

Er wird mit unendlicher Hingabe gehegt und gepflegt: Der «heilige Rasen» von Wimbledon. Noch einmal werden die Linien mit gemahlener Kreide aufgetragen und ganz genau mit einer Schnur auf ihre Gradlinigkeit geprüft.

Auf dem Center Court werden schon mal die Trophäen für die Fotografen ins rechte Licht gerückt. Sonst tut sich am Samstag noch nicht viel.

Bei Auftritt Federer ist es vorbei mit der Ruhe

Die mit unzähligen Blumen geschmückte Anlage wirkt ohne Fans seltsam gespenstisch. Wobei das mit den fehlenden Fans nicht ganz korrekt ist. Wenn Roger Federer zum Interview erscheint, dann vergessen die anwesenden Journalisten schon mal ihre Zurückhaltung. Dank Smartphone darf Jede und Jeder den historischen «Nah-Federer-Moment» verewigen.

Der siebenfache Champion sagt dabei seelenruhig Dinge wie: «Ich denke schon, dass ich besser vorbereitet bin als je zuvor in Wimbledon». Naja, 2014 verpasste er den 8. Titel erst im 5. Satz des Finals gegen Novak Djokovic.

Gleich vier Schweizer Trümpfe

Mit French-Open-Champion Stan Wawrinka, der frischgebackenen Turnier-Siegerin Belinda Bencic und der Aufsteigerin Timea Bacsinszky hat die Schweiz drei weitere Trümpfe in der Hand - was für schöne Aussichten für die nächsten zwei Wochen.

Spannung liegt in der Luft - und am Montag um 14 Uhr ist auch der Rasen ausgewachsen. Mit genau 8 Millimetern Halmhöhe soll er dann die perfekten Bedingungen für ein weiteres Tennis-Fest bieten.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 26.6.2015, 22:50 Uhr.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Wimbledon bildet den Schwerpunkt im «sportpanorama» am Sonntag um 18:15 Uhr auf SRF zwei.