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Nadal: «Ich werde weiterkämpfen»
Aus Sport-Clip vom 05.06.2022.
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 30 Sekunden.
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Rücktritt? Kein Thema Auch mit 36 Jahren noch «Sandkönig»: Nadal trotzt allem und jedem

Corona, Rippenbruch und Fussschmerzen quälten ihn. Doch nach seinem 14. Triumph in Roland Garros sagt Nadal das, was all seine Fans hören wollen.

Die Zweifel waren da gewesen, auch bei Rafael Nadal selbst. «Ich habe niemals daran geglaubt, im Alter von 36 Jahren noch wettbewerbsfähig zu sein», sagte der Spanier auf dem Court Philippe Chatrier. Doch nur Minuten zuvor hatte er zum 14. Mal den Final in Roland Garros gewonnen und durfte zum insgesamt 22. Mal eine Grand-Slam-Trophäe herzen.

Einmal mehr hatte Nadal trotz vielen Zweiflern, eigenen Bedenken sowie seiner Fussverletzung bewiesen, dass er eben immer noch der König der French Open ist. «Es ist für mich kaum möglich, meine Gefühle zu beschreiben. Hier in meinem Alter noch einmal das Turnier zu gewinnen, das mir alles bedeutet, ist unglaublich», sagte er.

Danach spannte er die Fans in seiner Siegerrede auf die Folter – und sprach dann doch die Worte aus, die alle hören wollten. Rücktritt? Nein. «Ich weiss nicht, was in der Zukunft passiert, aber ich werde weiterkämpfen», sagte der Spanier und liess damit die Tennis-Welt aufatmen.

Ich bin nicht das erste Final-Opfer von Nadal.
Autor: Casper Ruud

In einem Alter, in dem ihn bis vor wenigen Jahren viele bereits im Ruhestand sahen, gewann Nadal heuer mit den Australian Open und den French Open zum ersten Mal die ersten beiden Grand-Slam-Turniere des Jahres. Und angesichts der Widerstände, die der Mallorquiner in den letzten Wochen und Monaten zu überwinden hatte, geniessen die jüngsten Erfolge einen besonders hohen Stellenwert.

Ende des letzten und Anfang dieses Jahres setzten ihn die Folgen einer Corona-Erkrankung zu, im März erlitt er einen Ermüdungsbruch an einer Rippe, und vor und während den French Open bereitete ihm das altbekannte Müller-Weiss-Syndrom starke Schmerzen. Die Blessur am linken Fuss ist inzwischen so ausgeprägt, dass er auch im Alltag chronisch leidet. Während des Turniers hatte er deshalb mehrmals gesagt, dass dies sein letzter Auftritt in Roland Garros sein könnte. Sein Trainer Carlos Moya meinte: «Was ich in Australien dieses Jahr gesehen habe, war über allem anderen. Aber was ich hier sehe: Das ist eine noch grössere Widerstandsfähigkeit.»

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Eine Klasse für sich: Nadal findet immer eine Antwort
Aus Sport-Clip vom 05.06.2022.
abspielen. Laufzeit 56 Sekunden.

Im Vergleich zum hochstehenden Viersatzsieg gegen Novak Djokovic im Viertelfinal und dem Finaleinzug gegen Alexander Zverev aufgrund einer Verletzung des Deutschen traf Nadal bei seinem letzten Schritt zum 14. Triumph indes nicht auf den härtesten Widerstand. Gegner Casper Ruud, der als erster Norweger überhaupt im Endspiel eines Major-Turniers stand, konnte schlicht nicht mithalten.

«Heute habe ich zu spüren bekommen, wie es ist, gegen dich hier in einem Final zu spielen», sagte der 23-Jährige. «Es ist nicht einfach, und ich bin nicht das erste Opfer. Wir hoffen alle, dass du noch einige Zeit weitermachst.»

Diese Hoffnungen will Nadal noch einige Zeit erfüllen. Die Triumphe des 36-Jährigen sprechen sowieso für sich. Er steht nun bei 22 Grand-Slam-Titeln und führt die Bestenliste damit zum ersten Mal mit zwei Längen Vorsprung vor Roger Federer und Novak Djokovic an. Nur sein Fuss könnte der Erfolgsgeschichte des Rafael Nadal ein Ende bereiten.

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Ruud: «Ich bin nicht das erste Final-Opfer von Nadal»
Aus Sport-Clip vom 05.06.2022.
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SRF zwei, sportlive, 5.6.2022, 15:00 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Bengt Stromberg  (Stromberg)
    Nadals Ehrgeiz ist krankhaft. Jemand, der angibt, seinen Fuss zu betäuben, um spielen zu können, gibt offen zu, Betäubungsmittel zu verwenden. Jemand, der die Tennisfans vor jedem ersten und zweiten Aufschlag 30 bis 40 Minuten warten lässt, gibt sich offen dem Verdacht preis, ein Trickser zu sein. Der grösste Skandal der Tennisgeschichte würde dem Sport immensen Schaden zufügen, es bleibt zu fürchten, dass seine Jünger noch schlimmer werden. Die Schau muss weitergehen: Citius, altius, fortius…
  • Kommentar von Keller Mägi  (TennisSport)
    Sorry mit tauben Fuss, jeglichen Schmerzmitteln im Körper und und und, also ich hab manchmal das Gefühl man kreiert hier einfach seit Jahren eine Hero-Figur. Ich weiss nicht ob schon jemand auf einem Tauben Fuss gestanden ist. Ich schon, Mental hin oder her ich hab schon lange meine Zweifel. Bei seinen "Verletzungen" ......., auf diesem Niveau? Na ja kann ja jeder damit anfangen was er will, ich habe meine Mühe.
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Immerhin weiss man bei Nadal, welches Leiden ihn am Fuss plagt, und er (und sein Umfeld) stehen offen dazu. Bei einem anderen Tennissuperstar, der Probleme mit seinem Knie hat, wurde - obwohl Sie, M. Keller, auch schon das Gegenteil behauptet haben - , die ärztliche Diagnose nie kommuniziert. Damit kann man anfangen, was man will, aber ich habe meine Mühe.
  • Kommentar von martin schmid  (martin schmid)
    Betäubter und tauber Fuss seit der 2.Runde! Schmerzunterdrückung und Schmerzmittel gelten nicht als Doping.Geldmaschinerie muss laufen und hat Priorität.Fans wollen Sporthelden sehen,egal wie sie zustande kommen und egal was sie dafür tun müssen. Mythos vom sauberen Sport schon lange Vergangenheit. Realität im System eine ganz andere und RN ist und wurde das Opfer des Systems. Seit 15 Jahren reagiert er auffällig giftig auf dieses Thema. Kontrolleure werden im Hintergrund hart abgewiesen!
    1. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Schmid, haben Sie jetzt plötzlich Mitleid mit Rafael Nadal ("Opfer des Systems"), oder wollen Sie einfach Ihr seit Jahren bekanntes Nadal-Bashing weiterführen?
    2. Antwort von Rolf Hermann  (Raffi)
      Sauberer Sport war immer nur ein Mythos.= "überlieferte Dichtung, Sage, Erzählung aus der Vorzeit eines Volkes". Ich würde für keinen Sportler der in den 50er/60er Jahren aktiv war die Hand ins Feuer legen. Substanzen gab es schon zu Hauf, verboten wurde aber erst ab 1967. Deshalb haben damals wohl die meisten Sportler heute verbotene Substanzen/Doping genommen. Und es ist ja auch nicht nur im Sport so. SRF Kultur Artikel von gestern. "Hirndoping mit Ritalin & Co. Sie schlucken sich schlau....