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Entscheid ist fix: Djokovic muss Australien verlassen
Aus Sport-Clip vom 16.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 51 Sekunden.
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Nummer 1 in Gefahr Das sind die sportlichen Konsequenzen von Djokovics Zwangs-Out

Nach der verhinderten Teilnahme von Novak Djokovic an den Australian Open könnten zwei Spieler seine Position als Weltnummer 1 übernehmen.

Nach mehreren Wendungen in der Posse rund um Novak Djokovics Einreise nach Australien ist seit Sonntagmorgen definitiv, dass das Turnier ohne den Titelverteidiger über die Bühne geht.

In sportlicher Hinsicht ist das Fehlen der Weltnummer 1 für sämtliche involvierten Parteien ein herber Verlust: Für die Turnierveranstalter, für den australischen Tennisverband und vor allem auch für Djokovic selber.

Der Serbe war mit dem Ziel nach Australien geflogen, das Melbourne-«Stängeli» zu komplettieren. 9 Mal konnte Djokovic das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits für sich entscheiden, so oft wie kein anderer Spieler.

Zu allem Übel droht dem 34-Jährigen auch noch eine dreijährige Einreisesperre nach Australien. So sieht es zumindest das Standard-Prozedere bei einer Visum-Annullierung vor.

Alleiniger Rekord muss warten

Zurück zum Sportlichen: Djokovic bleibt nicht nur die Chance auf seinen 10. Titel in Melbourne verwehrt, sondern auch die Möglichkeit, zum alleinigen Rekordsieger bei Grand-Slam-Turnieren aufzusteigen. Wie Roger Federer und Rafael Nadal hat auch der «Djoker» 20 Major-Turniersiege auf dem Konto. Aus diesem Trio hat aktuell nur Nadal, der Einzige der «Big Three» in Australien, die Chance auf Nummer 21.

Djokovics Platz als topgesetzter Spieler im Hauptfeld nimmt Lucky Loser Salvatore Caruso (ATP 150) ein, der eigentlich in der Qualifikation gescheitert war. Der Italiener wird in der 1. Runde anstelle von Djokovic auf dessen Landsmann Miomir Kecmanovic treffen.

Der Italiener Salvatore Caruso, in der Weltrangliste liegt er auf Platz 150.
Legende: Plötzlich der Topgesetzte Der Italiener Salvatore Caruso, in der Weltrangliste liegt er auf Platz 150. Screenshot Australian Open

Zwei Topfavoriten

Die Chancen von Mitfavorit Daniil Medwedew auf den Titel wären auch bei einer Teilnahme von Djokovic mehr als intakt gewesen. Ohne den Serben steigen die Aktien des Russen nochmals bedeutend, und nicht nur der Setzliste (Medwedew ist an Nr. 2 gesetzt) wegen. Medwedew sicherte sich 2021 das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres (US Open, Finalsieg über Djokovic), zudem stand er an den Australian Open im Vorjahr im Final (Niederlage gegen Djokovic). Der Turniersieg wäre die logische Konsequenz.

Sollte Medwedew in Melbourne tatsächlich den Norman Brooks Challenge Cup in die Höhe stemmen, würde er Djokovic an der Spitze der Weltrangliste ablösen. Medwedews Rückstand beträgt aktuell 2080 Punkte. Dem Serben fallen als Titelverteidiger 2000 Punkte aus der Wertung, Medwedew hingegen würde nochmals 800 Zähler hinzugewinnen.

Daniil Medwedew will nach den US Open auch die Australian Open gewinnen.
Legende: Er will sofort nachlegen Daniil Medwedew will nach den US Open auch die Australian Open gewinnen. IMAGO IMAGES

Sein ärgster Widersacher dürfte Alexander Zverev sein. Für den Deutschen spricht die neu gewonnene Konstanz an Major-Turnieren, die ihm vor ein paar Jahren noch gefehlt hatte. In den letzten zwei Jahren erreichte er an den Grand-Slam-Turnieren immer die 2. Woche, 3 Mal stand er im Halbfinal, 1 Mal im Final. Hinzu kommt, dass Zverev das Jahr 2021 mit einem beeindruckenden Sieg an den ATP Finals abschloss.

Zverev wäre in einem möglichen Halbfinal auf Djokovic getroffen. Der 24-Jährige dürfte nun nicht unglücklich darüber sein, dass ihm der Serbe nicht im Weg stehen wird. Zwar konnte Zverev schon 4 Siege gegen Djokovic feiern, an Major-Wettbewerben ging er aber immer als Verlierer vom Platz.

Die Ausgangslage für den 1. Major-Titel ist für Zverev verhältnismässig günstig. Und sollte er tatsächlich triumphieren, wäre der Hamburger nebenbei auch noch die neue Nummer 1.

SRF 4 News, 16.01.2022, 04:00 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Ramun G. Saluz  (RGS)
    Da ist Djocovid selber schuld.
    Wenn man bedenkt, wie streng die Covidregeln bei den eigenen Leuten angewendet wurden, ist das nur konsequent.
    Ich finde Djokovic ein super Tennisspieler, aber das ist auch gerade Alles was ich an ihm schätze.