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Grand-Slam-Turniere Trauriger Geburtstag: Kein Paris-Final für Bacsinszky

Timea Bacsinszky hat an den French Open ihren 1. Grand-Slam-Finaleinzug erneut verpasst. Die Romande unterlag der Lettin Jelena Ostapenko mit 6:7 (4:7), 6:3 und 3:6.

  • Keine Premiere: Timea Bacsinszky muss an ihrem 28. Geburtstag weiter auf den 1. Finaleinzug an einem Grand-Slam-Turnier warten.
  • Volles Risiko: Jelena Ostapenko schlägt 50 Winner, begeht aber 45 unerzwungene Fehler.
  • Kurzer Schock im 1. Satz: Bacsinszky braucht ein Medical Timeout, kann aber mit einbandagiertem Oberschenkel weiterspielen.
  • Breakfestival: Nicht weniger als 16 Servicedurchbrüche realisieren die beiden Spielerinnen.
  • Im Final wartet auf Ostapenko die Weltnummer 4 Simona Halep aus Rumänien.
Legende: Video 1. Satz: Bacsinszky muss sich einbandagieren lassen abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus sportlive vom 08.06.2017.

2015 war Serena Williams im Halbfinal an den French Open einen Tick zu stark gewesen, in diesem 2. Grand-Slam-Halbfinal war es Jelena Ostapenko (WTA 47). Diese sorgte für die 1. lettische Finalteilnahme an einem Major-Turnier.

Ostapenko zeigte genau das Spiel, welches die junge Baltin, die wie Bacsinszky am heutigen Tage ihren Geburtstag feiert (sie wird 20), auszeichnet. Sie drosch mit vollem Risiko auf die Bälle, was sich auf die Statistik niederschlug. 50 Winner standen am Ende 45 unerzwungenen Fehlern gegenüber (22 zu 19 bei Bacsinszky).

Unwiderstehliches Tiebreak von Ostapenko

Kein Wunder, befand SRF-Tennisexperte Heinz Günthardt Mitte des 2. Satzes, als die durchschnittliche Rally-Länge eingeblendet wurde: «Das sind schon fast Wimbledon-Verhältnisse. Bei den Männern.» Nur 3,3 Mal war da der Ball im Schnitt über das Netz geflogen.

Legende: Video 5 Winner, ein Stoppball, ein Fehler: Ostapenko dominiert Tiebreak abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Aus sportlive vom 08.06.2017.

Sinnbildlich für das Top-oder-Flop-Spiel von Ostapenko war das Tiebreak im 1. Satz, als die Lettin alles traf, 6 Winner (davon ein herrlicher Stoppball) schlug und Bacsinszky zu einem Fehler zwang.

Zu angreifbar bei eigenem Service

Bacsinszky hielt dagegen, so gut sie konnte, sah sich aber auch in der Folge zu oft in die Defensive gedrängt, als dass sie wie in den Spielen zuvor die Ballwechsel hätte diktieren können. Ausserdem war sie bei eigenem Service zu leicht angreifbar. Bei 15 Aufschlaggames musste sie 8 Mal ihren Service abgeben, schaffte aber ihrerseits ebenso viele Breaks. In der Endabrechnung gewann sie nur einen Punkt weniger als ihre Gegnerin (105:106).

Nach knapp zweieinhalbstündigem Abnützungskampf war es dann um Bacsinszky geschehen. Ostapenko verwertete ihren 2. Matchball zum Sieg. Im Final trifft die 20-Jährige auf Simona Halep. Die Rumänin rang die Tschechin Karolina Pliskova (WTA 3) mit 6:4, 3:6 und 6:3 nieder. Damit kommt es am Samstag zu einer Premiere, konnte doch keine der beiden bislang ein Major-Turnier gewinnen.

Legende: Video Halep - Pliskova: Der Matchball abspielen. Laufzeit 0:34 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 08.06.2017.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 08.06.2017, 14:55 Uhr.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Jost (bikeforfun)
    Tolles Turnier von Timea, weiter hart an den Schwächen (Vorhand, Vorhandslice) arbeiten. Das ist das schöne am Tennis, Mann und Frau kann sich immer verbessern und bestehendes verändern egal in welchem Alter.
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  • Kommentar von markus kohler (nonickname)
    Ostapenko haut mit ungeheurer Härte auf die Bälle, aber der Power ist völlig ungezügelt. Die Wucht bei einer so jungen Spielerin macht auch stutzig, das ist normalerweise nicht möglich. Wenn man in Betracht zieht, dass beide Eltern aus dem Spitzensport von Russland, bzw. der Ukraine stammen und weiss, dass die Trainerin bei del Moral in Therapie war tauchen durchaus Fragen auf. Diese Spielerin sollte man regelmässig "on the spot" kontrollieren, der WTA wird aber wie immer nichts tun.
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  • Kommentar von Frank Hoffmann (Frank Pascal Hoffmann)
    Das ist wirklich schade, denn sie hätte es ebenso in den Final verdient nach starkem Match.
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