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Zusammenfassung Tsitsipas – Medwedew
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 38 Sekunden.
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Russe folgt Nadal in den Final Medwedew verliert gegen Tsitsipas den Kopf, nicht aber das Spiel

  • Daniil Medwedew (ATP 2) besiegt Stefanos Tsitsipas (ATP 4) im Halbfinal der Australian Open mit 7:6 (7:5), 4:6, 6:4, 6:1.
  • Der Russe und der Grieche liefern sich ein Duell auf sehr hohem Niveau, das Medwedew nach 2:30 Stunden für sich entscheidet.
  • Im Final am Sonntag (live auf SRF) trifft Medwedew auf Rafael Nadal (ATP 5), der sich gegen Matteo Berrettini (ATP 7) durchsetzt.

Nachdem Daniil Medwedew seinem Gegner im 2. Satz mit zwei Doppelfehlern das entscheidende Break geschenkt hatte, brannten beim sonst eher ruhigen Russen die Sicherungen komplett durch.

Die Weltnummer 2 beschwerte sich lautstark bei Schiedsrichter Jaume Campistol, verlor dabei komplett die Contenance und richtete sogar Beleidigungen an den sichtlich hilflosen Unparteiischen. Der Grund: Stefanos Tsitsipas soll zwischen den Ballwechseln wiederholt von seinem Vater und Trainer Apostolos gecoacht worden sein, was nicht erlaubt ist.

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Medwedew rastet bei Seitenwechsel komplett aus und beschuldigt Schiedsrichter
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 14 Sekunden.

Im Anschluss an den verwerteten Matchball sollte sich Medwedew für seinen Aussetzer noch beim spanischen Stuhlschiedsrichter entschuldigen. «I'm sorry», war von den Lippen des Moskauers abzulesen.

Fokus wieder gefunden

Doch zurück zum Spiel: Nach einem kurzen Abstecher in die Katakomben meldete sich Medwedew zurück, wehrte im ersten Game des 3. Umgangs zwei Breakchancen von Tsitsipas ab und war fortan der zweifelsohne bessere Spieler. Den für ihn so wichtigen Servicedurchbruch realisierte der 25-Jährige zum bestmöglichen Zeitpunkt. Beim Stand von 5:4 erarbeitete sich Medwedew gleich drei Breakbälle, beim zweiten schlug der letztjährige US-Open-Sieger zu.

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Mit Rückhand-Winner: Medwedew verwertet Matchball
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 45 Sekunden.

Den Verlust des 3. Durchgangs vermochte Tsitsipas nicht zu verdauen. Der Grieche zog in den längeren Rallies immer öfters den Kürzeren und schien vor allem dem physisch enorm hohen Level aus den ersten beiden Sätzen Tribut zu zollen. Medwedew seinerseits – mittlerweile zurück in der gewohnten Ruhe – spielte die Partie souverän runter. Nach dem zweiten Break im 4. Umgang zum 5:1 war die Messe in der Rod Laver Arena endgültig gelesen. Wenig später und nach exakt zweieinhalb Stunden Spielzeit verwertete Medwedew mit seinem total 39. Winner den ersten Matchball.

Auftakt auf Augenhöhe

Der Start in den zweiten Halbfinal war von enorm starken Aufschlägern geprägt worden. Vor allem Medwedew gewährte seinem Widersacher bei eigenem Service kaum einen Punkt. Der Russe legte eine Serie von 22:0 an den Tag, ehe er Tsitsipas beim Stand von 5:6, 30:0 den ersten Punkt bei eigenem Aufschlag zugestehen musste.

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Marathon-Ballwechsel geht mit Winner an Medwedew
Aus Sport-Clip vom 28.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 11 Sekunden.

Das Tiebreak im 1. Durchgang war die logische Konsequenz. In diesem machte Medwedew einen 1:4-Rückstand wett und gewann die Kurzentscheidung noch mit 7:5.

Nadal als letzte Hürde

Auf dem Weg zu seinem zweiten Grand-Slam-Triumph in Folge steht Medwedew «nur» noch Rafael Nadal im Weg. Der Spanier hatte sich zuvor gegen Matteo Berrettini ebenfalls in 4 Sätzen durchgesetzt. Nadal seinerseits strebt den rekordbrechenden 21. Major-Titel an. Gewinnt Medwedew den Final, würde er Novak Djokovic als Nummer 1 in der Weltrangliste ablösen.

Programm-Hinweis

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Verfolgen Sie den Final der Männer an den Australian Open am Sonntag ab 09:30 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Die Partie gibt es zudem im Eurosport Player.

SRF zwei, sportlive, 28.01.2022, 09:35 Uhr;

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Diego Stalder  (Diegostalder)
    You can not be serious !!!
  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Schon erstaunlich. Die beiden waren nie Freunde, und ST ist dafür in erster Linie verantwortlich. Seit den Beleidigungen hat der Grieche ein einziges wichtiges Spiel gegen den Russen gewonnen. Irgendwie gerecht. Beide haben ihre Schwächen, aber ihr Tennis ist aktuell konstant auf höchstem Niveau. Wann erreicht ST endlich ein wichtiges Finalspiel? Solange er jeweils vorzeitig auf DM trifft, keines ;-). Und dies hat er sich selbst zuzuschreiben. DM seinerseits braucht diese Ausraster. Wie ND!
    1. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Auch wenn Sie meinen Kommentar vermutlich nicht mehr lesen werden (und auch wenn der Australian-Open-Final gerade in die entscheidende Phase geht), muss ich das noch loswerden: Tsitsipas HAT schon einmal einen Grand-Slam-Final erreicht, nämlich an den French Open 2021. Und wissen Sie, gegen wen er auf dem Weg dorthin im Viertelfinal gewonnen hat? Überraschung: Gegen Daniil Mjedwjedjew! Unterschätzen Sie Tsitsipas also nicht, der ist auf dem Weg zu einem grossen Tennisspieler.
  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Ich kann nur hoffen, dass Rafa siegt. Er hat Charakter und Persönlichkeit wie RF !!!
    1. Antwort von Koni Flütsch  (KOMANKO)
      Hat er ja. Gewinnen wird er mit diesen Eigenschaften trotzdem nichts. Zum Glück geht es im Tennis immer noch um jeden Punkt und nicht primär um Charakter und Persönlichkeit. Gut so, denn gespielt wird auf dem Platz, auch wenn die Medien gerne die Nebenschauplätze stärker beleuchten. RN wird kämpfen müssen. Könnte ein ähnliches Spiel geben, wie im US-Open-Final. Sollte es einen 5. Satz geben, gewinnt dieses Mal der andere Spieler.